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Elias Canetti

schweizerischer Schriftsteller (1905 - 1994)

24 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Man hat kein Maß mehr, für nichts, weil das Menschenleben nicht mehr Maß ist.

  • Der Weg zur Wirklichkeit geht über Bilder.

  • Ein Befehl ist wie ein Pfeil. Er wird abgeschossen und trifft.

  • Erfolg hört nur auf Applaus. Für alles andere ist er taub.

  • Wer nicht merkt, daß er denkt, wenn er denkt, ist reif für eine Denkpause.

  • Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der die Macht attackiert hat, ohne sie für sich zu wollen.

  • Es ist hoffnungsvoll, daß die ganze Erde so heißt wie jedes Stück von ihr.

  • Kriege werden um ihrer selbst willen geführt. Solange man sich das nicht zugibt, werden sie nie wirklich zu bekämpfen sein.

  • Die großen Aphoristiker lesen sich so, als ob sie alle einander gut gekannt hätten.

  • Von einem bestimmten Alter an erscheint jeder kluge Mensch gefährlich.

  • Die erste Wirkung einer Anpassung an andere ist, dass man langweilig wird.

  • Der geheime Groll alles dessen, das man hätte kennen können und nie gekannt hat.

  • Man liebt als Selbsterkenntnis, was man als Anklage hasst.

  • Der Erfolgreiche hört nur noch Händeklatschen. Sonst ist er taub.

  • Er möchte ganz von vorn beginnen. Wo ist vorn?

  • Es genügt nicht zu denken, man muss atmen. Gefährlich die Denker, die nicht genug geatmet haben.

  • Wenn jeder Mensch ahnte, von wie vielen er durchschaut wird!

  • Überall, zwei Schritte von deinen täglichen Wegen, gibt es eine andere Luft, die dich zweifelnd erwartet.

  • Die furchtbarste Masse, die sich denken ließe, wäre eine aus lauter Bekannten.

  • Die Menschheit als Ganzes wird sich nie wieder bescheiden können.

  • Warum sind nicht mehr Leute aus Trotz gut?

  • Nur ein Bild kann einem ganz gefallen, aber nie ein Mensch. Der Ursprung der Engel.

  • Alles, was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe.

  • Man kann einem Menschen nichts Böseres tun, als sich ausschließlich mit ihm zu beschäftigen.

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