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Gerhard Szczesny

deutscher Schriftsteller, Philosoph, Publizist und Journalist (1918 - 2002)

12 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Keine andere Tätigkeit kann soviel Spannung und Aggressivität abbauen wie die in Körperbewegung umgesetzte Musik.

  • Die Welt hat soviele Mittelpunkte, als es Menschen gibt.

  • Es gibt den Revolutionär, den Söldner und Abenteurer, der vor privaten Lebensproblemen in ein Kollektiv, in den Dienst einer Institution oder Idee flieht. Er ist damit den Schwierigkeiten eines Lebens mit einer Familie, den Anforderungen eines Berufes und selbständiger alltäglicher Entscheidungen enthoben.

  • Die großen Übel in dieser Welt sind nicht die Folgen böser Absichten, sondern die Folgen eines unbegrenzten Willens zum Guten.

  • Alle Utopisten scheitern an dem simplen Faktum, daß sie zwar logisch funktionierende Systeme vollkommener Gerechtigkeit und Freiheit ausdenken, aber nicht zugleich einen perfekten Menschen herstellen können, für den allein ein solches System erstrebenswert wäre und der allein es funktionsfähig machen könnte.

  • Aufgeklärt sein heißt: Sich vor sich selbst nicht ängstigen.

  • Nach "rechts gehören alle Ideologien und Programme, die entschlossen sind, sich zur Aufrechterhaltung der bestehenden oder zur Durchsetzung einer neuen Ordnung über das konkrete Wohl der konkreten Mitglieder einer Gesellschaft hinwegzusetzen. Als "links" wären nur solche Forderungen zu bezeichnen, die die tatsächliche Existenzverbesserung, Bewußtseinserweiterung, Entfaltungsfreiheit des tatsächlich hier und heute lebenden Menschen im Sinne haben. Dort, wo die Linke die Durchsetzung eines...

  • Die Überlegenheit der Demokratie allen autoritären und totalitären Systemen gegenüber beruht auf dieser Unabgeschlossenheit, die ein kontinuierliches und elastisches Sichanpassen an die allgemeinen Umwandlungsprozesse erlaubt.

  • Wie die Geschichte der Kartellgesetzgebung zeigt, führt der sich selbst überlassene Kapitalismus in der Endphase zur Aufhebung gerade des Prinzips, das ihn legitimieren soll: Die Monopole, nicht der Markt bestimmt Angebot und Nachfrage. So kommt der Staat schließlich in die Lage, das Prinzip des Leistungswettbewerbs gegen den Kapitalismus verteidigen zu müssen.

  • Die Welt der jugendlichen Neolinken ist die alte romantische Welt des Knabenalters: Sie wollen spielen oder spektakuläre Taten tun, nicht aber acht Stunden täglich an einer Maschine stehen, an einem Schreibtisch sitzen, irgendeine banale und mühselige Kleinarbeit verrichten.

  • Es muß Menschen und Menschengruppen geben, die ohne Rücksicht auf materielle Umstände alle Möglichkeiten der Verfeinerung der Geschmackskultur erproben und repräsentieren können, um Maßstäbe zu setzen, Anreize zu geben und auch die Schaulust zu befriedigen.

  • Wenn wir die bisherige Menschheitsgeschichte, insbesondere die Geschichte unserer eigenen Zivilisation betrachten, so ist eines der auffälligsten Merkmale das Mißverhältnis zwischen den von Religionsstiftern, Philosophen und Staatsmännern postulierten Idealen und der von solchen Idealen nur wenig geprägten Realität.

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