TOPZufallszitatVolltexteGedankensplitterReligionen
Anzeige

Christa Schyboll

deutsche Autorin (1952 - )

675 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Im Kuriosen-Kabinett des Lebens ist ausgerechnet der Tod der einzige, der einfach nicht ausstirbt.

  • Die Nichtigkeit ist vom Nichts noch so weit entfernt, wie das Jein vom Nein.

  • Handschellen fesseln die Hände; Maulschellen aber nicht das Maul.

  • Die Theorie des Humanismus ist der Praxis des menschlichen Handelns seit Jahrtausenden voraus.

  • Weil mein Fernweh der Gegenwart gehört, konnte mir die Zukunft schon in der Vergangenheit gestohlen bleiben, weshalb ich meine einzige Reise ins immerwährende Jetzt fortsetze.

  • Nichtwissen, Nichtkönnen und Dummheit sind probate Eigenschaften für Faulheit und Bequemlichkeit.

  • Schafft man einen gesunden Abstand zur eigenen Erwartungshaltung, zieht in die werdende Liebe auch die Freiheit ein.

  • Werte verschwinden, weil das Preiswerte dominieren darf.

  • Was soll das Denken in die Zukunft hinein, wenn das Hirn nicht einmal mit der Gegenwart klarkommt.

  • Verlebtes Leben schenkt an seinem Ende keine gute Erinnerung, sondern windet sich wund im eigenen Irrtum.

  • Ich teile mit Milliarden von Menschen die Erde, aber mit niemandem meine Einzigartigkeit.

  • Zuverlässige Freunde in der Not, sind so sicher, wie in Hungerszeiten das Brot!

  • Auf dem Glatteis des Lebens rutscht nur der ohne Brüche, der ein Korsett trägt mit Stäben aus geistiger Frische.

  • Charaktere, die sich durch eine naiv-tapfere Dummheit auszeichnen, halten das Gleichgewicht der Welt in der Waage, wenn sie sich mit Charakteren zusammen tun, die über eine raffiniert-feige Klugheit verfügen.

  • Ein Heiliger kann nur werden, wer eine kryptische Botschaft hat, über ein strahlendes Charisma verfügt und möglichst ganz viele Wunden aufweisen kann.

  • Revolutionäre Forderungen haben in Zeiten friedlicher Gestimmtheit die Kraft einer Fehlzündung.

  • Auch schwere Zeiten haben die Verpflichtung, ihre Minuten im Sechzigsekundentakt ordentlich einzuhalten.

  • Das Endziel zwischenmenschlicher Kommunikation wird sein, keine Nachricht mehr zu versenden, sondern selbst die Nachricht zu sein, ohne sich dafür noch in irgendeiner Weise auf den Weg machen zu müssen.

  • Manchmal muss man gehen, um sich nicht zu entfernen.

  • Ist das Schicksal im Spiel, braucht man niemanden und nichts zu suchen, sondern wird gefunden.

  • Stille ist der lautlose Herzschlag des Universums in deiner Seele.

  • Viele Menschen sind unentwegt damit beschäftigt, die Bilder der Vergangenheit den Perspektiven der Gegenwart anzupassen, statt mit den inneren Bildern schon einmal die Zukunft im Jetzt zu verändern.

  • Versteht man einen Witz nicht, muss es nicht immer der Witz sein, der dabei der Dumme ist.

  • Wer nur an sich selber denkt, statt an den Nächsten, der sollte daran denken, dass er im Nächsten sich dann auch selbst vernachlässigt.

  • Die Tatsache, das Wichtige vom Montag am Mittwoch für nichtig zu erklären, deutet nicht zwangsläufig auf eine sprunghafte Natur, sondern unter Umständen auf die geniale Fähigkeit schneller Erkenntnis, die spontan Prioritäten verschieben lässt.

  • Sterben will genauso gekonnt sein wie Leben.

  • Manchmal ist der Preis fürs Geld so hoch, dass der Zugewinn zum Minus wird.

  • Für einen verstellten Blick braucht man kein Augenleiden.

  • Das Niveau der Kritik spricht sich auch über das Niveau des Kritikers aus.

  • Die Tragik einer jeden wahren Lichtgestalt ist es, dass sie sich nicht im Schatten verbergen kann.

  • Die lokale Bösartigkeit im einzelnen Menschen hat die innewohnende Tendenz, zur globalen Feindseligkeit auszuufern.

  • Der beste Master-Abschluss garantiert noch lange keinen Karrieresprung, sofern eine Barriere aus fataler mentaler Trägheit im Vorstellungsgespräch dominant hervorprescht.

  • Es gibt keine Dummheit, die nicht von einem Menschen bedient wird.

  • Sind besondere »Momente« jene Augenblicke, die Kürze suggerieren und Ewigkeiten meinen?

  • Die Dekadenz schlendert im Gewand einer gierigen Lust durch die Straßen der Illusion, derweil ein innerer Ernst im Weltenwerden sich schüchtern nur durch Nebengassen drückt.

  • Tiefsinnige Gedanken sollte man klugerweise so positionieren, dass sie nicht durch das löchrige Gitter der allgemeinen (Un-)Aufmerksamkeit des zerstreuten Vorgesetzten fallen.

  • Wollen dich die Pechsträhnen nicht verlassen, dann dreh den Spieß um und verlass selbst die Pechsträhnen.

  • Moralische Festigkeit gehört zu den Stiefkindern im Repertoire der bisherigen menschlichen Entwicklung.

  • Wer die kleinen Freiräume des Alltags noch verteidigen muss, mag sich zwar in kleinen Räumen befinden, die jedoch nie wirklich frei waren.

  • Wer bei seinem Vorstellungsgespräch die falsche Art von Intelligenz zur richtigen Zeit platziert, kann von Glück sagen, wenn der Personalchef dann im rechten Augenblick mit der Interpretation des Gehörten vollkommen daneben liegt.

  • Manche Männer starren Frauen ähnlich fasziniert an wie den Zünder eines Blindgängers vor seiner Entschärfung.

  • Es ist günstig, den Mund erst dann zu öffnen, wenn das Gehirn bereits die richtigen Worte gefunden hat, das Herz sie abgesegnet hat, und Lippen und Zunge sich nicht gerade im Mittagsschlaf befinden.

  • Freudigen Erwartungen stehen unvermeidliche Ent-Täuschungen nur dann gegenüber, wenn man sich in sehr überzeugender Weise in der eigenen Erwartung täuschte.

  • Die Egozentrik eines Kreisels kann nur getoppt werden durch den schwindelerregenden Drehmoment eines Bundeskanzlers, der während seiner Amtszeit zur Opposition überläuft.

  • Die konsequente Nichtbeachtung von Regeln und Vorschriften führt relativ schnell zu ihrer Abschaffung, weil die konsequente Verfolgung ihrer Nichtbeachtung zu teuer würde.

  • Wenn sich die Leere im Kopf auf die Jagd nach der Nachdenklichkeit macht, sollte man sich auch von zaudernden Chefs nicht aufhalten lassen.

  • Nur wer nach einer langen Verhandlung den Überblick jetzt noch überblickt, hat Chancen, die beschlossenen Ergebnisse am Ende auch wirklich zu durchschauen.

  • Wenn das Wort, schärfer ist als ein Schwert, ist ein Satz dann potenter als ein Heer? Und sind Seiten weiser Sätze dann gefahrvoller als entfesseltes Atom? / Wenn das Wort aber nur ein Schatten ist vom wahren Gefühl, ist das wahre Gefühl, dann nur ein Schatten einer ersten Idee? / Fühlte sich die Idee ins Sein oder dachte sich das Sein ins Gefühl und schuf dabei das Wort, das schärfer ist als ein Schwert?

  • Während das Eis der Gletscher mehr und mehr schmilzt, türmt sich der Eisberg des knallharten Ressourcenpokers der Großmächte immer höher auf.

  • Die Wahrheit ist ein Grundpfeiler unserer menschlichen Spezies, die wir auch für unsere geistige Evolution unverzichtbar ist.

Anzeige