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Anton Pawlowitsch Tschechow

russischer Dramatiker und Schriftsteller (1860 - 1904)

31 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wer mit Güte nichts erreicht, erreicht auch nichts mit Strenge.

  • Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.

  • Eine Erzählung ohne Frau ist eine Maschine ohne Dampf.

  • Je höher die Kultur, desto reicher die Sprache.

  • Die Hauptsache ist nicht der Erfolg, nicht der Ruhm, nicht das, wovon ich früher träumte, sondern die Kunst zu leiden.

  • Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich fest glauben, daß die Wissenschaft das Wichtigste, das Schönste und das Notwendigste im menschlichen Leben, daß sie die höchste Offenbarung der Liebe ist.

  • Wer die Einsamkeit fürchtet, sollte nicht heiraten.

  • Wer die Befriedigung des Schaffens einmal erfahren hat, für den sind alle anderen Befriedigungen nicht mehr vorhanden.

  • Das Leben stimmt nicht mit der Philosophie überein: Es gibt kein Glück ohne Müßiggang, und nur das Nutzlose bereitet Vergnügen.

  • Männer werden ohne Frauen dumm, und Frauen welken ohne Männer.

  • Anscheinend fühlt sich der glückliche Mensch nur deshalb wohl, weil die Unglücklichen ihre Last schweigend tragen und ohne dieses Schweigen das Glück unmöglich wäre.

  • Man müßte Gott selber sein, um Erfolge und Mißerfolge unterscheiden zu können.

  • Ich bin zutiefst überzeugt, daß man in fünfzig oder hundert Jahren unsere lebenslangen Zuchthausstrafen mit demselben Staunen und Schauder betrachten wird, den wir heute empfinden, wenn wir uns vergegenwärtigen, wie man früher Nasen durchlöcherte oder einen Finger an der linken Hand abhackte.

  • Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.

  • Vergiß nicht, daß es besser ist, Opfer zu sein als Henker.

  • Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, dass der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.

  • Man muß an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seiner Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.

  • Wenn sich heutzutage ein anständiger, tätiger Mensch kritisch verhält gegenüber sich und seiner Arbeit, so bekommt er zu hören: Jammerlappen, Nichtstuer, Langweiler. Wenn jedoch ein müßiger Spitzbube ruft, man müsse etwas tun, müsse arbeiten, so bekommt er Applaus.

  • Auch aufrichtige Menschen können irren, das steht außer Zweifel, aber solche Irrtümer richten weniger Übel an als vorausberechnete Unaufrichtigkeit, Vorurteile oder politisches Kalkül.

  • Anständigen im wahren Sinne begegnet man nur unter Menschen, die feste Überzeugungen haben, konservative oder liberale; die so genannten Gemäßigten neigen zu sehr zu Belohnungen, Beihilfen, Kreuzen, Gehaltszulagen.

  • Gänsefüßchen benutzen zweierlei Arten von Schriftstellern: die ängstlichen und die ohne Talent. Erstere erschrecken vor der eigenen Courage und Originalität, die zweiten, die irgendein Wort in Gänsefüßchen setzen, wollen damit sagen: Sieh mal, Leser, was für ein originelles, kühnes und neues Wort ich gefunden habe!

  • Arme Leute um etwas zu bitten ist leichter als Reiche.

  • Arbeiten muss man, alles andere - zum Teufel damit.

  • Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.

  • Wem das Leben fremd ist, wer dazu unfähig ist, dem bleibt nichts anderes, als Beamter zu werden.

  • Zum Teufel mit der aristokratischen Gesinnung, wenn sie verlogen ist.

  • Wir waren alle einmal arm und haben uns empört, aber haben wir je etwas getan für die Armen?

  • Denn Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster, wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.

  • Abscheuliche Mittel, für gute Zwecke eingesetzt, machen auch den Zweck abscheulich.

  • Ach, wenn man dem Arbeitswillen Bildung verleihen könnte und der Bildung Arbeitswillen!

  • Man kann kein Gewehr auf die Bühne stellen, wenn niemand die Absicht hat, einen Schuss daraus abzugeben.

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