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Gesellschaft Zitate

104 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Gesellschaft

  • Diese Erörterungen über Poesie scheinen mir eine starke Ähnlichkeit zu haben mit den Trinkgelagen unbedeutender Alltagsmenschen. Da diese nämlich ihre Unterhaltung beim Becher nicht durch sich selbst und ihre eigene Stimme und Rede bestreiten können infolge ihrer mangehaften Bildung, so schrauben sie die Preise für die Flötenbläserinnen in die Höhe: Um hohen Preis mieten sie sich die fremde Stimme der Flöten, und deren Stimme ist es dann, durch die sie sich miteinander unterhalten. Wo...

  • Nur wenn wir unsere Vergangenheit kennen, unsere Ohnmacht von einst, unsere Schwäche und unser Versagen, aber auch unseren Mut von einst, werden wir von der Gefahr befreit, alte Lebensmuster ständig zu wiederholen.

  • Wenn sie zusammensein mußten, so nahm man geschwind seine Zuflucht zur Musik, um alle zu verbinden, indem man jeden sich selbst wiedergab.

  • Man kann auch die Gesellschaft einem Feuer vergleichen, an welchem der Kluge sich in gehöriger Entfernung wärmt, nicht aber hineingreift wie der Tor, der dann, nachdem er sich verbrannt hat, in die Kälte der Einsamkeit flieht und jammert, daß das Feuer brennt.

  • Wenn man eine Gesellschaft kritisieren will, muß man Außenseiter dieser Gesellschaft sein.

  • "Hast du nicht gute Gesellschaft gesehn? Es zeigt uns dein Büchlein / fast nur Gaukler und Volk, ja was noch niedriger ist." / Gute Gesellschaft hab ich gesehn. Man nennt sie die gute, / wenn sie zum kleinsten Gedicht keine Gelegenheit gibt.

  • Der Mensch ist die Medizin des Menschen.

  • Man soll nie vergessen, daß die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will.

  • Die gute Küche ist das innigste Band der guten Gesellschaft.

  • Und ist mein ritterlicher Magen voll, / so saug' ich an den Zähnen und befrage / den Schönbart aus der Fremde: "Bester Herr", / so, auf den Arm mich stützen, fang ich an, / "Ich möcht' euch bitten", das ist Frage nun. / Und dann kommt die Antwort wie ein ABC-Buch. / "O Herr", sagt Antwort, "gänzlich zu Befehl, / wie's euch beliebt, zu euren Diensten, Herr." / Sagt Frage: "Nein bester Herr, zu Euren." / Und so, eh' Antwort weiß, was Frage will, / bloß mit dem Hinundherkomplimentieren /...

  • Übrigens werden in solchen Zusammenkünften meist die Abwesenden verletzt! Deren Leben, Worte und Handlungen werden untersucht, beurteilt, verdammt oder zu beißenden Scherzen benutzt. Ja selbst die Genossen werden nicht geschont; sobald sie zur Tür hinaus sind, müssen sie gleiches erleiden. Deshalb war es gar kein törichter Einfall, aus solchen Klatschgesellschaften immer als der letzte fortzugehen.

  • Aus einer großen Gesellschaft heraus / ging einst ein stiller Gelehrter zu Haus. / Man fragte: Wie seid Ihr zufrieden gewesen? / "Wären's Bücher", sagt' er, "ich würd sie nicht lesen."

  • Um in eine Versammlung feiner Leute treten zu dürfen, muß man den Frack tragen, die Uniform oder die Livree.

  • Was für ein Neuling ist doch der, welcher wähnt, Geist und Verstand zu zeigen wäre ein Mittel, sich in der Gesellschaft beliebt zu machen.

  • Du bist die unbedeutende Sprache der Galanterie zu wenig gewohnt. Eine Höflichkeit wird in ihr zur Empfindung, eine Schmeichelei zur Beteuerung, ein Einfall zum Wunsche, ein Wunsch zum Vorsatz.

  • Die Gesellschaft! Wie verhärtet sie das Herz, wie frivol macht sie den Geist! Wie macht sie uns dafür leben, was man von uns sagen wird!

  • Der Mensch liebt die Gesellschaft, und sollte es auch nur die von einem brennenden Rauchkerzchen sein.

  • Sie sind mir vorgekommen wie die Billardkugeln, die auf der grünen Decke blind durcheinanderlaufen, ohne voneinander zu wissen, und die, sobald sie sich berühren, nur desto weiter auseinander fahren.

  • Eine Gesellschaft von wilden Tieren machen sie aus, nur daß diese unter sich friedlich sind und denen ihrer Gattung nichts zuleide tun, sie aber dadurch sich sättigen, daß einer den andern zerreißt.

  • Wir gefallen in der Gesellschaft mehr durch unsere Fehler als durch unsere Vorzüge.

  • Wenn man jederzeit auf unserer Stirne lesen könnte, wo unsere Gedanken sind - kein Mensch möchte mit uns die Gegenwart teilen.

  • Nirgends fühlt man sich einsamer als in großer Gesellschaft.

  • Ich vertrage mich leicht mit Jedem, der sich mit sich selbst verträgt.

  • Sobald man in Gesellschaft ist, nimmt man vom Herzen den Schlüssel ab und steckt ihn in die Tasche. Diejenigen. welche ihn stecken lassen, sind Dummköpfe.

  • Sprich nie verächtlich über die Gesellschaft! Nur wem es nicht gelingt, hineinzukommen, spottet darüber.

  • Allzu spürbare Überlegenheit macht den Einzelnen für die Gesellschaft nicht geeignet. Man geht mit Kleingeld und nicht mit Goldbarren auf den Markt.

  • Ich habe bemerkt, daß der unterscheidende Zug von Menschen, die an gute Gesellschaft gewöhnt sind, eine kalte, unerschütterliche Ruhe ist, welche allen ihren Handlungen und Zuständen, von den wichtigsten bis zu den geringsten, sich mitteilt. Sie essen mit Ruhe, bewegen sich mit Ruhe, lieben mit Ruhe und verlieren ihr Weib, selbst ihr Geld mit Ruhe, während gemeine Leute keinen Löffel oder eine Beleidigung einnehmen können, ohne einen fürchterlichen Lärm darüber anzufangen.

  • Im gleichen ließe sich sagen, daß jeder von ihnen nur ein kleiner Bruch der Idee der Menschheit sei, daher er vieler Ergänzung durch andere bedarf, damit einigermaßen ein volles menschliches Bewußtsein herauskomme. Hingegen wer ein ganzer Mensch ist, ein ausgezeichneter Mensch, der stellt eine Einheit und keinen Bruch dar, hat daher an sich selbst genug. Man kann in diesem Sinne die gewöhnliche Geslleschaft jener russischen Hornmusik vergleichen, bei der jedes Horn nur einen Ton hat und...

  • Gesellschaft bleibt eines wackern Mannes höchstes Bedürfnis. Alle brauchbaren Menschen sollen in Bezug untereinander stehen. wie sich der Bauherr nach dem Architekten und dieser nach Maurer und Zimmermann umsieht.

  • Wie sehr hütete man sich sonst in der Gesellschaft, irgend etwas zu berühren, was einem oder dem andern unangenehm sein konnte! Der Protestant vermied in Gegenwart des Katholiken, irgendeine Zeremonie lächerlich zu finden, der eifrigste Katholik ließ den Protestanten nicht merken, daß die alte Religion eine größere Sicherheit ewiger Seligkeit gewähre. Man unterließ vor den Augen einer Mutter, die ihren Sohn verloren hatte, sich seiner Kinder lebhaft zu freuen, und jeder fühlte sich...

  • Die Leute, welche man die gute Gesellschaft nennt, sind oft bloß jene, deren Laster raffinierter sind.

  • In manchen Orten habe ich feststellen können: Die gute Gesellschaft taugt nicht viel, doch die schlechte ist ganz vorzüglich.

  • Wenn die Gesellschaft nicht ein künstliches Gebilde wäre, so würde nicht jedes wahre und einfache Gefühl ein solches Erstaunen hervorrufen, sondern es würde gefallen, ohne zu verblüffen. Unsere Überraschung ist eine Satire der Gesellschaft, und unser Vergnügen ist eine Huldigung der Natur.

  • Ist doch Geist und Verstand an den Tag legen nur eine indirekte Art, allen andern ihre Unfähigkeit und ihren Stumpfsinn vorzuwerfen.

  • Der Hof ist wie ein Gebäude aus Marmor erbaut. Ich meine damit, daß er aus sehr harten, aber sehr polierten Menschen besteht.

  • Was gute Gesellschaft genannt wird, ist meistens nur ein Mosaik geschliffener Karikaturen.

  • In der Gesellschaft sind alle gleich. Es kann keine Gesellschaft anders als auf den Begriff der Gleichheit gegründet sein, keineswegs aber auf den Begriff der Freiheit. Die Gleichheit will ich in der Gesellschaft finden; die Freiheit, nämlich die sittliche, daß ich mich subordnieren mag, bringe ich mit.

  • Geselligkeit will uns nicht glücken, / uns fehlen dazu der Anmut Gaben. / Nie harmlos sich in andere schicken, / das heißt in Deutschland Charaker haben.

  • Ein Ball ist eine Gesellschaft von Füßen. ein Gastmahl eine Gesellschaft von Mägen. Es gibt nicht viele Gesellschaften von Köpfen und noch weniger von Herzen.

  • Die Gesellschaft ist eine verfeinerte Horde, die sich aus zwei mächtigen Stämmen zusammensetzt: Den Langweiligen und den Gelangweilten.

  • Wir andern, die wir von der Gesellschaft abhängen, müssen uns nach ihr bilden und richten, ja wir dürfen eher etwas tun, das ihr zuwider ist, als was ihr lästig wäre, und lästiger ist ihr in der Welt nichts, als wenn man sie zum Nachdenken und zu Betrachtungen auffordert.

  • Künste, die zu Hof im Brauch, / wollt ich, dünkt mich, können auch, / wann nur eine mir wollt' sein, / nämlich unverschämt zu sein!

  • Multikulturalität ist kein Konzept, sondern ein Tatbestand. Da kann man nicht sagen, das sei alles gescheitert.

  • Es ist ein großes Unglück, durch unseren Charakter die Rechte zu verlieren, die uns unsere Talente über die Gesellschaft geben.

  • Wo nur Standesgenossen zusammenkommen, da wird immer sehr bald die Langeweile präsidieren und die Dummheit das Protokoll führen.

  • Ein junger toller Kopf? Wo habt ihr einen Schauplatz des Lebens für mich? Eure bürgerliche Gesellschaft ist mir unerträglich!

  • Wie oft in der Gesellschaft, die sich für so recht gebildet und interessant hielt, bei all dem Gerede und Feintun, seufzte ich innerlich: "Wenn doch nur ein Hund da wäre!"

  • Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.

  • Er scheint mir einer von den Menschen zu sein, die einen guten moralischen Magen haben, um an dem großen Welttische immer mitgenießen zu können.

  • Lieber dem Bettler den Brotsack tragen, / als mit dem vornehmen Pöbel sich plagen!

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