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Schriftsteller Zitate

97 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Schriftsteller

  • Was man schwarz auf weiß besitzt, / kann man getrost nach Hause tragen.

  • Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.

  • Wer vom Ziel nicht weiß, / kann den Weg nicht haben, / wird im selben Kreis / all sein Leben traben, / kommt am Ende hin, / wo er hergerückt, / hat der Menge Sinn / nur noch mehr zerstückt.

  • Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken, / durch der Jahrhunderte Strom trägt ihn das redende Blatt.

  • Gelehrte schreiben schlecht.

  • Weil ein Vers dir gelingt in einer gebildeten Sprache, / die für dich dichtet und denkt, glaubst du schon Dichter zu sein.

  • Womit kennzeichnet sich jede literarische Dekadenz? Damit, daß das Leben nicht mehr im Ganzen wohnt. Das Wort wird souverän und springt aus dem Satz hinaus, der Satz greif über und verdunkelt den Sinn der Seite, die Seite gewinnt Leben auf Unkosten des Ganzen. Das Ganze ist kein Ganzes mehr.

  • Das Letzte, was man findet, wenn man ein Werk schreibt, ist, zu wissen, was man an den Anfang stellen soll.

  • Literatur ist das Fragment der Fragmente. Das wenigste dessen, was geschah und gesprochen worden, ward geschrieben. Vom Geschriebenen ist das wenigste übrig geblieben.

  • Was glänzt, ist für den Augenblick geboren; / Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.

  • Die Literatur verdirbt sich nur in dem Maße, als die Menschen verdorbener werden.

  • Als ich das erstemal schrieb, verspürte ich das erstemal den Geschmack der Freiheit.

  • Geistiges möglichst ungeistig, sinnlich, heiter, unscheinbar zu sagen - das bleibt das letzte Ziel eines Schriftstellers.

  • Autoren, deren Romane sich wie Flugschriften des Protestes oder der Ablehnung lesen, sind oft völlig gleichgültig gegenüber den Reformen, die sie auslösen. Wenn ein solcher Dichter über die Not anderer weint, dann benützt er ihren Schmerz, um seinen eigenen zu veranschaulichen.

  • Die Schriftstellerei ist, je nachdem man sie treibt, eine Infamie, eine Ausschweifung, eine Tagelöhnerei, ein Handwerk, eine Kunst oder eine Tugend.

  • Es gibt überall verschämte Arme, nur nicht in der Literatur.

  • Ich glaube, man schreibt immer wieder das gleiche Buch.

  • Die Engländer schreiben in der Regel alle gut, als geborene Redner und als praktische, auf das Reale gerichtete Menschen. Die Franzosen verleugnen ihren allgemeinen Charakter auch in ihrem Stil nicht. Sie sind geselliger Natur und vergessen als solche nie das Publikum, zu dem sie reden. Sie bemühen sich, klar zu sein, um ihren Leser zu überzeugen, und anmutig, um ihm zu gefallen.

  • Mir will das kranke Zeug nicht munden, / Autoren sollen erst gesunden.

  • Die Notwendigkeit, mit dem Schreiben Geld zu verdienen, führt auf die Dauer stets dazu, daß man unreife Äpfel vom Baum schüttelt, weil man einfach nicht in der Lage ist, ihre Reife abzuwarten. Aber beim Schriftwerk ist es leider anders als beim Obst: Es reift nicht während der Versendung nach.

  • Jemand, dem das Schreiben zur Gewohnheit geworden ist, schreibt auch ohne Ideen weiter, wie ein alter Arzt namens Bouvard, der, als er in seinen letzten Zügen lag, seinem Lehnstuhl den Puls fühlte.

  • Der Schriftsteller ist das ausgesprochene Weltbewußtsein. Die Literatur ist ein kontinuierlicher klinischer Befund der Menschheit. Die Literaturkritik ist daher immer Gesellschaftskritik.

  • Der gute Schriftsteller, er sei von welcher Gattung er wolle, wenn er nicht bloß schreibt, seinen Witz, seine Gelehrsamkeit zu zeigen, hat immer die Erleuchtetsten und Besten seiner Zeit und seines Landes in Augen, und nur was diesen gefallen, was diese rühren kann, würdigt er zu schreiben.

  • Da sprach in der Karawanserei zu Bagdad der Erzähler zu den Kaufleuten, Kalendern und Kriegern, zu allem übrigen Volk im Kreise ,Ja, siehe, wir gehören auch zu den vornehmen Herren der Erde; denn wie Könige bringen wir die Menschen zum Weinen und zum Lachen".

  • Neun Zehntel unserer ganzen jetzigen Literatur haben keinen anderen Zweck, als dem Publiko einige Taler aus der Tasche zu spielen. Dazu haben sich Autor, Verleger und Rezensent fest verschworen.

  • Es ist wunderbar, daß ein Deutscher immer sich ein wenig schämt, zu sagen, er sei ein Schriftsteller. Zu Leuten aus den unteren Ständen sagt man es am ungernsten, weil diesen gar leicht die Schriftgelehrten und Pharisäer aus der Bibel dabei einfallen. Der Name Schriftsteller ist nicht so eingebürgert bei uns wie das homme de lettres bei den Franzosen.

  • Ich habe öfters gesehen, daß sich, wo die Schweine weiden, Krähen auf sie setzten und acht geben, wenn sie einen Wurm aufwühlen, herabfliegen und ihn holen, alsdann sich wieder an ihre alte Stelle setzen. Ein herrliches Sinnbild von dem Kompilator, der aufwühlt, und dem schlauen Schriftsteller, der es ohne viele Mühe zu seinem Vorteil verwendet.

  • Zum Schreiben brauche ich eine Stadt, in der es innerlich tobt, zum Beispiel New York oder Graz.

  • Der Verfasser soll in seinem Werke sein wie Gott im Weltall: Überall gegenwärtig und nirgends sichtbar.

  • "Ist denn das klug und wohlgetan? / Was willst du Freund' und Feinde kränken!" / Erwachsne gehn mich nichts mehr an, / ich muß nun an die Enkel denken.

  • Es ist fast nicht möglich, etwas Gutes zu schreiben, ohne daß man sich dabei jemanden oder auch eine gewisse Auswahl von Menschen denkt, die man anredet.

  • Was man mündlich ausspricht, muß der Gegenwart, dem Augenblick gewidmet sein; was man schreibt, widme man der Ferne, der Folge.

  • Mit der Feder in der Hand habe ich, mit gutem Erfolg, Schatzen erstiegen, von denen andere, mit Schwert und Bannstrahl bewaffnet, zurückgeschlagen worden sind.

  • Jedem, der seine Gedanken niederlegt, blickt schon im Augenblick des Schreibens ein Größerer über die Schulter, sei es ein Vergangener, Lebendiger oder noch Ungeborener. Wohl dem, der diesen Blick fühlt: Er wird sich nie wichtiger nehmen, als ein geistiger Mensch sich nehmen darf.

  • Es gibt Leute, die nachdenken, um zu schreiben. Wieder andere schreiben, um nicht nachdenken zu müssen.

  • Ich bin immer verwundert, daß die Könige nie erproben, ob Schriftsteller, die große Gedanken haben, nicht auch imstande wären, sie auszuführen. Es kommt wohl daher, daß ihnen die Zeit zum Lesen fehlt.

  • Viele sind geistreich genug und voller Kenntnisse, allein sie sind zugleich voller Eitelkeit, und um sich von der kurzsichtigen Masse als witzige Köpfe bewundern zu lassen, haben sie keine Scham und Scheu und ist ihnen nichts heilig.

  • Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller.

  • Die originalsten Autoren der neuesten Zeit sind es nicht deswegen, weil sie etwas Neues hervorbringen, sondern allein weil sie fähig sind, dergleichen Dinge zu sagen, als wenn sie vorher niemals wären gesagt gewesen.

  • Berühmt zu werden, ist nicht schwer, / man darf nur viel für kleine Geister schreiben. / Doch bei der Nachwelt groß zu bleiben, / dazu gehört schon etwas mehr.

  • Die Alten sind uns Neuen überlegen / im Büchermachen. Wißt ihr auch warum? / Die Alten schrieben nicht des Geldes wegen / und druckten nicht fürs Publikum.

  • Wem nicht jeder Satz, den er schreibt, der wichtigste ist, soll das Schreiben lassen.

  • Wieviel Autoren gibt's wohl unter den Schriftstellern? Autor heißt Urheber.

  • Schriftsteller sind nicht die Ärzte. Sie sind der Schmerz.

  • Die meisten Leser stecken ihre Bücher in ihre Bibliothek, aber Herr von ... steckt seine Bibliothek in seine Bücher.

  • Ein Schriftsteller, der noch von der Nachwelt gelesen sein will, muß es sich nicht verdrießen lassen, Winke zu ganzen Büchern, Gedanken zu Disputationen in irgendeinen Winkel eines Kapitels hinzuwerfen, daß man glauben muß, er habe sie zu Tausenden wegzuwerfen.

  • Vorzügliche Schriftsteller schreiben nur wenig, weil sie viel Zeit brauchen, um ihren Reichtum und ihren Überfluß zu ordnen, zu verdichten und als geschlossene Kunstwerke hinausgehen zu lassen.

  • Gedanken sind nicht stets parat. / Man schreibt auch, wenn man keine hat.

  • Man trifft auf so schiefe Urteile, daß derjenige sicher das bessere Teil erwählt, der lustig und heiter draufloslebt, als wer sich müht und quält, um etwas zu veröffentlichen, das andern entweder Nutzen oder Vergnügen spenden könnte. Sie rümpfen ja doch nur die Nase.

  • Ich möchte, daß meine Bücher die Liebe zum Mitmenschen erregen und den Wunsch, aktiv für die Ideale der Menschlichkeit und den Fortschritt der Menschheit zu kämpfen.

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