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Leopold Schefer

deutscher Dichter und Komponist (1784 - 1862)

90 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Das Schicksal wird durch Milde nur Bezwungen.

  • Das größte Glück / Der Sterblichen bleibt immer Hoffnung.

  • Wie selten leben wir das eigne Leben!

  • Es giebt nur immer wenig große Herzen, / Die klar die Welt verstehn, und klar das Wahre / Und Gute in ihr scheidend, klar verwerfen / Und hassen, was da schlecht und falsch ist.

  • Vergänglich ist der Mensch! vergänglich ist, / Was er vollbringet, was er schafft und fühlt. / Nichts bleibt von seiner Liebe zu der Menschheit, / Zum Vaterlande, ja zu seinen Göttern / Auf dieser Erden einst zurück, nichts bleibt / Von seinem Tode, nicht einmal sein Grab!

  • Wen sollte And'rer Leid nicht selber rühren? / Wen kann nicht And'rer Leid nicht selber treffen?

  • Die Jugend scheint viel froher als das Leben, / Und ist doch nur ein innerliches Werden

  • Durch Anerkennung wird der Weise selbst / Geblendet

  • Die Phantasie hat ihre eignen Leiden, / Vor welchen uns die Wirklichkeit nicht schützt.

  • Doch hast du Geist und Wissen, Lieb und Thun, / Dann hast du in dir selbst und an der Welt, / Was je das Gold gewähren kann;

  • Schönheit und Thorheit sind Geschwister. Aber / Der Thorheit Töchter sind das Zwillingspaar: / Das eigne Unglück und der Andern Unheil.

  • Bewalte alles aus gesamter Ansicht / Und aus dem Wertgefühl des ganzen Wesens, / Dann wirst du jedem immer mild begegnen!

  • Das Leben eines Alten ist der Himmel!

  • Mensch, Nichts zur Unzeit! Aber Unzeit können / Sogar die Tage deines Lebens sein, / Wenn du darin nicht der Gottheit Geist / Erkennst...

  • Wer wünscht und hofft, der lebt schon in der Zukunft; / Er spürt um sich die Zeit, die Dinge kaum, / Bedenkt und braucht sie nur, sofern sie ihm / Als Stufen dienen hin zu seinem Ziel.

  • Verständig werden ist der Mühe werth; / Durch dein gebildet Herz, durch Licht im Geiste / Erkaufst du dir die Welt mit ihren Schätzen!

  • Willst du von zweien Dingen wissen, welches / Das Rechte? — Nimmer ist es das Bequeme!

  • Der Morgen scheint viel schöner als der Tag, / Und ist doch nur sein heiligstilles Bringen!

  • Mißtraue allem Außerordentlichen!

  • Leibesschönheit / Ist nur der Abdruck innerer Seelenschönheit

  • Ein Jeder ist sich selbst der größte Feind, / Und lebt erst glücklich, wenn er den versöhnt.

  • Herz, lerne hoffen!

  • Ein liebend Herz wird nimmermehr beleidigt

  • Das Mittel gegen Unversönlichkeit / Ist: Fühle nie im Herzen dich beleidigt!

  • Wir Menschen haben ein natürlich Recht / Zur Fällung eines Urteils über Welt, / Tod, Leben, Freuden, Schmerzen, selbst den Menschen; / Denn wir müssen Menschen sein, und Alles / Selbst dulden, was ein Mensch sein mit sich bringt.

  • Versäume keine Pflicht, und übernimm / Nicht eine,Bis du allen alten / Genug gethan!

  • Sei ein Mensch!

  • Verlangst du für gute Werke Lohn, / Dann sinkest du zum Diener.

  • Das Menschenherz geht immer schwer.

  • Wonach das Leben messen? Nach den Jahren? / Der Freunde Innerlichkeit? Können Bilder / Der schönsten Stunden wohl die leeren Wände / Des Alters decken?

  • Ein angewöhnter Fehler gleicht der Fliege, / Du jagst sie hundertmal in Zwischerräumen / Hinweg, und dennoch kehrt sie immer wieder / Und plagt dich immer ärger.

  • Schon Manchen hat die Schönheit weit verlockt, / Die fremde, die vor Augen ihm erschien; / Doch geht kein Irrweg, liegt kein Abgrund wo, / Zu dem uns nicht die eigne Schönheit reißt

  • Wenn du um etwas steitest, streite so: / Daß du das nicht versehrst, warum ihr streitet; / Doch was ist so viel werth je, als das Eine, / Das stets bei Streit versehrt wird — deine Seele

  • Der Regentropfen stirbt auch in dem Meer

  • Von Freiheit wird der Mensch allein bedrückt!

  • Gedenke deiner Fehler nicht mit Leid, / Mit Rache gegen dich; du strafst sonst Jemand / Der damals noch nicht war, den Besseren!

  • Vergleichung ist der Dinge Tod, und wer / Vergleicht stirbt mit.

  • Wie viele Schlachten sind jetzt nur — ein Wort!

  • Unsterblich sein und sterben, ist das Leben / Des Alls, des Menschen, und was irgendwo / Mit Seele lebt, und was nur Kraft erfüllt.

  • Wer über seinen Kampf um Lebens-Glück / Sich nur ein Haar versehrt, nur Einzelnes / Im Auge, Nächstes im Gefühl, wohl gar / Gesundheit sich verscheucht — die Schöpferin / Der Freude aus dem langen Lebensstrome, / Der gleicht dem Kinde, das den Korb voll Perlen / Durch den Wald voll Räuber, Sturm und Blitze / Auf hohlem Boden sicher hingetragen — / Und nun, bei Blumenpflücken, sie verliert

  • Du Guter, kannst du nicht unschuldig leiden, / Dann kannst du garnichts!

  • Zufriedenheit ist nur, so wie der Tag / Die Folge von der Sonne, so der Glanz, / Der Ausbruch deiner sonnenklaren Seele.

  • Das allgemeinste Laster ist Bestechung, / Der Sinnen, und der Meinung, und des Willens;

  • Das Denken macht dich groß; das Fühlen reich

  • Des Lebens edle Güter erben nicht / Sich wie gemeine Güter fort.

  • Verdirb dir nicht die Gegenwart durch Zukunft, / Vergangenheit, am wenigsten durch Unrecht!

  • Betrachte jemand auch die Erde nur / Als Wirtshaus, was muß er vom Wirthe denken!

  • Gut-sein ist weiter nichts als bloßes Sein, / Und alles andre Sein ist Werden nur, / Verirren von dem Sein und Untergang.

  • Du kannst nach jeder Schuld der reinste Mensch sein, / Wenn du sie alt, dich selber jung empfindest, / Als diesen Guten, der du heut nun bist.

  • Was auch ein Mensch zu sein dir mit sich bringt, / Wird dir zuletzt gefallen: wenn du nur / Ein Mensch sein willst!

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