TOPZufallszitatVolltexteGedankensplitterReligionen
Anzeige

Roman Herzog

deutscher Politiker (CSU) (1934 - 2017)

76 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Die Freiheit des Informationsaustausches macht es den Kulturen möglich, sich gegenseitig zu bereichern. Das hält sie lebendig und bewahrt sie vor musealer Erstarrung. Mehr Transparenz würde im übrigen auch mehr Wahrheit ermöglichen.

  • Diese Wissensrevolution und der scharfe internationale Wettbewerb setzen weltweit die Unternehmen unter einen immensen Innovationsdruck.

  • Der Nationalsozialismus ist unser gemeinsames, schreckliches Erbe.

  • Freiheit braucht auch das Wissen um Tradition, um Werte und Ideale. Sie sind die wichtigste Voraussetzung für eine fundierte Kritik an der jeweils gegenwärtigen Wirklichkeit und für ein Denken in Alternativen.

  • Wenn alle glauben, daß "der Ehrliche immer der Dumme" sei, braucht sich niemand über die Folgen zu wundern.

  • Ohne Weimar ist die Geschichte der deutschen Kultur nicht denkbar.

  • Wir brauchen nicht alles Bewährte über Bord zu werfen. Aber Erneuerung tut Not, schon um das Bewährte für die Zukunft zu sichern.

  • Aus erlebter Vergangenheit beginnt Geschichte zu werden.

  • Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie.

  • Die Notwendigkeit der Kommunikation und des gegenseitigen Kennenlernens ist heute eine humanistische, politische und kulturelle Herausforderung.

  • Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzständen.

  • Kulturen als solche können sich nicht miteinander unterhalten. Deshalb müssen sich Menschen treffen und miteinander ins Gespräch kommen.

  • Demokratie und Grundgesetz haben sich in Deutschland nicht zuletzt deshalb Anerkennung erworben, weil mit ihnen Wohlstand kam. Die Erfolgsgeschichte der alten Bundesrepublik war deshalb auch eine Erfolgsgeschichte der sozialen Marktwirtschaft.

  • Unsere freiheitliche Demokratie lebt nicht von Umfragen, sie lebt von Engagement und Courage!

  • Europäische Identität bedingt die Herausbildung eines europäischen Gedächtnisses, das das Gemeinsame an Verantwortung ins Bewußtsein hebt.

  • Freiheit ist mehr als nur inhaltsleere Abwesenheit von Zwang.

  • Europa ist keineswegs nur ein Zukunftsplan, sondern es ist vor allem ein existenter Pfeiler unserer Geschichte. Jede europäische Zukunft ist daher zugleich immer eine Renaissance.

  • Die Regierung und die sie tragende Parlamentsmehrheit haben meist nicht das Volk, sondern bestenfalls die Hälfte des Volkes hinter sich und können daher selbst durch die bestgemeinte Politik nicht nur integrieren, sondern werden zugleich stets auch polarisieren.

  • Unsere jungen Menschen haben nicht nur Anspruch auf Bildung, auf berufliche Qualifikation und die Chance zur Eigenverantwortung. Am wichtigsten ist, daß wir ihnen das Gefühl geben, erwünscht, gebraucht und gefordert zu sein.

  • Nie war die individuelle Freiheit größer als heute, und die Pluralität der Lebensformen hat uns überdies eine ungemein vielgestaltige Gesellschaft geschaffen.

  • Die globalen Prozesse setzen sich über Grenzen und [...] auch über die Regelwerke der Europäischen Union ungerührt hinweg.

  • Lassen sich die Institutionen nach dem Muster und mit den Begriffen der nationalstaatlichen Demokratie überhaupt ohne weiteres auf Europa übertragen?

  • Immer mehr neigen wir dazu, die unangenehmen Folgen unseres Tuns zu sozialisieren, über die nützlichen aber privat zu verfügen.

  • Die europäische Wertegemeinschaft ist eine Gemeinschaft der Freiheit, der Demokratie, der Menschenrechte, der sozial verpflichteten Marktwirtschaft und der kulturellen Vielfalt.

  • Der Umgang mit dem Computer gehört aber wie das Lesen Schreiben und Rechnen heute zu den selbstverständlichen Kulturtechniken, die fast in allen Fächern Auswirkungen haben.

  • Unsere Zukunft liegt in Europa.

  • Mit den Generationen verändern sich Wahrnehmungen und Erinnerungen.

  • Trotz der Zunahme visueller Kommunikation, trotz der Bilderflut, trotz der symbolischen Schnittstellenkommunikation am Bildschirm bleibt die Sprache die Grundlage unseres Denkens und unserer Rationalität.

  • Demokratie und Freiheit stehen heute vor zwei großen Herausforderungen: Wie können wir in einer sich globalisierenden Wirtschaft auch künftig Wohlstand schaffen, und wie wahren wir dabei das Ziel der Gerechtigkeit, soweit sie sich unter Menschen überhaupt herstellen läßt?

  • Es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit.

  • Eine Gesellschaft lebt niemals nur aus Staat und Politik. Die großen Entwicklungen führt sie selbst, als Ganzes, herbei.

  • Keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft, auch kein Staat kann ohne Gedächtnis und ohne Erinnerung leben. Ohne Erinnerung zu leben bedeutet ja, ohne Identität und damit ohne Orientierung zu leben.

  • Die Diskussion darüber, was Europa sein will und wie es sich in der Welt sieht, ist im Zeitalter der Globalisierung eine politische Überlebensfrage.

  • Wenn ein Volk aber versucht, in und mit seiner Geschichte zu leben, dann ist es gut beraten, in und mit seiner ganzen Geschichte zu leben, und nicht nur mit ihren guten und erfreulichen Teilen.

  • Zwar sollte niemand behaupten, daß unsere führenden Politiker die langfristigen Trends, ihre Chancen und ihre Gefahren nicht im Blick hätten [...], aber im Vordergrund steht für sie zwangsläufig das Kurzfristige, das sich in den obligaten Neunzig-Sekunden-Statements unseres Fernsehens noch einigermaßen abhandeln läßt.

  • Immer weniger Menschen kennen die Zeit des Krieges und gar die Zeit vor dem Krieg noch aus eigener Erfahrung, die Architekten des Wiederaufbaus treten ab. Und der Generationswechsel läßt nicht nur die Zeitzeugen des Holocaust allmählich verstummen. Es verblassen auch die Erfahrungen von Verfolgung und Massenmord, von Kriegen und Vertreibungen, von durchlittenen Bombennächten, von Sprech- und Denkverboten. Auch diese Erfahrungen haben das Denken einer ganzen Generation stärker geprägt, als...

  • Ohne Demokratie kann es keinen dauerhaften Frieden geben, weder nach außen noch im Inneren.

  • Je mehr unser Schicksal von dem anderer Menschen und Völker in der ganzen Welt abhängt und je mehr wir in gemeinsamer Verantwortung mit ihnen die Zukunft gestalten, desto wichtiger ist die Fähigkeit der Kommunikation mit diesen anderen.

  • Freiheit und Demokratie sind nie selbstverständlich.

  • Noch nie war der Prozeß politischer Entscheidungsfindung so kompliziert wie heute.

  • Kultur und Zivilisation sind niemals ein für allemal fester Besitz.

  • Sicherlich läßt sich nicht alles in Europa so gestalten, wie wir es von den Nationalstaaten her kennen.

  • Gerade in Zeiten globaler Umbrüche ist es wichtig zu wissen, was uns miteinander verbindet.

  • So stelle ich mir die Welt in 20 Jahren vor: es wird sechs bis zehn weltanschaulich fundierte Blöcke geben, die sowohl wirtschaftlich als auch geistig für uns Europäer eine Herausforderung darstellen werden. Diese werden die Frage nach unseren Fundamenten stellen und deren Tragfähigkeit auf die Probe stellen.

  • Die Globalisierung eröffnet für die Staaten der unterschiedlichen Weltregionen zugleich die Chance, sich über gemeinsame Werte und Handlungsansätze zu verständigen. Sie verlangt von uns Weltläufigkeit und Weltoffenheit.

  • Es müssen nicht alle die gleichen Dummheiten machen.

  • In einer Massen- und vor allem Mediendemokratie wie der unseren gibt es unvermeidlich das, was man die Priorität des Kurzfristigen nennt. Die Fragen des jeweiligen Jahrfünfts entscheiden die Wahlen, sie beschäftigen fast ausschließlich die Medien und sie beherrschen infolgedessen auch das Denken der politischen Eliten.

  • Wir können den technologischen Wandel und die damit verbundene Globalisierung nicht einfach abwählen.

  • Informationen sind via Internet von jedem Punkt der Welt jederzeit für jeden einzelnen abrufbar.

  • Ohne gründliches Wissen um seine Geschichte kann auf die Dauer kein Volk bestehen.

Anzeige