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Dichter Zitate

126 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Dichter

  • Wer das Dichten will verstehen, / muß ins Land der Dichtung gehen; / wer den Dichter will verstehen, / muß in Dichters Lande gehen.

  • Zart Gedicht wie Regenbogen / wird nur auf dunklen Grund gezogen. / Darum behagt den Dichtergenie / das Element der Melancholie.

  • Der Schmerz macht Hühner und Dichter gackern.

  • Edle Sänger dürfen / nicht ungeehrt von meinen Hofe ziehn. / Sie machen uns den dürren Zepter blühn, / sie flechten den unsterblich grünen Zweig / des Lebens in die unfruchtbare Krone, / sie stellen herrschend sich den Herrschern gleich, / aus leichten Wünschen bauen sie sich Throne, / und nicht im Raume liegt ihr harmlos Reich. / Drum soll der Sänger mit dem König gehen, / sie beide wohnen auf der Menschheit Höhen.

  • Bedeutende Menschen haben ihre besten Werke fast immer nach Beendigung einer großen Leidenschaft geschrieben. Nach vulkanischen Ausbrüchen ist die Erde am fruchtbarsten.

  • Dichter kennen berühmte Gegenden, ohne dort gewesen zu sein.

  • "Wenn du im Land der Träume dich verweilet", / versetzt der Gott, "so hadre nicht mit mir! / Wo warst du denn, als man die Welt geteilet?" / "Ich war", sprach der Poet, "bei dir."

  • Die meisten Dichter verstehen von Literatur nicht mehr als Vögel von Ornithologie.

  • Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten.

  • Frei will ich sein im Denken und im Dichten; / im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.

  • Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, / gab mir ein Gott, zu sagen, wie ich leide.

  • Als die einfachste und richtigste Definition der Poesie möchte ich diese aufstellen, daß sie die Kunst ist, durch Worte die Einbildungskraft ins Spiel zu setzen.

  • Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.

  • Reime sind Schleifen an Cupidos Hose.

  • Wenn das Talent es versagt, schmiedet Entrüstung den Vers.

  • Ein Schwert sollt Ihr mir auf den Sarg legen; denn ich war ein braver Soldat im Befreiungskriege der Menschheit.

  • Schreibe mit Blut, und du wirst erfahren, daß Blut Geist ist!

  • Wenn einer singen lernen will, sind ihm alle diejenigen Töne, die in seiner Kehle liegen, natürlich und leicht. Die anderen aber, die nicht in seiner Kehle liegen, sind ihm anfänglich äußerst schwer. Um aber ein Sänger zu werden, muß er sie überwinden; denn sie müssen ihm alle zu Gebote stehen. Ebenso ist es mit einem Dichter. Solange er bloß seine wenigen subjektiven Empfindungen ausspricht, ist er noch keiner zu nennen; aber sobald er die Welt sich anzueignen und auszusprechen...

  • Der Dichter fischt im Strom, der ihn durchfließt.

  • Gute Künstler leben nur in ihren Werken, und sie sind daher als Persönlichkeit völlig uninteressant. Ein großer Dichter, ein wirklich großer Dichter, ist das unpoetischste Wesen von der Welt, aber untergeordnete Dichter sind höchst anziehend. Je schlechter ihre Reime sind, um so malerischer sehen sie selber aus.

  • Des Dichters Aug', in schönem Wahnsinn rollend, / blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd' hinab, / und wie die schwang're Phantasie Gebilde / von unbekannten Dingen ausgebiert, / gestaltet sie des Dichters Kiel, benennt / das luft'ge Nichts und gibt ihm festen Wohnsitz.

  • Neuere Poeten tun viel Wasser in die Tinte.

  • Vielleicht hält ein höheres Geschlecht von Geistern unsere Dichter wie wir die Nachtigallen und Kanarienvögel: Ihr Gesang gefällt ihnen eben deswegen, weil sie keinen Verstand darin finden.

  • Nur einen Sommer gönnt, Ihr Gewaltigen, / und einen Herbst zu reifem Gesange mir, / daß williger mein Herz, vom süßen / Spiele gesättigt, dann mir sterbe! / Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht / nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht. / Doch ist mir einst das Heilge, das am / Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen, / / / willkommen dann, o Stille der Schattenwelt! / Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel / mich nicht hinabgeleitet. Einmal / lebt ich wie Götter,...

  • Wenn die Natur des Fadens ewge Länge, / gleichgültig drehend, auf die Spindel zwingt, / wenn aller Wesen unharmonsche Menge / verdrießlich durcheinanderklingt: / Wer teilt die fließend immer gleiche Reihe / belebend ab, daß sie sich rhythmisch regt? / Wer ruft das Einzelne zur allgemeinen Weihe, / wo es in herrlichen Akkorden schlägt? / Wer läßt den Sturm zu Leidenschaften wüten? / Das Abendrot im ernsten Sinne glühn? / Wer schüttet alle schönen Frühlingsblüten / auf der Geliebten...

  • Alfons: Dich führet alles, was du sinst und treibst, / rief in dich selbst. Es liegt um uns herum / gar mancher Abgrund, den das Schicksal grub; / doch hier in unserm Herzen ist der tiefste, / und reizend ist es, sich hinabzustürzen. / Ich bitte dich, entreiße dich dir selbst! / Der Mensch gewinnt, was der Poet verliert. / Tasso: Ich halte diesen Drang vergebens auf, / der Tag und Nacht in meinem Busen wechselt. / Wenn ich nicht sinnen oder dichten soll, / so ist das Leben mir kein Leben...

  • Doch uns gebührt es, unter Gottes Gewittern, / ihr Dichter! mit entblößtem Haupte zu stehen, / des Vaters Strahl, ihn selbst, mit eigner Hand / zu fassen und dem Volk, ins Lied / gehüllt, die himmlische Gabe zu reichen.

  • Wenn es Mäzene gibt, lieber Flaccus, dann fehlen auch Vergile nicht.

  • Wer einen Dichter recht verstehen will, muß seine Heimat kennen.

  • Goethe ist der deutschen Nation gar nicht der Dichterei usw. wegen gegeben, sondern daß sie aus seinem Leben einen ganzen vollen Menschen von Anfang bis zum Ende kennenlerne. Keinem anderen Volk ist je ein solches Geschenk von den Himmlischen gemacht worden.

  • Der Dichter ist eine Welt, eingeschlossen in einen Menschen.

  • Der Dichter ist das Herz der Welt.

  • Gegen Goethe bin ich und bleibe ich ein poetischer Lump.

  • In den Dichtern träumt die Menschheit.

  • Die meisten Poeten kommen erst nach ihrem Tode zur Welt.

  • Jeder große Dichter mit reger Phantasie ist schüchtern. Das heißt, er scheut die Menschen wegen der Unterbrechungen und Störungen, die sie in seine köstlichen Träumereien hineintragen.

  • Umsonst nicht hat zum Schmuck der Musen Chor / den unfruchtbaren Lorbeer sich erwählt. / Kalt, frucht- und duftlos drücket er das Haupt, / dem er Ersatz versprach für manches Opfer. / Gar ängstlich steht sich's auf der Menschheit Höhn, / und ewig ist die arme Kunst gezwungen, / zu betteln von des Lebens Überfluß!

  • Äschylus focht bei Marathon, Sophokles tanzte als Knabe in Salamis am Freiheitsfeste im Chor um die persische Beute, und Euripides wurde in Salamis am Tage der Schlacht geboren. Die Weltgeschichte hat keine Tage mehr wie diese. Die Dichter machten nicht die Zeit, sondern die Zeit machte die Dichter.

  • Dichtung ist nichts anderes als konzentrierter Einsatz von Leben.

  • Des Himmels Lampen löschen mit dem letzten Dichter aus.

  • Der Dichter steht auf einer höhern Warte / als auf den Zinnen der Partei.

  • Der Dichter ist das Sprachrohr der Ratlosigkeit seiner Zeit.

  • Das poetische Talent entsteht in lebhaften Seelen aus der Unfähigkeit, etwas verstandesmäßig zu bewältigen.

  • Wer in der Weltgeschichte lebt, / dem Augenblick soll er sich richten? / Wer in die Zeiten schaut und strebt, / nur der ist wert, zu sprechen und zu dichten.

  • Sie werden stets bemerken, daß auch das Leben für seine Geschichten nur selten einen ordentlichen Schluß zustande bringt. Mir scheint, es ist sich dieses Mangels an Talent bewußt und hat deshalb die Dichter erfunden, damit sie es besser machen und einen Sinn hineinbringen.

  • Die Poeten sollten immer nur durch Geschenke belohnt, nicht besoldet werden; es ist eine Verwandtschaft zwischen den glücklichen Gedanken und den Gaben des Glücks: Beide fallen vom Himmel.

  • Die Aufgabe eines Dichters besteht ja hauptsächlich darin, zu sehen, nicht zu reflektieren.

  • Die Dichter gleichen den einsamen Botenläufern, die morgens in aller Winterfrühe, wenn noch kaum die Hähne gekräht haben, auf den nachts verschütteten Wegen die ersten Fußstapfen wieder eindrücken müssen.

  • Wenn noch die bornierte Masse höhere Menschen verfolgte! Nein! Ein Begabter und ein Talent verfolgt das andere. Platen ärgert Heine und Heine Platen, und jeder sucht den andern schlecht und verhaßt zu machen, da doch zu einem friedlichen Hinleben und Hinwirken die Welt groß und weit genug ist, und jeder schon an seinem eigenen Talent einen Feind hat, der ihm hinlänglich zu schaffen macht.

  • Der Dichter wird als Mensch und Bürger sein Vaterland lieben, aber das Vaterland seiner poetischen Kräfte und seines poetischen Wirkens ist das Gute, Edle und Schöne, das an keine besondere Provinz und an kein besonderes Land gebunden ist und das er ergreift und bildet, wo er es findet. Er ist darin dem Adler gleich, der mit freiem Blick über Ländern schwebt und dem es gleichviel ist, ob der Hase. auf den er hinabschießt, in Preußen oder in Sachsen läuft.

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