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Paul Ernst

deutscher Schriftsteller (1866 - 1933)

28 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung füreinander.

  • Nur Religion macht ein Volk; wo die Menschen keine Religion haben, da ist nur Masse.

  • Die heutigen Menschen glauben, daß man die Arbeit so einrichten müsse, daß sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube. Man muß die Arbeit so einrichten, daß sie die Menschen beglückt.

  • Die Narren reden am liebsten von der Weisheit, die Schurken von der Tugend.

  • Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber.

  • Der Arme soll sparsam sein, der Reiche soll ausgeben.

  • Die Freiheit ist nicht etwas, das in den äußeren Verhältnissen liegt. Sie liegt in den Menschen. Wer frei sein will, der ist frei.

  • Wer ist weise, wer ist gut? / Wer nach seinem Wesen tut.

  • Sieh da, wie der verliebte Mann / ins Vogelbauer ist getan, / die Stangen hin und wider springt / und stets dasselbe Liedchen singt.

  • Schüler wollen nicht liebenswürdig behandelt sein. Sie verlangen, daß man ihnen unmittelbar alles heraussagt, was man denkt.

  • Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, daß er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.

  • Man mag von den Deutschen sagen, was man will, und ich bin geneigt, das Härteste von ihnen zu sagen. Aber sie sind jedenfalls ein männliches Volk.

  • Nicht Reformationen und Revolutionen tun uns not, sondern eine Einkehr zu einer wahren Sittlichkeit: Daß wir die Arbeit lieben und ehren sollen, die uns unser täglich Brot gibt.

  • Die Masse will sklavisch sein. Das ist ihr leidenschaftlicher Trieb. Sie verlangt aber, daß auch alle andern Menschen sklavisch sind.

  • Unergründlich ist nur die Dummheit.

  • Die Fürchterlichkeit des Kapitalismus liegt darin, daß alle Verhältnisse und alle Menschen entseelt werden, die in seinen Wirbel hineingeraten.

  • Es gibt kein Gesetz der Sittlichkeit, sondern Gott sagt einem jeden, was er darf und was er nicht darf.

  • Die heutige Auflösung der Menschheit muss man verstehen als ein Abwenden von Gott.

  • Ein jeder Mensch hat die Geltung, die er sich durch seine Arbeit erwirbt. Er ist für andere gerade soviel wert, wie die andern ihn brauchen.

  • Ich glaube an ein jenseitiges Ich, von dem unser diesseitiges Ich nur ein schwaches Bild ist.

  • Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.

  • Heute weiß ich, daß Glauben nicht ist als das Hineinleben in die göttliche Welt.

  • Ist es nicht das höchste Glück, das es geben kann: Einen Höheren zu finden, dem man dient?

  • Deine Mutter kennt dich, aber du kennst nicht sie.

  • Darin besteht ja das Wesen der Zivilisation und Barbarei, dass die Menschen nicht an ihren richtigen Platz kommen.

  • Man muss die Arbeit so einrichten, dass sie die Menschen beglückt.

  • In dem Gedanken des Werdens liegt die unerschöpfliche, immer trostreiche Besserungsmöglichkeit des Menschen.

  • Erst durch das Leiden erfährt der Mensch, dass er göttlichen Ursprungs ist und nicht ein Tier.

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