TOPZufallszitatVolltexteGedankensplitterReligionen
Anzeige

Immanuel Gottlieb Kolb

württembergischer Pädagoge und Pietist (1784 - 1859)

25 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Was man innerlich überwinden kann, das braucht man niemand zu sagen. Womit man aber nicht fertig werden kann, das soll man einem andern mittheilen, damit er helfe tragen und beten.

  • Suche du der Kleinste im Hause zu werden, so ziehst du eine Macht an, daß du herrschen kannst, ohne daß du es begehrst.

  • Viele lassen wohl ihren Willen zerbrechen, aber nicht zerreiben, und dann wächst er wieder zusammen.

  • Sei freundlich gegen jedermann, vertraulich gegen Wenige.

  • So viel Verderbensfähigkeit in dir ist, so viel ist aus Verherrlichungsmöglichkeit in dir.

  • Die Sünde ist wie ein Dieb; sie lockt uns heraus in die Sinnlichkeit, dann sind wir schon beraubt und bestohlen.

  • Es ist kein gutes Zeichen, wenn einem die Wahrheit zu scharf ist.

  • Andere können uns heruntersetzen; aber demüthigen kann uns nur die Gnade.

  • Wenn man sich durch seine gemachten Fehltritte und Verirrungen nur witzigen läßt, so ist es das Lehrgeld schon werth.

  • Wenn Einen die Menschen zu weit heruntersetzen und man erleidet es, dann legt sich Gott darein.

  • Man setzt oft etwas durch, wenn man Recht zu haben glaubt; aber die nachherige Ruhe oder Unruhe ist der Prüfstein.

  • Tägliche Abrechnung ist nöthig, damit man alle Morgen wieder frisch anfangen kann.

  • Gott thut alles um seines Namens und um seiner Ehre willen, und das Geschöpf hat es dann zu genießen

  • Nichts fällt so schwer auf unsere Schultern zurück, als wie ein abgeworfenes Kreuz.

  • Wer sich beherrscht, braucht sonst nichts zum Beherrschen; er hat genug an sich, kein Herrscher hat ein so großes Reich.

  • Oft sucht man den Fehler bei anderen anstatt bei sich. Und fehlen ist ein Zeitwort; das kann man konjugieren. Da fange ich allemal an: Ich fehle.

  • Das Feuer brennt — die Liebe aber löscht.

  • Wer sein Edles zu verbergen weiß, der ist groß.

  • Ein einziger Tag wahrer Treue kann in jener Welt tausend Jahre Seligkeit nach sich ziehen.

  • Einen Fehler, den man selbst gerne macht, und eine Leidenschaft, deren man selbst noch nicht los ist, entschuldigt man gerne an andern — aus Mitleiden mit sich selbst.

  • Wer Langeweile hat oder Zeitvertreib sucht, bei dem steht es nicht gut, weil unsere Zeit eine Gnadenzeit ist.

  • Wenn wir recht sind, so ist auch der Ort recht, wo wir sind, — so ist alles recht.

  • Wenn man einen Menschen bloß lobt und sein Gutes hervorhebt, oder ihn bloß tadelt und sein Schlimmes hervorhebt, so thut man ihm beidemal Unrecht.

  • Wenn es bei Eheleuten so steht, daß der Mann an Gottes Statt da ist und das Weib an der Stelle der Weisheit, dann ist es herrlich.

  • Wir leben in der glücklichsten oder unglücklichsten Zeit, je nachdem wir sie dazu machen.

Anzeige