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Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

deutscher klassischer Philologe, Numismatiker und Schriftsteller (1764 - 1847)

18 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Die meisten Menschen treiben die Religion, wie man ein Handwerk treibt; sie ist aber durchaus eine freie Kunst.

  • Markus träumte vorlängst, er habe gelaufen. Nun schläft der / Faule nicht mehr, weil ihm bangt, ähnliche Träume zu sehn.

  • Es ist eben nichts Seltenes, daß einer seine Ehre für ein Ehrenzeichen verkauft.

  • Die wahre Herzensgüte nährt sich an dem Guten, das sie Andern thut. Der Gut liebt den, welchem er Gutes erweist; wie der Böse den haßt, dem er Unrecht zugefügt hat.

  • Das Alter will den Menschen vom Leben entwöhnen wie die Amme das Kind von der Brust, durch allmähliches Entziehen.

  • Nichts ist so hart, so trocken, so eng als ein Herz, das in allen Dingen nur sich liebt.

  • Der Armut fehlt einiges, / Der Habsucht alles.

  • Wohltätigkeiten, die der Undank auslösen kann, ist keine Tugend, sondern wie ein schlechter und lockerer Zunder, auf den die Eitelkeit einen Funken geworfen hat, der eben so schnell erlöscht, als er gezündet hat.

  • Der Ehestand ist die Grundlage der Sitten, er nährt und erhält sie, erweckt und erleichtert die Tugend. Unzählige Opfer der Selbstsucht, an die der Hagestolze kaum denkt, und die er sich nicht zumutet, werden von dem Hausvater mit Freudigkeit dargebracht um Frau und Kinder willen.

  • Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum, der weder Früchte noch Schatten gibt.

  • Geduld ist die Pforte der Freude.

  • Das mütterliche Herz folgt den Kindern, wenn sie von dannen ziehen und der Segen der Mutter waltet über ihnen vom Morgen bis zum Abend; sie träumt von ihnen und in schlaflosen Nächten betet sie für sie.

  • Der einzige ihm angemessene Ort, den Gott auf Erden findet, ist eine reine Seele.

  • Der Glaube des Menschen an sich hängt von seinem Glauben an Gott ab.

  • Nur, was schön, ist lieb; was nicht schön, mangelt der Liebe.

  • Nackt einst kam ich zur Welt, nackt wandel' ich unter die Erde. / Solch ein nacktes Geschick ist es der Mühen wohl werth?

  • Kümmre dich nicht, wenn fern von dem heimischen Lande der Tod ruft! / Wo du auch seyst, Ein Wind führt zum Hafen der Ruh.

  • Genuss heißt Leben. Hinweg denn, / Sorgen! Die Zeit ist kurz für den Sterblichen.

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