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Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

österreichische Schriftstellerin (1830 - 1916)

354 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.

  • Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

  • Soweit die Erde Himmel sein kann, soweit ist sie es in einer glücklichen Ehe.

  • Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft.

  • Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.

  • An Rheumatismus und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.

  • "Man kann nicht allen helfen", sagt der Engherzige und hilft keinem.

  • Wenn mein Herz nicht spricht, dann schweigt auch mein Verstand, sagt die Frau. Schweige, Herz, damit der Verstand zu Worte komme, sagt der Mann.

  • Nur der Denkende erlebt sein Leben. Am Gedankenlosen zieht es vorbei.

  • "Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?

  • Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: Dein Wandern zum Ziel.

  • Gelassenheit ist die angenehmste Form des Selbstbewußtseins.

  • Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.

  • Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.

  • Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: Alle dummen Männer.

  • Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.

  • Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft. Es kommt auf das Material an.

  • Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.

  • Treue Liebe kann zwischen Menschen von sehr verschiedenem, dauernde Freundschaft nur zwischen Menschen von gleichem Werte bestehen. Aus diesem Grunde ist die zweite viel seltener als die erste.

  • Der Gescheiterte gibt nach! Eine traurige Wahrheit. Sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

  • Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt.

  • Die Gleichgültigkeit, der innere Tod, ist manchmal ein Zeichen von Erschöpfung, meistens ein Zeichen von geistiger Impotenz und immer - guter Ton.

  • Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.

  • Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids und ein Quell unendlichen Trostes.

  • Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.

  • Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind! Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat.

  • Respekt vor dem Gemeinplatz! Er ist seit Jahrhunderten aufgespeicherte Weisheit

  • Kinder und Greise fabeln. Die ersten, weil ihr Verstand die Herrschaft über die Phantasie noch nicht gewonnen, die zweiten, weil er sie verloren hat.

  • Alberne Leute sagen Dummheiten. Gescheite Leute machen sie.

  • Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seinen Fehler zu verfallen.

  • Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.

  • Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie selbst ihnen anerzogen haben.

  • In früheren Zeiten konnte einer ruhig vor seinem vollen Teller sitzen und sich's schmecken lassen, ohne sich darum zu kümmern, daß der Teller seines Nachbarn leer war. Das geht jetzt nicht mehr, außer bei den geistig völlig Blinden. Allen übrigen wird der leere Teller des Nachbarn den Appetit verderben.

  • Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei als tausend Feinde zu unserem Unglück.

  • Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.

  • Alle anderen Enttäuschungen sind gering im Vergleich zu denen, die wir an uns selbst erleben.

  • Siege, aber triumphiere nicht.

  • Das Vertrauen ist etwas so Schönes, daß selbst der ärgste Betrüger sich eines gewissen Respektes nicht erwehren kann vor dem, der es ihm schenkt.

  • Geduld mit der Streitsucht der Einfältigen! Es ist nicht leicht zu begreifen, daß man nicht begreift.

  • Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft.

  • Man muß das Gute tun, damit es in der Welt sei.

  • Ein Urteil läßt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.

  • Der ans Ziel getragen wurde, darf nicht glauben, es erreicht zu haben.

  • In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung der Dankbarkeit.

  • Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.

  • Die Großen schaffen das Große, die Guten das Dauernde.

  • Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der Ausführung die Kunst.

  • Die Willenskraft der Schwachen heißt Eigensinn.

  • Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

  • Eine stillstehende Uhr hat doch täglich zweimal richtig gezeigt und darf nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken.

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