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Robert Edler von Musil

österreichischer Schriftsteller (1880 - 1942)

19 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Denn die erste Leidenschaft des erwachsenden Menschen ist nicht Liebe zu der einen, sondern Haß gegen alle.

  • Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee zur Verfügung haben und sich deshalb die Welt in der Weise unterwerfen, dass sie sie in ein System sperren.

  • Ein Garten ist eine Kunstnatur.

  • Schreiben ist eine besondere Form des Schwätzens.

  • Der Wunsch ist ein Wille, der sich nicht ganz ernst nimmt.

  • Es gibt vielleicht auf der ganzen Welt kein anderes Mittel, ein Ding oder Wesen schön zu machen, als es zu lieben.

  • Die Mathematik ist Tapferkeitsluxus der reinen Ratio.

  • Daß mittels der wählenden Demokraten der Wille eines Volkes ermittelt werden könne, ist natürlich eine Täuschung. Aber sieht man den Versuch vor sich, die Fragen divergierender Interessen nicht mit Messer und Pistole, sondern mittels einer Abstimmung zu entscheiden, so ist das natürlich doch ein humaneres und gesitteteres Verfahren.

  • Das österreichische Antlitz lächelte, weil es keine Muskeln mehr im Gesicht hatte.

  • Unsere Zeit ist eine Zeit der Erfüllung, und Erfüllungen sind immer Enttäuschungen.

  • Wer nicht weiß, was er selber will, muß wenigstens wissen, was die anderen wollen.

  • Ideale haben merkwürdige Eigenschaften, unter anderem die, daß sie in ihr Gegenteil umschlagen, sobald man sie verwirklicht.

  • Ein bißchen Furcht vor etwas Bestimmtem ist gut. Sie dämpft die viel größere Furcht vor etwas Unbestimmtem.

  • Man kann nur lieben, wenn man religiös ist.

  • Alles, was wir denken, ist entweder Zuneigung oder Abneigung.

  • Die wissenschaftliche Ästhetik sucht nach dem Universalziegel, aus dem sich das Gebäude der Ästhetik errichten ließe. Für uns ist aber Kunst das, was wir unter diesem Namen vorfinden.

  • Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

  • Vereine fördern die Bestrebungen ihrer Mitglieder und stören die der anderen.

  • Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.

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