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Otto von Leixner

österreichisch-deutscher Schriftsteller, Literaturkritiker, Journalist und Historiker (1847 - 1907)

11 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Trösten ist eine Kunst des Herzens. Sie besteht oft nur darin, liebevoll zu schweigen und schweigend mitzuleiden.

  • Ein ungestörtes Glück verlangen, / heißt Mondeslicht mit Netzen fangen, / den Sonnenstrahl mit Ketten fesseln / und Rosen fordern von de Nesseln.

  • Wer zu laut und zu oft seinen eigenen Namen kräht, erweckt den Verdacht, auf einem Misthaufen zu stehen.

  • Männer und Frauen, die zuviel geliebt worden sind, verlieren oft die Fähigkeit, selber zu lieben.

  • An verblendeter Mutterliebe sind mehr Menschen zugrundegegangen als an der gefährlichsten Kinderkrankheit.

  • In Zeiten der Begeisterung für das Vaterland zu sterben ist leichter, als in den nüchternen Tagen dafür zu leben mit Gedanken, Wort und Tat.

  • Begeisterung ist ein Feuer, das die Innenwelt in Fluß erhält. Aber Vernunft muß ihr die Gußform richten, in die sich das geschmolzene Metall ergießt.

  • Wer von seinem Freunde nicht Offenheit ertragen will, wird sie einmal, ausgedrückt in Worten des Hasses, von seinem Feind ertragen müssen.

  • Eine kleine Stelle, die du ganz erfüllst, ist ein Ehrenplatz, die größte, der du nicht genügst, ein Pranger.

  • Die meisten gelehrten Frauen gleichen einem Kaufmann, der alle Waren in die Schaufenster stellt und den Laden leer hat.

  • Du willst mit nüchternem Verstand / das Göttliche beweisen? / Das heißt, nach einem Fabelland / auf Eisenbahnen reisen.

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