Anzeige

Aristoteles

griechischer Philosoph (384 vChr - 322 vChr)

90 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Das Leben besteht in der Bewegung.

  • Denn eine Schwalbe macht noch keinen Frühling und auch keinen Tag; ebenso macht auch ein einziger Tag oder eine kurze Zeit niemanden gesegnet oder glücklich.

  • Die genaue Schärfe der Mathematik aber darf man nicht für alle Gegenstände fordern, sondern nur für die stofflosen. Darum passt diese Weise nicht für die Wissenschaft der Natur, denn alle Natur ist wohl mit Stoff verbunden.

  • Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern.

  • Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.

  • Es ist aber bisweilen schwer zu beurteilen, für welche von zwei Möglichkeiten man sich entscheiden und welches von zwei Übeln man über sich ergehen lassen soll, und oft noch schwerer, bei dem gefaßten Entschluß zu bleiben.

  • Glück ist Selbstgenügsamkeit.

  • Demokratie entsteht, wenn man nach Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger aber nicht ihre Art berücksichtigt.

  • Seine Trefflichkeit, welcher Art sie auch sei, ungehindert üben zu können, ist das eigentliche Glück.

  • Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

  • Wahr aber bleibt, daß die größten Ungerechtigkeiten von denen ausgehen, die das Übermaß verfolgen, nicht von denen, die die Not treibt. Man wird ja nicht Tyrann, um nicht zu frieren.

  • Staunen ist der erste Grund der Philosophie.

  • Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht.

  • Eine vollkommene Freundschaft gibt es nur zwischen guten und an Rechtschaffenheit gleichstehenden Menschen.

  • Freude an der Arbeit läßt das Werk trefflich geraten.

  • In allen Staaten nun gibt es drei Klassen von Bürgern: Sehr reiche, sehr arme und drittens solche, die zwischen beiden in der Mitte stehen. Da also die Voraussetzung gilt, daß das Gemäßigte und das Mittlere das Beste sei, so sieht man, daß auch in bezug auf die Vermögensverhältnisse der mittlere Besitz von allen der beste sei. Ein solcher Vermögensstand gehorcht am leichtesten der Vernunft.

  • Denken und sein werden vom Widerspruch bestimmt.

  • Der Glaube, das, was man wünscht, zu erreichen, ist immer lustvoll.

  • Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.

  • Die beste Staatsform ist das Königtum. Die Entartung des Königtums, die Tyrannis, ist die schlechteste. Unter den nicht guten Verfassungen ist am erträglichsten die Demokratie.

  • Was es alles gibt, was ich nicht brauche!

  • Die größten Tugenden müssen diejenigen sein, welche den Nebenmenschen am nützlichsten sind.

  • Die Rede ist die Kunst, Glauben zu erwecken.

  • Die Natur macht nichts vergeblich.

  • Das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.

  • Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit.

  • Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: Weder durstig noch betrunken.

  • Klug kann nur ein guter Mensch sein.

  • Es geht nicht an, sich zugleich körperlich und geistig anzustrengen. Es liegt nämlich in der Natur dieser beiden Anstrengungen, daß sie entgegensetzt wirken: Die körperliche Anstrengung beeinträchtigt die geistige Arbeit und diese die körperliche Leistungsfähigkeit.

  • Der Zweck des Staates ist jedoch die Verschönerung des Lebens.

  • Denn wie sollte es denn eine Ordnung in der Welt geben, ohne dass es eine ewige, von ihr getrennte und bleibende Substanz gibt?

  • Alle gute Literatur hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluß.

  • Wenn nämlich die Ungerechtigkeit bewaffnet ist, so ist sie am allergefährlichsten.

  • Jedermann kann zornig werden. Das geht leicht. Aber der richtigen Person gegenüber zornig werden, im richtigen Maß, zur rechten Zeit, zum rechten Zweck und auf die richtige Weise - das liegt nicht in der Macht des einzelnen.

  • Ungebildete Menschen bringen bei jeder Gelegenheit Sprichwörter an; denn solche Gemeinplätze haben den Vorteil, der mangelhaften Bildung der Zuhörer zu entsprechen.

  • Nicht dem Vergnügen, sondern der Schmerzlosigkeit geht der Vernünftige nach.

  • Freilich muß, wer auf Erkenntnis ausgeht, dies um ihrer selbst willen tun. Denn hier winkt seitens der Menschen kein Lohn, für die darauf verwandte Mühe.

  • Mit "adelig" bezeichnet man die Abstammung aus einem durch Tüchtigkeit hervorragenden Geschlecht. "Edel" nennt man jemanden, der nicht aus dieser Art schlägt. Dies trifft vielfach bei den Adeligen nicht zu, sondern meistens sind sie minderwertig.

  • Wenn zum Beispiel ein Beamter jemanden schlägt, so darf man ihn nicht wiederschlagen, und umgekehrt: Wenn jemand einen Beamten schlägt, so muß er nicht nur geschlagen, sondern außerdem noch bestraft werden.

  • Wir alle geben zu, daß der Tüchtigste und von Natur Trefflichste herrschen sollte und daß allein das Gesetz herrsche und der aus der Vernunft entspringende Gedanke.

  • In dem Staat, wo die Guten nichts voraus haben wollen und die Schlechten nichts voraus haben können, herrschen Friede und Eintracht.

  • Ich verstehe aber unter Geist die Kraft der Seele, welche denkt und Vorstellungen bildet.

  • Der großgesinnte Mensch wird überhaupt nicht oder ungern einen andern um etwas bitten, dagegen gern selber Hilfe leisten.

  • Ein Anfang ist, was selbst nicht mit Notwendigkeit auf etwas anderes folgt, nach dem jedoch natürlicherweise etwas anderes eintritt oder entsteht.

  • Wer sich einen Dienst erweisen läßt, steht unter dem, der ihn erweist.

  • Freundschaft im höchsten Sinne des Wortes mit vielen einzugehen, ist nicht möglich, wie man auch nicht viele zugleich lieben kann.

  • Ein Mittel zum Schutze einer jeden Monarchie besteht darin, daß man keinen einzigen Mann groß macht, sondern, wenn es sein muß, nur mehrere, die sich gegenseitig in Schach halten.

  • Ein Schmeichler ist ein Freund, der dir unterlegen ist oder vorgibt, es zu sein.

  • Der wahre Mensch wählt das Maß und entfernt sich von den Extremen, dem Zuviel und dem Zuwenig.

  • Die vollkommenste politische Gemeinschaft ist die, in der eine Mittelklasse herrscht, die den beiden anderen Klassen zahlenmäßig überlegen ist.

Anzeige