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Rudolf von Jhering

deutscher Rechtswissenschaftler (1818 - 1892)

29 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Jeder ist ein geborner Kämpfer um's Recht im Interesse der Gesellschaft.

  • Der Zweck ist der Schöpfer des ganzen Rechts.

  • die Idee des Rechts ist ewiges Werden, das Gewordene aber muss dem neuen Werden weichen

  • der Kampf um 's Recht ist die Poesie des Charakters

  • Das Leben des Rechts ist Kampf, ein Kampf der Völker, der Staatsgewalt, der Stände, der Individuen.

  • Alles Recht in der Welt ist erstritten worden, jeder wichtige Rechtssatz hat erst denen, die sich ihm widersetzten, abgerungen werden müssen, und jedes Recht, sowohl das Recht eines Volkes wie das eines Einzelnen, setzt die stetige Bereitschaft zu seiner Behauptung voraus.

  • Der Einsiedler versündigt sich gegen die Gesellschaft, denn er entzieht ihr die Dienste, die er im Stande wäre ihr zu leisten.

  • die Behauptung des Rechts ist eine Pflicht gegen das Gemeinwesen

  • Alles, was entsteht, / Ist werth, dass es zu Grunde geht.

  • Was der Schlaf für den Körper, ist die Freude für das Gemüth: Zufuhr neuer Lebenskraft.

  • Der Mensch verkrüppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft.

  • Der Kampf um's Recht ist eine Pflicht des Berechtigten gegen sich selbst.

  • Nicht der Egoismus als solcher ist unsittlich - [...] sondern nur das Uebermass desselben.

  • Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schaafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schaafe sind.

  • Das Geld ist der wahre Apostel der Gleichheit; wo es aufs Geld ankommt, verlieren alle socialen, politischen, religiösen, nationalen Vorurtheile und Gegensätze ihre Geltung.

  • Der Gesetzgeber soll denken wie ein Philosoph, aber reden wie ein Bauer.

  • Das Recht ist nicht blosser Gedanke, sondern lebendige Kraft.

  • Jede Zeit ist ein Rätsel, das nicht sie selber, sondern erst die Zukunft löst.

  • Das Schwert ohne die Wage ist die nackte Gewalt, die Wage ohne das Schwert die Ohnmacht des Rechts. Beide gehören zu sammen, und ein vollkommener Rechtszustand herrscht nur da, wo die Kraft, mit welcher die Gerechtigkeit das Schwert führt, der Geschicklichkeit gleichkommt, mit der sie die Wage handhabt.

  • Die Schätze von Krösus würden nicht ausgereicht haben, ihm eine Tasse Kaffee und ein Zeitungsblatt zu verschaffen, wenn er alle Operationen, die zu dem Zweck notwendig sind, individuell für sich hätte vornehmen lassen wollen. Ein Armer wird heute für wenige Groschen von mehr Menschen auf allen Teilen der Erde bedient als Krösus, wenn er seine ganze Schatzkammer hätte ausleeren wollen.

  • Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf.

  • Der Mensch hat sich der Freude, die er im Essen und Trinken empfindet, so wenig zu schämen, daß er sich der Tafelfreuden im Gegenteil als eines eigentümlich menschlichen Vorzugs vor dem Tiere rühmen darf.

  • Der Bildungsprozeß des Rechts ist keine Sache der bloßen Erkenntnis wie bei der Wahrheit, sondern Sache des Kampfes der Interessen.

  • Die Arbeit statt durch Lohn durch Zwang regulieren heißt, die Gesellschaft in ein Arbeitshaus verwandeln und die nationale Arbeit auf die der Hand einschränken; denn nur die Hand, nicht der Geist läßt sich zwingen.

  • Wenn wir aufrichtig sein sollen, so müssen wir gestehen, daß das Übermaß den erklärten Zweck aller Tafelfreuden bildet. Sie haben die Bestimmung, uns zu verlocken, das von der Natur durch den Zweck der Nahrung vorgezeichnete Maß zu überschreiten.

  • Die Energie der Liebe, mit der ein Volk seinem Rechte anhängt und es behauptet, bestimmt sich nach dem Einsatz an Mühe und Anstrengung, um den es dasselbe erworben.

  • Dasselbe Tor, durch welches der Despotismus und die Willkür einziehen, steht auch dem auswärtigen Feind offen.

  • Recht ist unausgesetzte Arbeit und zwar nicht etwa bloss der Staatsgewalt, sondern des ganzen Volkes.

  • Es gibt keine Handlung, die an sich böse wäre.

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