Anzeige

Germaine Baronin von Staël-Holstein

französische Schriftstellerin (1766 - 1817)

23 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Nichts ruft die Erinnerungen an die Vergangenheit so lebhaft wach, wie die Musik.

  • Das Genie hat kein Geschlecht.

  • Manche Leute schlafen nur deshalb so gut, weil sie so langweilige Träume haben.

  • Liebe ist Eigenliebe zu zweit.

  • Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

  • Die Liebe ist die Geschichte des Lebens einer Frau, die Episode im Leben eines Mannes.

  • Witz ist Wissen um die Ähnlichkeit verschiedener Dinge und die Verschiedenheit ähnlicher Dinge.

  • Der Spiegel ist ein Beichtvater, der den Mund hält.

  • Die Gesellschaft! Wie verhärtet sie das Herz, wie frivol macht sie den Geist! Wie macht sie uns dafür leben, was man von uns sagen wird!

  • Für als Alter oder die späteren Jahre, wo man allein steht, ist die Ehe nötig und erwünscht. Die Jugend findet überall ihre Freuden.

  • Der Mann muß der öffentlichen Meinung trotzen, das Weib sich ihr unterwerfen.

  • Von den Bauwerken in Deutschland sind nur die gotischen der Beachtung wert.

  • Nur selten hört man unter den Deutschen so genannte Bonmots: Die Gedanken an sich muss man bewundern, nicht den Ausdruck, den man ihnen gibt.

  • Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.

  • Man muss im Leben wählen zwischen Langeweile und Leiden.

  • Berlin, diese ganze moderne Stadt, macht, so schön sie ist, keinen wirklich bedeutenden Eindruck (...). Die Hauptstadt Preußens gleicht dem Staat selbst: Die Gebäude und die Institutionen sind erst ein Menschenalter alt und nicht mehr, weil ein einziger Mann ihr Urheber ist.

  • Die genialen Menschen aller Länder sind sehr wohl imstande, einander zu verstehen und zu achten.

  • Es gehört viel Kraft dazu, Gefühle zu zeigen, die ins Lächerliche gezogen werden können.

  • In Frankreich studiert man die Menschen, in Deutschland die Bücher.

  • Das Unheil, welches die schlechten Bücher anrichten, kann nur durch die guten wieder ausgeglichen, die Nachteile der Aufklärung nur durch einen höheren Grad von Aufklärung vermieden werden.

  • Die Öfen, das Bier und der Tabaksrauch bilden in Deutschland um die Leute aus dem Volke eine schwere, heiße Atmosphäre, aus der sie nur ungern heraustreten.

  • Der Charakter ist ein Instinkt. Er hängt noch mehr von der Natur ab als der Geist, und doch geben die Umstände allein dem Menschen Gelegenheit, ihn zu entwickeln.

  • Die Geister, die sich in der Einsamkeit entwickelt haben, und die, welche durch die Gesellschaft gebildet worden sind, stehen im vollkommensten Gegensatz zueinander.

Anzeige