Zeigt sich der Glückliche mir, ich vergesse die Götter des Himmels; / aber sie stehn vor mir, wenn ich den Leidenden seh'.
Zu ernst hat's angefangen, um in Nichts zu enden.
Zu weit getrieben, / verfehlt die Strenge ihres weisen Zwecks, / und allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.
Zu überzeugen / fällt keinem Überzeugten schwer. /
Zum Philosophieren ist schon der halbe Mensch genug, und die andre Hälfte kann ausruhen; aber die Musen saugen einen aus.
Zum Werke, das wir ernst bereiten, / Geziemt sich wohl ein ernstes Wort. / Wenn gute Reden sie begleiten, / Dann fließt die Arbeit munter fort.
Zur Hölle, in den tiefsten Schlund hinab / mit diesen Ungeheuern der Natur, / die kalt und herzlos nur sich selber lieben!
Zuvieles Loben, weiß ich wohl, macht dem, / der edel denkt, den Lober nur zuwider.
Zwang erbittert die Schwärmer immer, aber bekehrt sie nie.
Zwei sind der Wege, auf welchen der Mensch zur Tugend emporstrebt; / schließt sich der eine dir zu, tut sich der andre dir auf. / Handelnd erringt der Glückliche sie, der Leidende duldend. / Wohl ihm, den sein Geschick liebend auf beiden geführt!
Zweierlei gehört zum Poeten und Künstler: Daß er sich über das Wirkliche erhebt und daß er innerhalb des Sinnlichen stehenbleibt.
Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden / bleibt dem Menschen nur die bange Wahl; / auf der Stirn des hohen Uraniden / leuchtet ihr vermählter Strahl.
Zürne der Schönheit nicht, daß sie schön ist, daß sie verdienstlos, / wie der Lilie Kelch, prangt durch der Venus Geschenk! / Laß sie die Glückliche sein! Du schaust sie, du bist der Beglückte.