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Natur Zitate

158 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Natur

  • Mit stürmischem Elan werden die letzten Tabus gebrochen. Die Erde zittert dabei in ihren Festen und gibt dabei zum Besten, wie sie zurückschlägt und lässt dabei Stürme toben, Eisberge schmelzen und Vulkane kochen.

  • Ein neues Frühjahr zu erleben, halte ich jedesmal für eine Gnade Gottes.

  • Die Natur hat uns einen wißbegierigen Geist gegeben und hat uns im Bewußtsein ihrer edlen Bildung und Schönheit zu Zuschauern dieses herrlichen Schauspiels bestimmt. Sie würde sich nämlich um die Wirkung ihres Seins bringen, wenn sie alle diese großen, wundervollen, feinen, glänzenden und nicht nur auf eine Art schönen Erscheinungen lediglich dem öden Weltenraum darböte.

  • Die Sprache der Natur, die in den Geschöpfen Gottes redet, nebst Vernunft und Gewissen ist allein die allgemeine Sprache, dadurch sich Gott allen Menschen und Völkern offenbaren kann.

  • Die Natur ist die Künstlerin, aber der Mensch der Erkennende!!!

  • Mir untergräbt das Herz die verzehrende Kraft, die in dem All der Natur verborgen liegt, die nichts gebildet hat, das nicht seinen Nachbarn, nicht sich selbst zerstörte. Und so taumle ich beängstigt. Himmel und Erde und ihre webenden Kräfte um mich her: Ich sehe nichts als ein ewig verschlingendes, ewig wiederkäuendes Ungeheuer.

  • Es ist viel Tradition bei den Kunstwerken. Die Naturwerke sind immer wie ein erstausgesprochenes Wort Gottes.

  • Ich kann nicht leugnen, daß mein Vertrauen in den Charakter meines Nachfolgers einen Stoß erlitten hat, seit ich erfahren habe, daß er die uralten Bäume vor der Gartenseite seiner, früher meiner Wohnung hat abhauen lassen, welche eine erst in Jahrhunderten zu regenerierende, also unersetzbare Zierde der amtlichen Reichsgrundstücke in der Residenz bildeten.

  • Mit Botanik gibst du dich ab? Mit Optik? Was tust du? / Ist es nicht schönrer Gewinn, rühren ein zärtliches Herz? / Ach, die zärtlichen Herzen! Ein Pfuscher vermag sie zu rühren. / Sei es mein einziges Glück, dich zu berühren, Natur!

  • Wohl dem! Selig muß ich ihn preisen, / der in der Stille der ländlichen Flur, / fern von des Lebens verworrenen Kreisen, / kindlich liegt an der Brust der Natur.

  • Wenn in hingebungsvoll gepflegten Gärten Gärtner nichts Unerwünschtes am falschen Platz wachsen lassen, kann es passieren, dass an anderem Platz das Unerwünschte spontan ins Kraut schießt.

  • Nur Kleingläubige möchten die Natur in den Griff bekommen.

  • Der mächtigste Unterschied zwischen den englischen, richtiger chinesischen Gärten und den jetzt immer seltener werdenden, jedoch noch in einigen Prachtexemplaren vorhandenen altfranzösischen beruht im letzten Grunde darauf, daß jene im objektiven, diese im subjektiven Sinne angelegt sind. In jenen nämlich wird der Wille der Natur, wie er sich in Baum, Staude, Berg und Gewässer objektiviert, zu möglichst reinem Ausdruck dieser seiner Idee, also seines eigenen Wesens gebracht. In den...

  • Die Natur vermeidet das Vakuum.

  • Daher kommt es denn auch, daß man der Pflanzenwelt eines Landes einen Einfluß auf die Gemütsart seiner Bewohner zugestanden hat. Und gewiß, wer sein Lebenlang von hohen ernsten Eichen umgeben wäre, müßte ein anderer Mensch werden, als wer täglich unter luftigen Birken sich erginge.

  • Wir können die Natur nur dadurch beherrschen, daß wir uns ihren Gesetzen unterwerfen.

  • Ewig wechselt der Wille den Zweck und die Regel, in ewig / wiederholter Gestalt wälzen die Taten sich um. / Aber jugendlich immer, in immer veränderter Schöne, / erst du, fromme Natur, züchtig das alte Gesetz. / Immer dieselbe, bewahrst du in treuen Händen dem Manne, / was dir das gaukelnde Kind, was dir der Jüngling vertraut, / nährest an gleicher Brust die vielfach wechselnden Alter. / Unter demselben Blau, über dem nämlichen Grün / wandeln die nahen und wandeln vereint die fernen...

  • Natürlichem genügt das Weltall kaum; / was künstlich ist, verlangt geschloßnen Raum.

  • Kommt, von allerreifsten Früchten / mit Geschmack und Lust zu speisen! / Über Rosen läßt sich dichten, / in die Äpfel muß man beißen.

  • Die Naturlehre ist, für mich wenigstens, eine Art Tilgungsfonds für die Religion, wenn die vorwitzige Vernunft Schulden macht.

  • Wenn die Anmut einer herrlichen Gegend uns lindernd umgibt, wenn die Milde gefühlvoller Freunde auf uns einwirkt, so kommt etwas Eigenes über Geist und Sinn, das uns Vergangenes, Abwesendes traumartig zurückruft und das Gegenwärtige, als wäre es nur Erscheinung, geistermäßig entfernt.

  • Ich habe ihm nun geraten, künftig in der Natur nie einen einzelnen Gegenstand alleine herauszuzeichnen, nie einen einzelnen Baum, einen einzelnen Steinhaufen, eine einzelne Hütte, sondern immer zugleich einigen Hintergrund und einige Umgebung mit. Und zwar aus folgenden Ursachen: Wir sehen in der Natur nie etwas als Einzelheit, sondern wir sehen alles in Verbindung mit etwas anderem, das vor ihm, neben ihm, hinter ihm, unter ihm und über ihm sich befindet. Auch fällt uns wohl ein einzelner...

  • Drei der Grazien gibt's, nur eine Venus! Die Veilchen / will ich zum Strauße gereiht, aber die Rose allein.

  • Wäre in der Natur überhaupt Zufall - auch nur ein Zufall -, so würdest du sie in allgemeiner Regellosigkeit erblicken. Weil aber alles, was in ihr geschieht, mit blinder Notwendigkeit geschieht, so ist alles, was geschieht oder was entsteht, Ausdruck eines ewigen Gesetzes und einer unverletzbaren Form.

  • Der Berg sollte seine Oreade, der Fluß seine Nymphe verlieren? Diese holde Verschwendung des Glaubens, die jeden Gegenstand zur Göttlichkeit erhebt, die den geringsten Blumen heilige Weihe gibt und ein Flüstern der Himmlischen im schwächsten Lüftchen vernimmt - sie möchtest Du verleugnen und die Erde zu bloßem Staub und Lehm machen?

  • Es ist wichtiger, daß jemand sich über eine Rosenblüte freut, als daß er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.

  • Es ist etwas so Unnützes, so Müßiges, ich möchte fast sagen Geckenhaftes im Reden, daß man vor dem stillen Ernste der Natur und ihrem Schweigen erschrickt, sobald man sich ihr vor einer einsamen Felsenwand oder in der Einöde eines alten Berges gesammelt entgegenstellt.

  • Der Ort an sich bringt Grillen der Verzweiflung / auch ohne weitern Grund in jedes Hirn, / der soviel Klafter niederschaut zur See / und hört sie unten brüllen.

  • Wieviel ich Täuschung auch erfuhr / im Leben und im Lieben, / du bist mir allezeit, Natur, / du bist mir treu geblieben.

  • Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen: Man muß sie auch verstehen können, wenn sie aussagt.

  • Im Lenzen prangt die Welt mit zarter Jungfernschaft, / im Sommer ist sie Frau, mit Schwangersein verhaft, / wird Mutter in dem Herbst, gibt reiche Frucht heraus, / ist gute Wirtin, hält im Winter ratsam Haus.

  • Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.

  • Natur wiederholt ewig in weiterer Ausdehnung denselben Gedanken. Darum ist der Tropfen ein Bild des Meeres.

  • Und so sag ich zum letzten Male: / Natur hat weder Kern noch Schale. / Du prüfe dich nur allermeist, / ob du Kern oder Schale seist!

  • Macht euch vertraut mit Natur, erkennt sie als eure Mutter; / ruhig sinket ihr dann in die Erde hinab.

  • Was gegen die Natur ist, das ist gegen Gott.

  • Nur, wer die ganze Stimme der Natur / Heraushört, dem wird sie zur Harmonie.

  • Je näher wir der Natur sind, desto näher fühlen wir uns der Gottheit.

  • Die Sonne, die im Maien lacht, / zu Dichtern selbst die Laien macht.

  • Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  • Die Menschen machen mir durch Wahrheiten und Fabeln den Kopf warm, und wenn es nicht noch Berg und Gestein gäbe, so wüßt' ich nicht, wohin flüchten.

  • Glaubt, Graben ist ein adelig Geschäft! / Was Ihr auch Großes wirkt und Großes fördert, / der Euch einst eingräbt, er besiegt doch alles.

  • Wer nicht liebt, wird sich des schönen Maien / so gut er kann, doch leider halb nur freuen.

  • Wie es vor alten Zeiten, da die Menschen an der Erde lagen, eine Wohltat war, ihnen auf den Himmel zu deuten und sie auf's Geistige aufmerksam zu machen, so ist's jetzt eine größere, sie nach der Erde zurückzuführen.

  • Naturforscher sind es, unter denen man die meisten jener Gelehrten nennt, die das höchste, das heiterste Alter erleben.

  • Wer die Natur als göttliches Organ leugnen will, der leugne nur gleich alle Offenbarung!

  • Wer mit seiner Mutter, der Natur, sich hält, / findet im Stengelglas wohl eine Welt.

  • Die Natur zwingt uns zu nichts, wir dürfen uns ihr anpassen.

  • Glaube mir, ich habe es erfahren, du wirst ein Mehreres in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was kein Lehrmeister dir zu hören gibt.

  • Die Natur ist groß. Sie erzeugt, aber kennt keine Kinder; sie vollendet, aber kennt keinen Besitz.

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