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Paula Modersohn-Becker

deutscher Malerin (1876 - 1907)

34 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Versuche nicht, Stufen zu überspringen. Wer einen weiten Weg hat, läuft nicht.

  • Nach Kraft ringen. Das klingt alles so dramatisch. Man tut, was man kann, und legt sich dann schlafen. Und auf diese Weise geschieht es, daß man eines Tages etwas geleistet hat.

  • Man muss nur warten können, das Glück kommt schon.

  • Falsche Nächstenliebe lenkt ab vom wahren Ziele.

  • Es ist vom Übel, wenn der Mensch nicht da ist, wohin er gehört. Und ich gehöre nicht in die Stadt.

  • Es ist meine Erfahrung, dass die Ehe nicht glücklicher macht. Sie nimmt die Illusion, die vorher das ganze Wesen trug, dass es eine Schwesterseele gäbe.

  • Ich wärme mich an diesem Stück Christentum und nehme es entgegen wie ein Märlein. Und dann ist es solch ein Fest für Frauen, denn diese Mutterbotschaft lebt ja immer noch weiter in jedem Weibe.

  • Gott sage ich und meine den Geist, der die Natur durchströmt, dessen auch ich ein winziges Teilchen bin, den ich im großen Sturme fühle.

  • Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.

  • Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

  • Am Anfang war die Kraft.

  • Sinnlichkeit, Sinnlichkeit bis in die Fingerspitze, gepaart mit Keuschheit, das ist das Einzige, Wahre, Rechte für den Künstler.

  • In mir fühle ich es wie ein leises Gewebe, ein Vibrieren, ein Flügelschlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atemanhalten: wenn ich einst malen kann, werde ich auch das malen.

  • Darf Liebe nehmen?

  • Ja, so sind die meisten Menschen. Die Unglücksfälle schreiben sie sich ins Gedächtnis und memorisieren sie fleißig; aber das Glück, das viele Glück, beachten sie nicht... arme, arme Welt.

  • Das Schönste wäre ja, wenn ich jenes unbewusste Empfinden, was manchmal leicht und lieblich in mir summt, figürlich ausdrücken könnte.

  • Man muss eben immer älter werden, immer stiller und endlich einmal etwas schaffen.

  • Es ist merkwürdig, dass das, was man für gewöhnlich Erlebnisse nennt, in meinem Leben so wenig Rolle spielt. Ich habe, glaube ich, auch welche. Aber sie scheinen mir gar nicht das Hauptsächlichste im Leben, sondern das, was zwischen ihnen liegt, der tägliche Kreislauf der Tage, das ist für mich das Beglückende.

  • Lass uns ruhig abwarten. Die Zeit wird das Rechte und das Gute bringen.

  • Mir könnte gar nichts Lieberes passieren, als von Zeit zu Zeit sechs Wochen allein zu sein.

  • Durch das Zuviel-Arbeiten sündigt man am Leben und an der Arbeit selber.

  • Dass ich mich verheirate, soll kein Grund sein, dass ich nichts werde.

  • Seid Idealisten bis ins Greisenalter. Idealisten, die eine Idee verkörpern. Dann habt ihr gelebt.

  • Kirchen gibt es hier genug. Aber fromme Augen sehe ich so wenig.

  • Dass man, wenn man heiratet, so furchtbar festsitzt, ist etwas schwer.

  • Und das ist meine Demut. Lieber, dass ich mich gebe, wie ich bin, und in deine Hände lege und rufe: Hier bin ich.

  • Belohnt und bestraft werden wir für alles schon auf Erden.

  • Gibt es Schöneres als einen edlen Menschen?

  • Mangel an Geld schmiedet uns fest an die Erde, man bekommt die Flügel beschnitten, man merkt es nicht, weil die Schere ganz vorsichtig täglich nur eine Ahnung abschneidet.

  • Man hat nicht das Recht, stolz aufzutreten, wenn man selbst noch nichts ist.

  • Wie ist doch die Liebe so ein seltsam Ding. Wie wohnt sie in uns und ruht sie in uns und nimmt Besitz von jedem Faserlein unseres Körpers. Und hüllt sich ein in unsere Seele und bedeckt sie mit Küssen.

  • Ich lege meinen Kopf in deinen Schoß, aus welchem ich hervorgegangen bin, und danke dir für mein Leben. Dein Kind.

  • Wir Bewussten, wir haben es eigentlich noch einmal so schwer. Wir dürfen niemandem wehe tun, weil wir wissen.

  • Die Kompliziertheit eines Charakters wächst mit dem feinen Verständnis desselben.

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