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Friedrich Maximilian von Klinger

deutscher Dramatiker (1752 - 1831)

15 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • "Wes Brot ich esse, des Lied ich singe" ist ein Soldatenlied, das Ludwig XIV. mit Louvois und seinem Beichtvater Tellier gedichtet und in Musik gesetzt hat.

  • Der Mann, dem du zürnest, muß deines Zornes wert sein.

  • Der Mensch war moralisch-tot geboren oder erschaffen worden, so sagt man, und das heißt: Er war vollkommen. Da beschlich der Zweifel seinen Geist, und er ward ein lebendiges, tätiges Wesen.

  • Viele klagen über die menschliche Gesellschaft, ohne zu bedenken, daß diese Gesellschaft in einem Tage mehr für sie tat, als sie ihr ganzes Leben hindurch für sie getan haben. Die heftig Klagenden sind diejenigen, die ganz auf Kosten derselben gelebt, die Allerlautesten aber die, welche ihr geschadet haben.

  • Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.

  • Was man gewöhnlich Menschenfeinde nennt, sind Menschenscheuende und sie Fürchtende. Der wahre Menschenfeind glänzt und prangt in den Gesellschaften und ist der beredteste Lobredner der Menschen, die er so gut zu benutzen weiß.

  • Man findet tausend Gelehrte, bis man auf einen weisen Mann stößt.

  • Ich will, wenn ich über einen Mann urteilen soll, nicht allein wissen, welche Tat er ausgeführt, sondern wie und durch was für Mittel er sie ausgeführt hat. Dadurch kann eine kleine Tat zur großen und eine große zur kleinen werden.

  • Wer, wenn das Vaterland in Not ist, einen anderen Gedanken als dessen Rettung fühlt, ist nicht wert, in einem freien Staate zu leben.

  • Die Physiologen, Psychologen, Anthropologen und Anatomiker entziffern, beschreiben, erklären, zerschneiden den Menschen, um uns zu sagen, was der Mensch ist, woraus er besteht. Nur das können sie uns nicht sagen, was ihn zusammenbindet, was ihn zum Menschen macht. So sucht der Wilde die Musik in der Laute des Europäers, indem er sie zerschneidet.

  • In der Jugend ruft man sich zuzeiten zu: "Oh, daß du doch vernünftiger wärest! " In reifern Jahren möchte man sich wohl manchmal zurufen: "Oh, daß du doch noch glauben könntest! "

  • Wann haben wohl die Großen und Menschenführer Bücher um Rat gefragt, wie sie ihr Geschäft treiben sollten?

  • Wären die Menschen so schlimm, wie sie mancher denkt und malt, so ließe sich gar nicht mit ihnen leben; wären sie so gut, wie sie mancher haben will, so bliebe das Leben selbst stehen.

  • Einem Unerfahrenen Lebensregeln geben, heißt einem Ungeübten Unterricht im Fechten durch Zuschauen geben.

  • Die wahre Regierung muß einem fruchtbaren Sommerregen gleichen, der das trockene Land befeuchtet, ohne daß man ihn hört.

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