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Franz Werfel

österreichischer Schriftsteller (1890 - 1945)

11 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Jeder Mensch ist eine Melodie. Lieben heißt: sie innehaben. Ich bin für dich, du bist für mich ein Lied.

  • Fremdsein ist eine gewaltiges Handwerk, das Fleiß und Fertigkeit erfordert.

  • Der Trick der Schöpfung ist satanisch witzig. / Das Weib bleibt vorher kühl, der Mann ist hitzig. / Sie glüht nachher und er sieht auf die Uhr. / So stirbt Betrug nicht aus und nicht Natur!

  • Zwischen zu früh und zu spät liegt immer nur ein Augenblick.

  • Wenn alle Wege verstellt sind, bleibt nur noch der nach oben.

  • Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

  • Religion ist das unaufhörliche Zwiegespräch der Menschheit mit Gott. Kunst ist ihr Selbstgespräch.

  • Wer nicht in einem unerbittlichen Institut aufgewachsen ist, wird sein Lebtag die Bedeutung des Wortes »Sonntag« nicht ermessen. Sonntag, das ist der Tag, wo die erdrosselnde Hand der Angst um den Hals sich lockert, Sonntag, das ist ein Erwachen ohne den bangen Brechreiz, Sonntag, das ist der Tag ohne Prüfung, Strafe, erbitterten Lehrerschrei, der Tag ohne Schande, ohne zurückgewürgte Tränen, Erniedrigungen, der Tag, da man in einem süßen Glockenmeer erwacht.

  • Gott verzeiht nicht, was die Menschen verzeihen. Die Menschen verzeihen nicht, was Gott verzeiht.

  • Recht ist der Schutz des Menschen vor dem Menschen durch den Menschen um Gottes willen.

  • Was wir Aberglauben nennen, das ist oft nur das Zittern und Wallen der erwärmten Luft um die aufrechte Flamme des Glaubens.

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