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Joachim Gauck

deutscher protestantischer Pfarrer (1940 - )

87 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wir haben die Freiheit ersehnt, sie hat uns angeschaut, wir sind aufgebrochen, und sie hat uns nicht im Stich gelassen.

  • Nur wenn wir unsere Vergangenheit kennen, unsere Ohnmacht von einst, unsere Schwäche und unser Versagen, aber auch unseren Mut von einst, werden wir von der Gefahr befreit, alte Lebensmuster ständig zu wiederholen.

  • Wenn wir in der großen, weiten Welt sind, empfinden wir uns als Europäer. Wenn wir in Europa sind, empfinden wir uns als Deutsche. Und wenn wir in Deutschland sind, empfinden wir uns als Sachse oder Hamburger.

  • Singen bringt die Wahrheit über uns selbst zum Ausdruck. Das Gemüt kommt zu sich selber.

  • Bürger dürfen die Verantwortung für ihre Sicherheit nicht auf andere abwälzen.

  • Schwarze Zahlen sind kein Grund, rote Linien zu überschreiten.

  • Datenschützer können keine Daten schützen, sie können allenfalls kontrollieren, ob Daten hinreichend geschützt werden.

  • Das Internet ist eine Kulturleistung der Menschheit von historischer Bedeutung.

  • Das weltweite Internet bietet alle Voraussetzungen, um die in den ersten zehn Artikeln unserer Verfassung verankerten Grundrechte aller Bürger in diesem Land auszuhöhlen.

  • Mehr Europa heißt mehr gelebte und geeinte Vielfalt.

  • Wir Europäer haben bis heute keinen Gründungsmythos nach Art einer Entscheidungsschlacht, in der Europa einem Feind gegenübertreten, siegen oder verlieren, aber jedenfalls seine Identität bewahren konnte.

  • Verantwortlicher Kapitalismus ist möglich (..) Gefährlich wird erst die blanke Gier, das Mehrenwollen um jeden Preis.

  • Frage nicht, was Europa für Dich machen kann, frage vielmehr, was Du für Europa machen kannst,

  • Das freie und sichere Internet ist eine wichtige Triebfeder für eine Stärkung der Demokratie in aller Welt.

  • Auch im Netz kann sich Freiheit nur dann entwickeln, wenn berechtigtes Vertrauen in die Sicherheit herrscht.

  • Mehr Europa fordert mehr Mut von allen.

  • Die Menschen müssen darauf vertrauen dürfen, dass die Technologie ihnen nutzt.

  • Ich finde es nicht unmoralisch, reich zu sein. Ich finde es unmoralisch, unmoralisch reich zu sein.

  • Unsere europäischen Werte sind verbindlich und verbinden.

  • Wer Steuern hinterzieht, verhält sich verantwortungslos oder gar asozial.

  • Die Antikapitalismusdebatte ist unsäglich albern.

  • In unserem Land darf es in rechtlichen und moralischen Fragen nicht zweierlei Standards geben, einen für die Starken und einen für die Schwachen. Niemand darf selbst entscheiden, ob er Steuern zahlt oder nicht.

  • Die Angst, unsere Telefonate oder Mails würden von ausländischen Nachrichtendiensten erfasst und gespeichert, schränkt das Freiheitsgefühl ein – und damit besteht die Gefahr, dass die Freiheit an sich beschädigt wird.

  • Wir leben in einem freien Land und die Kunst, die hier sich mitteilt, ist die Kunst freier Menschen. Oder solcher Menschen, die frei sein wollen. Und in dieser Freiheit der Kunst gibt es allerhand, das uns irritiert. Denn in der Kunst ist erlaubt, was Freiheit in der Politik begrenzen muss.

  • In der künstlerischen Bemächtigung der Welt oder Annäherung an die Welt darf das Element der Anarchie länger leben.

  • In der Politik heißt Freiheit Verantwortung.

  • Wir sind nämlich nicht nur Verstand, sondern wir haben eine Seele und wir haben ein Gemüt. Und alle Kräfte zusammen gestalten diese Welt.

  • die Beschäftigung mit uns selber, die Art unseres Sehens, die Art unseres Empfindens, sie bilden auch unser Gewissen. Und unser Gewissen hängt mit unserer Moral zusammen. Und unsere Moral mit unserem Verstand. Und wenn wir Verstand haben ohne Moral wird daraus eine Politik, die diese Welt zugrunde richtet

  • Denn für einen zukunftsfähigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen brauchen wir beides: umweltfreundliche Technologien genauso wie eine umsichtige persönliche Haltung gegenüber unserer Umwelt. Wir brauchen einander mit unseren Kenntnissen und unserer Fähigkeit, neue Technologien zu entwickeln, aber noch mehr mit der hartnäckigen Bereitschaft, eingefahrene Mentalitäten zu verändern.

  • Ist denn wirklich in der ganzen Gesellschaft schon angekommen, dass wir in jeder Hinsicht und nicht nur räumlich "barrierefrei" werden müssen? Zuerst im Kopf, aber dann sozusagen in allen Lebenslagen. Ist wirklich schon bei allen Menschen angekommen, dass alle Menschen nicht so sehr behindert sind, als dass sie behindert werden? Ist wirklich schon bei allen angekommen, wie gerne Menschen mit Behinderung etwas leisten? Und zu welch unglaublichen Leistungen sie fähig sind?

  • Wie wäre es um die Kirche bestellt, wenn sie nur durch das geistliche Amt repräsentiert wäre.

  • Freiheit will nicht nur immer wieder neu errungen sein, Freiheit muss auch immer wieder neu gestaltet werden. Jede Generation steht vor der Herausforderung, für sich und für ihre konkreten Umstände Freiheit zu vollenden, Freiheit, die sich in ihrer schönsten Form als Verantwortung darstellt, und ebendies neu zu erlernen und neu mit Inhalten zu füllen.

  • Menschenrechte sind universell, ihre Sprache wird überall verstanden – jedenfalls von den Unterdrückten: in Asien wie in Europa, in Amerika wie in Afrika. Weltweit erwachen Menschen und fordern ihre Rechte ein – selbst dann, wenn noch nicht Tausende auf der Straße sind und, wie damals bei uns in Ostdeutschland, mit dem Ruf "Wir sind das Volk!" ihre Rechte einfordern können.

  • In unserem gemeinsamen Europa ist es keine innere Angelegenheit der einzelnen Staaten mehr, wenn Länder Freiheiten beschneiden und die Grundrechte der Bürger missachten.

  • Bevor die Freiheit gesellschaftliche Wirklichkeit werden kann, gewinnt sie die Herzen und Köpfe von Einzelnen und von kleinen Gruppen. Was spät alle ergreift, wird früh von wenigen geboren. Vor der freien Gesellschaft kommen freie Individuen, vor den freien Staaten freie Städte.

  • Freiheit will immer wieder neu errungen sein.

  • Selbstverantwortung ist in unserer Gesellschaft ein hoher Wert.

  • Ich tue mir nichts Gutes, wenn ich nichts von mir erwarte.

  • Sie müssen gelegentlich auch den Leuten widersprechen, die so tun als dürfe man sich in einer Demokratie nicht streiten. [...] Denn das ist unsere Stärke, die Stärke von Demokratie und Marktwirtschaft: der Wettstreit um den besten Weg, die Suche nach Alternativen.

  • Es gibt keinen besseren Nährboden für unsere Ideen und Problemlösungen als unsere offene Gesellschaft mit offenen Märkten und freiem und fairem Wettbewerb.

  • Singen ist eine Art, der Seele und dem eigenen Innern Ausdruck zu geben

  • In der Kunst wie in der Wissenschaft und der Religion begegnen wir dem Absoluten, das wir weder in der Politik, noch in der Ökonomie jemals antreffen werden.

  • Wenn ich hier mit großer Freude die so spezifischen Fähigkeiten von Kunst und Wissenschaft preise, Menschen zu sich selbst zu führen, dann ist gleichzeitig davor zu warnen, anzunehmen, Kunst und Wissenschaft könnten das, was Politik nicht kann: alles. Oder sie hätten sogar ein Erlösungskonzept.

  • Wir sind irrende Menschen mit dürstenden Seelen, und die Wüsten und Ebenen der Politik, sie vermögen unsere Seelen nicht dauerhaft zu nähren. Deshalb brauchen wir Sie, die Künstler, deshalb brauchen wir die Wissenschaftler mit ihren Sinnangeboten.

  • Schaffenskraft in Kunst, Politik und Wissenschaft existieren nebeneinander und es sollte kein oben und unten geben, keine Wertehierarchie.

  • Wie der Mensch träumt und hoffen kann, so kann er sich auch die Dinge der Welt erklären. Der Mensch hat den Genuss oder die Qual, aber eben auch die Fähigkeit zu wissen und in ungeahnte Räume des Erkennens vorzustoßen.

  • Freiheit von Kunst und Wissenschaft heißt: Die Ergebnisse und die Voraussetzungen sind nicht politischer Notwendigkeit verpflichtet.

  • Politik muss sich zu definieren vermögen, muss die Fähigkeit haben, Abschied zu nehmen vom Anspruch, das Absolute zu gestalten.

  • Sehnsucht, meine Lieben, ist keine Endstation – niemals für jemanden, der das Leben und die Menschen liebt. Sehnsucht ist eine der großen Reserven, die wir Menschen in uns tragen. Sie lässt uns harte Zeiten überstehen, weil sie in uns etwas antreibt, das stärker ist als alle Furcht und Angst, die uns niederdrückt.

  • Mitgefühl, Traurigkeit, manchmal auch eine richtige Wut über die Ungerechtigkeiten auf der Welt – das alles sind sehr menschliche Reaktionen.

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