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Martin Walser

deutscher Schriftsteller (1927 - )

17 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr.

  • Ein Buch ist für mich eine Art Schaufel, mit der ich mich umgrabe.

  • Medien dürfen alles und müssen nichts.

  • Luthers Reformation war unsere einzige wirkliche Revolution.

  • Solange etwas ist, ist es nicht das, was es gewesen sein wird. Wenn etwas vorbei ist, ist man nicht mehr der, dem es passierte.

  • Der Angestellte und der Arbeiter werden heute nicht mehr in der Produktion ausgebeutet. Die Zeit dieses naiven Kapitalismus ist vorbei. Heute werden sie als Konsumenten ausgebeutet. Durch raffiniert entwickelte Bedürfnisweckung werden sie zu Sklaven der oktroyierten Wünsche, die sie für ihre eigenen halten.

  • Auch Kränkungen wollen gelernt sein. Je freundlicher, desto tiefer trifft's.

  • Es gibt nur eines, was noch sinnloser ist als Fußballspielen: Nachdenken über Fußball.

  • Es wäre toll, wenn man durch die Bestätigung dessen, was in der Welt passiert, die Welt günstiger verändert, als wenn man sie kritisiert.

  • Wir haben nur die Wahl, im nächsten Krieg als Mitschuldige oder als Unschuldige umzukommen. Wem da die Wahl schwerfällt, der mag seine dumme Hoffnung auf Atomwaffen bauen.

  • Es ist, darf man sagen, der andauernde Zwang, dem unaufhörlichen Dasseinsschmerz nicht das letzte Wort zu lassen.

  • Besser kann Fernsehen nicht sein als beim Tennis.

  • Es ist besser, sich von Erfahrungen als von Zielen leiten zu lassen.

  • Eine Meinung ist für einen Erzähler ein Kurzschluß.

  • Man hat nicht deshalb mehr Recht, weil der Gegner Unrecht gehabt hat.

  • Und ein Fachmann ist ein Mensch, der seiner Phantasie nur Vorstellungen erlaubt, die sein Verstand in Wirklichkeit verwandeln kann. Also wird nur noch das Allermöglichste gedacht. Das Nicht-sofort-mögliche ist das Unmögliche. Und das Unmögliche zu Denken ist dem Fachmann lächerlich.

  • Macht ist in dem Maße schlimm, wie sie unkontrollierbar ist, egal, wer sie ausübt.

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