TOPZufallszitatVolltexteGedankensplitterReligionen
Anzeige

Jean Giraudoux

französischer Diplomat und Schriftsteller (1882 - 1944)

17 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Am Vorabend eines Krieges pflegen zwei führende Staatsmänner von zwei im Streit befindlichen Völkern allein in einem harmlosen Dorf, auf einer Terrasse am Ufer eines Sees oder in der Ecke eines Gartens zusammenzutreffen. Ab und zu weht eine leichte Brise. Sie sind einer Meinung, daß der Krieg die ärgste Geißel auf der Welt ist. Und beide, während sie die Reflexe auf den Fluten betrachten, während Magnolienblätter auf ihre Schultern fallen, sind friedlich, bescheiden, loyal. Sie...

  • Der Glaube an Gott ist wie der ewige Beginn einer Liebe: Schweigen.

  • Auf den Schlachtfeldern herrscht gegenseitige Achtung. Der Haß staut sich dafür in den Schulen, den Salons und bei den Krämern.

  • Wer seinen Willen durchsetzen will, muß leise sprechen.

  • Die Liebe ist der Wunsch, geliebt zu werden.

  • Die Unschuld eines Wesens ist die vollkommene Angepaßtheit an seine Welt.

  • Eine Frau ist ein Wesen, das selbst gefunden hat.

  • Die Bestimmung Frankreichs ist, der Welt lästig zu fallen.

  • Wenn sich aber das Schicksal seit Jahren zwei Völker ausersah, wenn es beiden dieselbe Anwartschaft auf erfinderischen Geist und auf Vorherrschaft eröffnete, wenn es, wie vorhin, uns beiden auf der Waagschale kostbare Gewichte, die aber völlig verschieden wiegen, zuerteilte, um die Freude, das Gewissen und die Natur selbst zu werten, wenn es dem einen wie dem anderen durch seine Architekten, Dichter, Maler ein Königreich von Inhalten, Tönen und Nuancen geschenkt hat, das dem anderen...

  • Die Rede auf die Gefallenen des Krieges ist ein heuchlerisches Plädoyer zugunsten der Lebenden.

  • Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit.

  • Man erkennt den Irrtum daran, daß alle Welt ihn teilt.

  • Die Leute haben Mitleid mit anderen nur in dem Maß, wie sie Mitleid mit sich selbst hätten.

  • Das Gefühl vollständiger Ebenbürtigkeit, das Gefühl der seelischen und physischen Gemeinschaft mit allen Rassen und Arten, das ist Unschuld.

  • In der Katastrophe nimmt sich das Unheil nur selten die Zeit, um für unser Gesicht die rechte Maske zu liefern.

  • Wer noch die Kraft hat zu lieben oder wer die Schönheit hat, dem obliegt es nicht, zu erläutern, was Liebe und Schönheit ist.

  • Ich weiß über die Gefühle anderer Menschen nicht gerne Bescheid. Nichts, was einen mehr hemmt.

Anzeige