Philosophie Zitate

93 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Philosophie

Plato meint, die Staaten würden erst dann glücklich, wenn entweder die Philosophen regierten oder die Könige philosophieren.

Die Grenzen der menschlichen Vernunft begreifen - das erst ist wahrhaft Philosophie.

Sich über die Philosophie lustig machen, ist wirklich philosophieren.

So manchem schwindet das Vertrauen, der nüchtern euer Tun ermißt; er sieht euch immer Brücken bauen, wo weit und breit kein Wasser ist.

Die Phantastik der Phantasielosen ist Ethik.

Die Philosophen sind eher Anatomen als Ärzte; sie zerlegen und heilen nicht.

Zur Aneignung jeder Tugend gibt es eine eigene Disziplin. Die beste Disziplin, um sich Zurückhaltung im Urteil anzueignen, ist die Philosophie.

Die Philosophie behandelt weder allein die Wahrheit noch bloß die Sittlichkeit, noch bloß die Schönheit, sondern das Gemeinsame aller und leitet sie aus einem Urquell her.

Einer, das höret man wohl, spricht nach dem andern, doch keiner / mit dem andern. Wer nennt zwei Monologen Gespräch?

Feindschaft sei zwischen euch, noch kommt das Bündnis zu frühe! / Wenn ihr im Suchen euch trennt, wird erst die Wahrheit erkannt.

Homerus singt sein Hochgedicht, / der Held besteht Gefahren; / der brave Mann tut seine Pflicht / und tat sie, ich verhehl' es nicht, / eh noch Weltweise waren. / Doch hat Genie und Herz vollbracht, / was Lock' und Descartes nie gedacht, / sogleich wird auch von diesen / die Möglichkeit bewiesen.

Welche wohl bleibt von allen den Philosophieen? Ich weiß es nicht. / Aber die Philosophie, hoff ich, soll ewig bestehn.

Alle Spekulation, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen: Wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter, und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich fern.

Das ganze Wesen der Welt abstrakt, allgemein und deutlich in Begriffen zu wiederholen und so als reflektiertes Abbild in bleibenden und stets bereitliegenden Begriffen der Vernunft niederzulegen: Dieses und nichts anderes ist Philosophie.

Was die Schreiberei unserer Philosophen so überaus gedankenarm und dadurch marternd langweilig macht, ist zunächst dieses, daß ihr Vortrag sich durchgängig in höchst abstrakten, allgemeinen und überaus weiten Begriffen bewegt, daher auch meistens nur in unbestimmten, schwankenden, verblasenen Ausdrücken einherschreitet. Zu diesem aerobatischen (in der Luft schwebenden) Gange sind sie genötigt, weil sie sich hüten müssen, die Erde zu berühren, als wo sie, auf das Reale, Bestimmte, Einzelne und Klare stoßend, lauter gefährliche Klippen antreffen würden, an denen ihre Wort-Dreimaster scheitern könnten.

Wie fleißig hier die Studenten bei Ihrer "Kritik der reinen Vernunft" sind, können Sie daraus abnehmen, daß vor einigen Wochen sich ein Paar Studenten duelliert haben, weil einer dem anderen gesagt hat, er verstünde Ihr Buch nicht, sondern müßte noch dreißig Jahre studieren, ehe er's verstünde, und dann noch andere dreißig, um Anmerkungen darüber machen zu können.

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt.

Wende dich von diesem wissenschaftlichen Gesellschaftsspiel der Philosophieprofessoren ab, die an den höchsten Gegenständen nur Silbenstecherei üben und durch ihre Kleinigkeitskrämerei den Geist entwürdigen und zermürben! Strebe den schöpferischen Denkern nach und nicht jenen, die über sie nur Vorlesungen halten!

Bis jetzt gab's keinen Philosophen, / der mit Geduld das Zahnweh konnt' ertragen, / ob sie der Götter Sprache gleich geredet / und Schmerz und Zufall als ein Nichts verlacht.

Der Trübsal süße Milch, Philosophie.

Ich weiß nicht, wie ich Philosophie lehren soll, ohne Störer hergebrachter Religion zu werden.

Wer in dem Elend dieses Lebens keine Philosophie besitzt, gleicht einem Mann, der bloßen Kopfes im Platzregen spazieren geht.

Schwerfällige Köpfe erkennen die Philosophie nicht an, wenn die Beredsamkeit sie gemeinverständlich macht. Sie betrachten diesen Glanz des Ausdrucks, der den Beweis großer Gedanken in sich schließt, als oberflächlich.

Die Philosophie ist Symbol der Leidenschaft zwischen Gott und dem Menschen.

Geben Sie mir doch Mittel an die Hand, die Studenten auf den Universitäten von den Brotkollegien zurückzuhalten und ihnen begreiflich zu machen, daß das Bißchen Richterei, ja selbst Theologie und Arzneigelehrtheit unendlich leichter und in der Anwendung sicherer wird, wenn der Lehrling mehr philosophische Kenntnis hat, da man doch nur wenige Stunden des Tages Richter, Advokat, Prediger, Arzt und in so vielen Mensch ist.

Staunen ist der erste Grund der Philosophie.

Der erste und notwendigste Bereich der Philosophie umfaßt die Anwendung ihrer Lehren.

Der Entschluß zu philosophieren ist eine Aufforderung an das wirkliche Ich, daß es sich besinnen, erwachen und Geist sein solle.

Die Philosophie ist eigentlich Heimweh, Trieb, überall zu Hause zu sein.

Die Philosophie bietet mir einen Hafen, während ich andere mit den Stürmen kämpfen sehe.

Wartest du auf eine Gelegenheit zum Philosophieren, so hast du sie schon verpaßt.

Philosophie ist das Studium des Todes.

Du wirst als Philosoph kein unangenehmes Leben führen, sondern du wirst lernen, allerwärts und mit allem angenehm zu leben. Reichtum wird dich erfreuen, weil du vielen wohltun kannst, und Armut, weil du nicht viel Sorgen hast; Ruhm, weil du geehrt wirst, Mangel an Ruhm, weil du nicht beneidet wirst.

Was mir an deinem System am besten gefällt? / Es ist so unverständlich wie die Welt.

Unser Erklären der Natur besteht darin, daß wir ein selten vorkommendes Unverständliches auf ein oft vorkommendes, aber ebenso Unverständliches zurückführen.

Den Mörder des Leibes richtet man hin; den Mörder der Seele aber preist man als großen Philosophen. Den einen führt man zum Schafott, den andern zum Katheder, damit er noch tausend andre totschlagen möge.

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.

Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.

Die Philosophie ist das Mikroskop des Gedankens.

Der Sinn aller Philosophien liegt vielleicht auch darin, dass man das Einfache nur deshalb in die Unendlichkeit der Komplexität überführt, um die sich daraus ergebenden Fragen am Ende wieder mit einfachen Wahrheiten zu beantworten.

Wer die Welt gründlich zu Ende denkt, lässt am Ende nichts mehr von ihr übrig.

Die Weltenphilosophie ist die Musik an sich, alles andere, all die Ideen, Weltanschauungen, Religionen, sind nur einzelne Tonfolgen, Stücke, schräge Klänge, ganze Musikrichtungen.

Ist die Weltenphilosophie am Ende nichts anderes als bedingungslose Rechtfertigung bar jeglicher Gnade?

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