Anzeige

Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher

deutscher Philosoph und Theologe (1768 - 1834)

26 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann uns das genügen, daß sie in unsere Fußstapfen treten; sondern die Kinder sollten besser werden, als die Eltern waren, und so ein jedes heranwachsende Geschlecht sein erziehendes übertragen zu seiner Zeit.

  • Die Religion ist das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit.

  • Lieben - das heißt Seele werden wollen in einem anderen.

  • Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.

  • Praxis ist Kunst, Spekulation ist Wissenschaft, Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche.

  • Nimm mir ein Nu, / so bleib ich ein Nu.

  • Merke auf den Sabbat deines Herzens, daß du ihn feierst, und wenn sie dich halten, so mache dich frei oder gehe zugrunde!

  • Selbstliebe ist nur insofern sittlich, als sie alle andere Liebe in sich schließt.

  • Du sollst dir kein Ideal machen, weder eines Engels im Himmel, noch eines Helden aus einem Gedicht oder Roman, noch eines selbstgeträumten oder phantasierten, sondern du sollst einen Mann lieben, wie er ist; denn die Natur, deine Herrin, ist eine strenge Gottheit, welche die Schwärmerei der Mädchen heimsucht bis ins dritte und vierte Zeitalter ihrer Gefühle.

  • Du sollst keine Ehe schließen, die gebrochen werden muß.

  • Die Kinder sollen besser werden, als die Eltern waren, und so ein jedes heranwachsende Geschlecht sein erziehendes überragen.

  • Es ist billig, daß die Politiker Schlendrianisten sind, weil der größte Teil der Menschen es auch ist, und der Staat den Charakter der Masse aussprechen soll.

  • Du sollst nicht geliebt sein wollen, wo du nicht liebst.

  • Wunder ist nur der religiöse Name für Begebenheit.

  • Wahre Wissenschaft ist vollendete Anschauung.

  • Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern der welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte.

  • Sorge Dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, Dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in Dir zu tragen.

  • Ein leeres Vorurteil ist das Alter, die schnöde Frucht von dem tollen Wahn, dass der Geist abhänge vom Körper.

  • Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.

  • Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille.

  • Soll der Knoten der Geschichte so auseinander gehn? das Christenthum mit der Barbarei, und die Wissenschaft mit dem Unglauben?

  • Es stößt die Freiheit an der Freiheit sich, und was geschieht, trägt der Beschränkung und Gemeinschaft Zeichen.

  • Nur was ich selbst hervorgebracht und immer wieder aufs Neue mir erwerbe, ist für mich Besitz.

  • Die Fantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines Jeden.

  • Die Phantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines jeden.

  • Keine Bildung ohne Liebe, und ohne eigne Bildung keine Vollendung in der Liebe; eins das andere ergänzend - beides unzertrennlich fort.

Anzeige