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Thornton Wilder

amerikanischer Schriftsteller (1897 - 1975)

28 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Mit 40 fängt man an, das Wertvolle zu suchen, und mit 50 kann man anfangen, es zu finden.

  • Das Image ist ein geborgtes Gesicht.

  • Die strengsten Richter eines Mannes sind seine Kinder.

  • Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.

  • Das Alter eines Menschen ist eine statistische Fiktion. Ich kenne viele freudlose Dreißigjährige, die viel älter sind als wir.

  • Das Gedächtnis ist der Diener unserer Interessen.

  • Wir alle wissen mehr als das, wovon wir wissen, daß wir es wissen.

  • Der Jammer mit den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen.

  • Leiden ist wie Geld. Es kursiert von Hand zu Hand. Wir geben weiter, was wir empfangen.

  • Wir stärken, solange wir jung sind, unsere Seelen mit Hoffnung; die Stärke, die wir so erwerben, befähigt uns später, Verzweiflung zu ertragen.

  • Unter Fortschritt versteht man eher das Tempo als die Richtung.

  • Die Evolution dauert immer noch fort. Nach einer Weile - vielleicht nach Millionen Jahren - wird sich eine neue Art von Mensch entwickelt haben. Alles, was wir gegenwärtig sehen, ist nur ein Stadium, das die Menschheit durchläuft - Besitzgier und Furcht und Grausamkeit. Die Menschen werden alledem entwachsen.

  • Langsam hatte sie seitdem gelernt, daß schöne Dinge nicht zum Besitzen, sondern zum Betrachten da sind.

  • Die einzigen Menschen auf der Welt, die wirklich geliebt werden, sind diejenigen, deren Herzen weise sind.

  • Im täglichen Leben ist ein gegenseitiges Anblicken von kurzer Dauer; ein wenig verlängert, ist es die Bestätigung reifen Vertrauens oder das Zeichen entschiedener Feindseligkeit.

  • Blick niemals einem Pferd oder einem Hund oder einem Kind länger als für ein paar Sekunden ins Auge; das beschämt sie.

  • Die menschliche Gesellschaft hätte sich nie höher entwickelt ohne dieses Nachahmen von Ordnung und Anstand, das mit den Namen Snobismus und Heuchelei abgetan wird.

  • Snobismus ist eine Leidenschaft, eine edle Leidenschaft, die zwischen Äußerlichkeiten in die Irre gegangen ist. Er entspringt dem Verlangen, der Gewöhnlichkeit zu entfliehen.

  • Die christliche Religion, wie sie in Coaltown verzapft wurde, stellte eine anspornende Beziehung her zwischen Gottes Gunst und dem Geldverdienen. Armut war nicht bloß ein soziales Mißgeschick, sondern das sichtbare Zeichen eines Sturzes aus dem Stand der Gnade. Gott hatte versprochen, die Gerechten würden nie Not leiden.

  • Mrs. Ashley - als Germanin das Kind von Ohrenmenschen - hatte keine Begabung dafür, sich zu kleiden, aber eine bezaubernde Sprechstimme, und sie bewegte sich wie eine Königin. Mrs. Lansing - als Romanin das Kind von Augenmenschen - besaß Feingefühl für Farben und Linien, doch ihre Stimme hatte etwas Schneidendes und ihr Gang wenig Anmut.

  • Wenn ein Mann keine Laster hat, besteht die Gefahr, daß er seine Tugenden in Laster verwandelt.

  • Wer kann die Gebete zählen, die zu nicht existierenden Göttern aufgestiegen sind?

  • Wir haben nur, was wir nicht halten.

  • Die wahrsten Tugenden sind die übermäßigen: Mitleid nicht mit den guten, sondern mit den Bösen, Großmut gegen die Undankbaren, Treue ohne förmliche Verpflichtung.

  • Heutzutage ist kaum etwas realistischer als eine Utopie.

  • Wenn wir sicher zu Hause sitzen, wünschen wir uns, wir hätten ein Abenteuer zu bestehen.

  • Wir haben nur, was wir nicht halten.

  • Das Leben hat keinen Sinn, außer dem, den wir ihm geben. Es ermutigt den Menschen nicht, noch demütigt es ihn.

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