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Staatsmann Zitate

29 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Staatsmann

  • Die Staatsleitung also jener Männer, eines Themistokles und der anderen, die Anytos eben nannte, hatte nichts mit Weisheit zu tun und ging nicht von weisen Männern aus. Darum sind sie auch nicht imstande, andere zu ihresgleichen zu machen; denn ihre Bedeutung beruht nicht auf Wissen. Wenn aber nicht auf Wissen, so bliebe nur die Treffsicherheit in wahrer Meinung übrig. Diese also wäre, was die Staatsmänner befähigt, die Staatsgeschäfte richtig zu führen, wobei sie, was das Verhältnis...

  • Napoleon war mit erstaunlich großen Fähigkeiten ausgestattet, aber er hat seine Mission nicht verstanden; denn seine moralische Kraft war zu gering, gleich Null. Er konnte sein Glück nicht mit Mäßigung, sein Unglück nicht mit Würde tragen, und eben weil ihm die moralische Kraft fehlte, hat er das Unglück Europas und sein eigenes verschuldet.

  • Die großen und glänzenden Taten, welche das Auge blenden, werden von den Politikern als die Wirkungen großer Pläne hingestellt, obwohl sie gewöhnlich nichts anderes sind als die Wirkungen von Launen und Leidenschaften.

  • Staatsmänner sind wie Chirurgen: Ihre Irrtümer sind tödlich.

  • Wir alle geben zu, daß der Tüchtigste und von Natur Trefflichste herrschen sollte und daß allein das Gesetz herrsche und der aus der Vernunft entspringende Gedanke.

  • Dadurch unterscheidet sich der vorausdenkende Staatsmann von dem schwatzenden Pöbel oder der Leidenschaft der Partei, daß er die Elemente der Gefahr von ferne erkennt und ihnen vorzubeugen versucht.

  • Von einem Staatsmann in erster Linie "Konsequenz'' zu verlangen, heißt ihm die Freiheit nehmen, sich nach den wechselnden Bedürfnissen des Staates, dem veränderten Verhalten des Auslandes oder nach sonstigen wichtigen Gründen zu entscheiden.

  • Es ist schwer, in großen Weltgeschäften ein ruhiges Gewissen zu behalten.

  • Keiner sollte ein Land zu regieren wagen, der es nicht für einige Zeit von außen gesehen hat.

  • Die Staatsweisheit ist verschieden von Staatsklugheit; dieser ist jedes Mittel gleichviel, das zum Zweck führt, jener aber sind es nur richtige Mittel zu heiligen Zwecken.

  • Neigung zum Erhalten und Geschicklichkeit zum Verbessern sind die beiden Elemente, deren Vereinigung in meinen Augen den Charakter des großen Staatsmannes bildet.

  • Sehr eminente Köpfe jedoch übersehen die Verhältnisse und deren wahrscheinliche Entwicklung in solcher Schnelligkeit und Sicherheit, daß sie, wenn nur noch von einigem Mut unterstützt, dadurch diejenige rasche Entschlossenheit und Festigkeit erlangen, welche sie befähigt, eine bedeutende Rolle in den Welthändeln zu spielen.

  • Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder fünfzehn Jahren tot ist.

  • Wer ein guter Schildknappe gewesen ist, wird auch ein guter Statthalter sein.

  • Ein Mann ohne Urteilskraft mag bis zur Spitze aufsteigen, aber er wird sich dort nicht sehr lange halten.

  • Das vornehmste Bestreben der Welt sei darauf gerichtet, keines Herkules zu bedürfen. Das ist die einzige Klugheitsmaßregel, die ich zur Zeit zugestehe. Es gilt nicht, einen Augiasstall zu misten, sondern aufzupassen, daß keiner entstehe.

  • Staatsmännische Kunst ist der weise Einsatz individueller Unzulänglichkeiten für das Gemeinwohl.

  • Der größte Staatsmann ist derjenige, welcher der humanste ist.

  • Früher war es für einen Staatsmann genug, die Geschehnisse der Kabinette zu wissen, indes man jetzt die Geheimnisse der Völker kennen muß.

  • Nichts wird in den menschlichen Dingen, namentlich in der Staatskunst und der Diplomatie, so häufig verwechselt wie die Verständigkeit und die Schlauheit. Sie unterscheiden sich darin, daß die Schlauheit nur das Gegenwärtige im Auge hat und Mittel sucht, das Nächstliegende zu Nutzen und Vorteil zu bringen, indes die Verständigkeit das Gegenwärtige aus dem Vergangenen herleitet und die wahrscheinliche Zukunft nicht aus dem Auge verliert. Die Schlauheit ist daher oft scharfsichtiger und...

  • Rathenau war kein Staatsmann; ihm fehlte die liebende Verachtung, die verachtende Liebe. Ihm fehlte der heroische Zynismus, dessen es bedarf, ein Volk und eine Zeit zu gestalten. Er meinte es gut mit seinem Vaterlande; er wollte ihm dienen, und das wird nicht verziehen.

  • Ich bin da, um moralisches Gewicht für die Bundesrepublik und für meine Nachfolger zu sammeln.

  • Ich stehe immer wie über einem Schachspiele und halte keinen Zug des Gegners für unbedeutend.

  • Er ehrt die Wissenschaft, sofern sie nutzt / den Staat regieren, Völker kennen lehrt; / er schätzt die Kunst, sofern sie ziert, sein Rom / verherrlicht und Palast und Tempel / zu Wunderwerken dieser Erde macht. / In seiner Nähe darf nichts müßig sein!

  • Wo nur ein einziger Mann den Staat erhalten kann, ist der Staat in seiner Fäulnis kaum der Erhaltung wert.

  • Nur wer im eignen Hause sich bewährt, / stellt auch im Staate wahrhaft seinen Mann.

  • Ein Staatsmann ist ein Mensch, der, wenn es sich um die Stimme der Vernunft handelt, vor keinen Schwierigkeiten zurückschreckt.

  • Staatsmänner, die die Wahrheit verstehen, halten es für wertvoll, aus dem Nahen das Ferne, aus der Gegenwart das Altertum, aus dem was sie gesehen, das, was sie nicht gesehen, zu erkennen.

  • Als nächs­tes wird der Staats­mann bil­li­ge Lü­gen er­fin­den, die die Schuld der an­ge­grif­fe­nen Na­ti­on zu­schie­ben, und je­der Mensch wird glück­lich sein über die­se Täu­schun­gen, die das Ge­wis­sen be­ru­hi­gen. Er wird sie ein­ge­hend stu­die­ren und sich wei­gern, Ar­gu­men­te der an­de­ren Sei­te zu prü­fen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst da­von über­zeu­gen, dass der Krieg ge­recht ist und Gott da­für dan­ken, dass...

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