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Gedankensplitter von Christa Schyboll

476 Gedankensplitter - Denkanstöße - Glossen

  • Vernichtungsfeldzug. Delete

    Über die problematische Fülle der Kreativität, schreibt Christa Schyboll

    Man muss etwas vernichten, wenn es sich nicht selbst vernichtet. Das ist grausam und natürlich zugleich. Unumgänglich, weil Platz, Raum, Zeit in unserer Erdenwirklichkeit nun einmal endlich ist. Unendlich dagegen ist die Fantasie. Diese herrliche Unauslotbarkeit. Diese ewige sprudelnde Quelle, die alles umfangen will und sich wie Urwaldlianen in die feinsten Ritzen des Lebens schlängelt. Sie erobern sich die dunkelsten Ecken und verzweigen sich mit filigranen Tentakeln auch im wilden... »

  • Vorwärts in die Vergangenheit

    Das Handy – mein erstes Ich! - meint Christa Schyboll

    Wenn ich allein nur die täglichen, allabendlichen und teils nächtlichen Zeiteinheiten bedenke, die für das Handy tatsächlich aufgewendet werden, schlägt es mich selbst in seiner Bedeutung doch um Längen… Soviel Zeit für mich selbst, sei es für Sport, Körperpflege, ja selbst ausruhen, käme nie in Frage. Erst recht nicht für Lesen oder sonstige Dinge, die wichtig sein oder halt Spaß machen könnten. Allein schon das ist bedenkenswert! Nun ist es ja nicht damit getan, alle... »

  • Der Tod, so fern, so nah, so immer da

    Gedanken zum Thema Tod von Christa Schyboll

    Da wir alle ja wissen, dass wir irgendwann sterben werden, ist es sowohl natürlich, sich damit näher, oft oder ständig zu beschäftigen, wie aber auch ebenso, es einfach sein zu lassen, weil es eh ist wie es ist und wir es auch nicht ändern können. Warum aber, so frage ich mich, gibt es diese drei grob unterteilten Gruppen? Wieso denken die einen seit ihrer Kindheit an ihren eigenen Tod – und wieso interessiert dies die andere Gruppe überhaupt nicht? Natürlich sind da schnelle... »

  • Ökologie der Angst

    Die Angst um die Angst. Von Christa Schyboll

    Dabei stehen diese Schildkröten eher nur am Rande auf dem Speiseplan der Haie - aber schon allein ihr Auftauchen sorgt dafür, dass das Abgrasen der Seegraswiesen wesentlich schonender geschieht, weil sich die Schildkröten vor einem potentiellen Gefressenwerden ängstigen. Und diese Seegraswiesen wiederum sind ein weiterer wichtiger Faktor im Zusammenhang mit der Bindung von CO2 - und damit auch für unser aller Überleben in Bezug auf Klimawandel wichtig. Angst also ist es, die die... »

  • Eine schwierige Liaison

    Beziehungsstatus: kompliziert - meint Christa Schyboll

    Es versteckt sich vor mir. Ständig. Es ist fast nie da, wenn ich es spontan brauche. Mein Handy. Oder sollte ich es besser Mobil nennen, weil jede Form von zärtlicher Anbandelung zwischen uns unterblieb. Andere Menschen haben ihr Handy immerzu griffbereit. Ich muss erst aufwendig auf die Suche gehen. So scheucht es mich treppauf, treppab, treppauf, um niemals da zu liegen, wo ich es vermute. Schlimmer noch. Manchmal liegt es genau da, wo ich es vermute, aber es zeigt sich nicht. Dann renne... »

  • Neujahrsmeditation

    Gedanken über Herausforderungen im Leben von Christa Schyboll

    Aber was ist denn, wenn man etwas nicht schicksalhaft tragen oder ertragen kann? Was ist mit den Verzweifelten, Gestrauchelten und all jenen, die nicht auf die Beine kommen? Und was ist erst mit den Selbstmördern, an denen dieser Trost doch ganz offenbar vollkommen vorbeigegangen ist? Ich bin sicher: Sie kannten ihn nicht! Und selbst wenn sie diese Aussage schon einmal irgendwo gehört haben sollten, haben sie diese nicht wirklich verstanden, nicht integriert und nicht so tief in sich... »

  • Triage – Die Quadratur des Kreises?

    Fragen zu Leben und Tod beschäftigen Christa Schyboll

    Im Zusammenhang mit medizinischer Hilfeleistung bedeutet dies, dass bei unzureichend vorhandenen Ressourcen, eine Priorisierung vorgenommen werden muss, wem welche Art von Hilfe zum Überleben zugesprochen wird – und wer sie nicht bekommen kann, weil zu wenig Kapazität zur Gesundheits- oder Lebensrettung vorhanden ist (z.B. Beatmungsgeräte). Dabei muss der Tod eines Patienten zugunsten eines anderen Patienten in Kauf genommen werden. Nun haben eine Reihe von behinderten Menschen ein Urteil... »

  • Mütter – die Amazonen des Alltags

    Posthum zum Muttertag. Von Christa Schyboll

    Liebe Mutter, mittlerweile bin ich selbst längst Mutter und eine sehr erfahrene dazu. Jetzt kann ich also – posthum – mit Dir und Deinen Erfahrungen mitreden und uns beiden zu einem bedeutsamen Tag, dem Muttertag, gratulieren. Bedeutsam jedoch in ganz anderer Weise, als wie ihn uns eine durchsichtige Muttertags-Konsumindustrie geschickt zu verkaufen versucht. Aber wir sind ja nicht blöd. Uns Mütter degradiert sie dabei zu lächerlichen Empfangs-Marionetten, die vor Dankbarkeit für ein... »

  • Ich schenke Dir meinen Wunsch-Traum!

    Weihnachten im neuen Rhythmus wünscht sich Christa Schyboll

    Ich hätte da noch eine neue Idee fürs nächste Fest: Schenken wir uns doch Wünsche. Also echte Wünsche, die wir hegen, die uns wirklich Freude machen und die so real erfüllbar ist, dass sie auch wahr werden können. Ausnahme: Die Kinder! Die sollten erst dann in diese Idee mit einbezogen werden, wenn sie älter oder auch schon erwachsen sind und dann daran teilnehmen möchten. Wie schwierig es in unserer konsumorientierten Welt ist, noch das passende Geschenk zu finden, wissen wir alle... »

  • Kinder, Mut und Krisenbewältigung

    Wie frühes Lesen die Persönlichkeit bildet. Von Christa Schyboll

    Unsere multimediale Welt der ständigen Bilderflut droht damit, so manches Kind vom Lesen guter Bücher abzuhalten. Zu verführerisch sind all die Smartphones und Spielkonsolen, die anderes als Bücher von Kindern fordern und auch bieten. Dabei sind Kinder, die gerne lesen im Vorteil gegenüber ihren Altersgenossen. Nicht nur ihr Sprachschatz ist größer und wesentlich differenzierter, sondern auch ihre Empfindungen sind zumeist durch den Einfluss guter Geschichten geschult und verfeinert.... »

  • Zur Freiheit und der Realität des Bösen

    Nach einer Rede zu den Ahrweiler Freiheitswochen 2017. Von Christa Schyboll

    Die Schöpfung schenkte uns die Freiheit, in jeder Situation unseres Lebens Ja oder Nein zu sagen. Damit schenkte sie uns auch die Freiheit zum Lieben oder zum Töten – zum Guten oder zum Bösen. Niemand von uns kann sich zunächst dem Bösen entziehen. Es gehört zu unserer Wirklichkeit, lauert überall und strebt danach, von uns gelebt zu werden. Beweise sind nicht nur die zahllosen heißen Kriege mit all den unsäglichen Gräueltaten, die Menschen sich gegenseitig antun, sondern wir... »

  • Weihnachts- und Neujahrsbotschaft

    Fürchtet euch endlich vor der Dummheit! - Und ent-ängstigt euch durch mutiges Handeln! Von Christa Schyboll

    Damit die ersehnte Besinnlichkeit nicht nur allein in eine gewisse Betulichkeit übergeht, ist für die meisten Menschen ein innerer Kraftakt des Bewusstseins nötig. Eine nüchtern-klare Besinnung auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und eine neue Sinnstiftung sind gefordert. Dabei müssen wir unsere Handlungen aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft gedanklich mit in diesen untrennbaren Zeitenstrom hineinnehmen. Davon ist eine saubere Analyse abhängig. Jeder einzelne von uns,... »

  • Die Freude über den Schaden Anderer

    Warum empfinden Menschen Freude am Pech der Mitmenschen, fragt Christa Schyboll

    Es mag Menschen geben, denen das Gefühl der Schadenfreude unbekannt ist. Ihre Zahl dürfte überschaubar sein. Denn es hat ja Gründe, dass die Spezies Mensch dieses Gefühl im Laufe der seelisch-geistigen Evolution einmal entwickelte. Mehr Menschen jedoch wird es geben, die wahrheitswidrig behaupten würden, dieses Gefühl sei ihnen gänzlich unbekannt, wenn man sie danach befragt. Der vermutliche Grund für die Verneinung: Sie schämen sich für dieses Gefühl. Sie wollen es nicht, aber es... »

  • Geld regiert die Welt

    Fragen zum Geldsystem und der Zukunft Christa Schyboll

    Mehr und mehr Länder schaffen die Kleinmünzen ab, weil sie die Geldbörsen offenbar zu sehr belasten. Natürlich auf freiwilliger Basis für den Verbraucher. Mehr und mehr Menschen ersetzen auch durch den Einsatz von Kreditkarten das Bargeld, dessen Abschaffung ebenfalls immer lauter diskutiert wird. Vorteile und Nachteile liegen auf der Hand. Die Nachteile sind dabei besonders heftig in Zeiten von Massenmanipulationsmöglichkeiten – durch welche Gruppen auch immer. Aber Geld ist ja... »

  • Gehirnwäsche

    Was braucht man, um sich davor zu schützen, hinterfragt Christa Schyboll

    Der Begriff der Gehirnwäsche ist noch jung, die Manipulation der Menschen untereinander jedoch schon uralt. Schon immer versuchten bestimmte Gruppen oder individuelle Machthaber andere Mitmenschen für ihre Zwecke zu missbrauchen, in dem sie diese psychologisch manipulierten.Manipulation kann viele Formen annehmen; die Gehirnwäsche ist nur eine davon. Allerdings eine besonders perfide, weil sie sehr gefährlich ist. Eingesetzt werden bestimmte Psychotechniken, die sowohl über die Schiene des... »

  • Terror in friedlichen Ländern

    Warum sich auch jeder Einzelne persönliche Fragen dazu stellen sollte, hinterfragt Christa Schyboll

    Wäre das Geheimnis des Terrors allein durch eine intelligente Fragen-Antwort-Checkliste zu besiegen, wie leicht hätten wir dann Frieden in der Welt. Doch das bleibt wohl noch für lange Zeit ein Traum. Dennoch sind alle Menschen aufgerufen, eine solche imaginäre Fragen-Checkliste zu erstellen, um der Problematik tiefer und tiefer auf die Schliche zu kommen. Denn klar ist: Terror ist allein menschengemacht und kein Naturereignis. Es ist auch kein Gottesereignis, "kein Wunder" und auch kein... »

  • Freiheit, die ich meine

    Warum der Begriff der Freiheit eine Denk-Falle sein kann, erläutert Christa Schyboll

    Man mag es nicht glauben, aber nicht in allen Menschen lebt der Wunsch nach Freiheit. So manch einer zieht eine gefühlte, vermeintliche Sicherheit vor. Sei es die Sicherheit einer Partnerschaft, ein krisenfester Beruf oder ein gefahrloses Hobby, bei dem man nicht gleich an einer Unfall- oder gar Todesschwelle steht, wenn man es ausübt. Alles was unkalkulierbar ist, wird abgelehnt, auch wenn es das Maß an Freiheit eventuell minimiert. Was aber meint überhaupt der Begriff der Freiheit?... »

  • Macht Google mich dumm?

    Eine kritische Selbstbeobachtung von Christa Schyboll

    Was Google alles kann ist müßig, hier alles aufzuzählen. Es kann jedenfalls viel mehr als das, was wir in aller Regel nutzen. Vor allem ist es ein Lieferant. Nicht nur an uns, sondern auch über uns. Das geht nur, indem wir großzügig schenken: Informationen über uns, Spuren unseres Lebens, unserer Bedürfnisse, unserer Wunschäußerungen, neugierige Blicke hierhin und dorthin. Google und die Vernetzung mit den sozialen Medien, denen wir täglich frei- und hingabewillig stundenlang und... »

  • Die Macht des Gerüchtes

    Die Angst-Manipulation als Mittel zum Zweck, von Christa Schyboll

    Wir alle kennen nicht nur Gerüchte, sondern finden sie manchmal auch spannend. Nicht selten geben wir sie deshalb auch weiter, weil sie etwas in uns bewegen oder uns in irgendeiner Form anregen oder aufregen. Wir möchten es mit anderen teilen. Da begegnen uns dann in den sozialen Medien beispielsweise Tote, die niemals verstarben, weil es sie nicht einmal gab. Oder es gibt angebliche Vergewaltigungen als Schutzbehauptung, weil ein Teenager sich nicht nach Hause traute. Nur zwei von vielen... »

  • Trotzphase und Würde des Kindes

    Wo ist die Grenze der Gewalt in der Kleinkinderziehung, fragt Christa Schyboll

    Man stelle sich vor: Ein dreijähriger Knirps ist gerade in seiner Trotzphase. Er ist gut entwickelt, verfügt über ein intaktes Gehör und hat ein liebevolles Elternhaus. Die Welt will aber nun von ihm ausgetestet werden. Das macht er zwar nicht bewusst, dafür aber umso heftiger. Wo sind die Grenzen, die man ihm zieht? … Grenzen? Paaahh! Die Familie möchte verreisen. Es gibt eine klare Ansage für alle, wann es los geht. Der Knirps mauert, trotzt. Er will partout nicht von zuhause weg.... »

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