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Johann Jakob Engel

deutscher Schriftsteller (1741 - 1802)

14 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wir können gegen den Tyrannen, das Schicksal, nichts; aber gegen die Sirene, die Sinnlichkeit, Alles.

  • Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Haß.

  • Laßt die Menschen, nur Ein Menschenalter hindurch, nicht mehr laut mit einander denken dürfen; und seid gewiß, sie haben ihre Denkkraft verloren.

  • Um ruhig zu sein, muß der Mensch nicht denken, sondern träumen.

  • Wünsche können ohne Kraft und Talent sein, aber nie sind Kraft und Talent ohne Wünsche.

  • Die kleinste Quelle kann in ihrem Laufe der Zuflüsse so viele aufnehmen, daß sie zum wilden, verheerenden Strom wird, und der unbedeutendste Sittenfehler kann durch alle, die sich nach und nach ihm zugesellen, in die gehässigsten, verderblichsten Laster führen.

  • Das Denken gibt uns ein so reines und so lebhaftes Vergnügen, daß, wer es nur einmal in seinem Leben gekostet hat, es nie wieder entbehren kann.

  • Die schönste Antwort auf Verleumdung ist, daß man sie stillschweigend verachtet.

  • Die Ideen entzünden einander, wie die electrischen Funken.

  • Jedes, auch das verächtlichste Tier, sobald es mir als aufmerksame Mutter erscheint, ist mir gleich so achtungswürdig.

  • Der Arzt verzweifelt nur dann, wenn der Kranke nicht mehr fühlt, dass er leidet.

  • Eine beschämende Antwort gehört auf eine vorwitzige Frage.

  • Redensarten sind gleichsam das Kleid der Gedanken.

  • Es giebt unter den Menschen viele solcher Charaktere, in denen sich zwei entgegengesetzte Eigenschaften vereinigen.

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