Um die Fähigkeit der klugen Vorsicht zu erlernen, braucht es zumeist die Erfahrung der Angst.
Um Erhabenes zu erkennen braucht es eine Menge Umgebungsschrott.
Umlenkung braucht eine alternative Richtung. Ablenkung braucht die Manipulation der Aufmerksamkeit.
Unentdeckte Fehler sind wie Kopfläuse, die nicht jucken.
Unser innerer Ton ist um so vieles feiner, dass wir ihn auf keinem Instrument finden können.
Unsere Endlichkeit liegt so extrem nah vor uns, dass wir sie vor lauter Nähe einfach nicht sehen.
Unsere Erinnerungen wirken manchmal wie ausgefranste Fragmente aus einem ehemals schön gestanzten Erlebnisblock.
Unsere Gegenwart riecht nach Untergang und sehnt sich nach dem Wohlaroma einer duftenden Zukunft, die die Natur mit dem Menschen versöhnt.
Unterliegen weibliche Gehirne bei bestimmten Aufgaben der Gefahr einer Überhitzung, so obliegen männliche Gehirne oft jener Raureifzone, wo Gedanken plötzlich wie Eiskristalle schmelzen, sobald sie auf weibliche Körperrundungen stoßen.
Verachtung ist keinesfalls nur ein trauriger Zufall. Verachtung ist eine Folge, die auch aus dem eigenen Tun und der eigenen inneren Haltung zu sich selbst erwächst.
Verdiente Kollegen mit lebenslanger Berufserfahrung sollten nicht als geistiger Sanierungsfall im Altbau ihres alternden Ichs betrachtet werden, sondern eher als zu hebenden Tempelschatz und alternative Erweiterung zur Frische unerfahrener Neulinge.
Verkommt etwas in Gleichgültigkeit und Beliebigkeit, kann man nicht mehr von Freiheit sprechen. Dann handelt es sich eher um Anarchie oder Herrschaftslosigkeit im Zwischenmenschlichen.
Verlebtes Leben schenkt an seinem Ende keine gute Erinnerung, sondern windet sich wund im eigenen Irrtum.
Verliebte sind eben Engel, mit dem gnadenvollen Geschenk des unbemerkten Selbstbetrugs, der ihnen ebenso gnadenvoll entgeht.
Verliebtheit ist das Sprungbrett, der gemeinsame schnöde Alltag die Vorbereitung, und die Bedingungslosigkeit später einmal die Kür für die reife Form der Liebe.
Verrat übst du an dir selbst, wenn du dein inneres Wissen billig gegen deinen äußeren Intellekt missbrauchst.
Verschlüsselt und verschleiert man das, was man beschreiben möchte, so erweitert man es um die Fantasie des Zuhörers und stellt es damit näher an seine vielen Wirklichkeiten, die es von jedem Individuum neu empfängt.
Versprechen, die man nicht hält, halten sich umso länger im schlechten Gewissen auf.
Versprechen, die man nicht hält, halten sich umso länger im schlechten Gewissen auf.
Versteht man einen Witz nicht, muss es nicht immer der Witz sein, der dabei der Dumme ist.
Verstohlen schaut der Umweltschützer zum Wegwerfkandidat. Der schaut mit klarem Blick in eine Zukunft, die nicht mehr wird!
Vertrauen, das nicht erwidert wird, kann sich gleich selbst unter Beweis stellen, ob es selbst etwas taugt.
Verträge sind der Korken auf der Flasche der Freiheit, die mit Unterdrückung, Gewalt oder faulen Versprechen gefüllt wurde.
Viele Menschen sind allein unter anderen Menschen einsamer als mit sich selbst.
Viele Menschen sind unentwegt damit beschäftigt, die Bilder der Vergangenheit den Perspektiven der Gegenwart anzupassen, statt mit den inneren Bildern schon einmal die Zukunft im Jetzt zu verändern.
Viele potenzielle Sänger halten nur deshalb ihren Mund fest verschlossen, weil sie einfach zu gut hören.
Von seinen gefährlichen Erfahrungen kann nur derjenige berichten, der sie überlebt hat. Hat man sie jedoch überlebt, ergibt sich die Problematik, sie anschließend noch als wirklich gefährlich darzustellen.
Vorgesetzte sind gut beraten, wenn sie zielstrebige Aktivitäten fein zu unterscheiden wissen von wichtig daher kommendem Aktivismus.
Vorstände sollten einen feinen Blick darauf haben, wann eine Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen zur Verführungspersönlichkeit mutiert, damit die Mutation nicht zu unerwünschten DAX-Verlusten in Folge führt.
Wahlkandidaten, die es terminlich schaffen, sich vor der Wahl noch durch das neue Parteiprogramm stringent durchzuarbeiten, verzichten nicht selten dann kurzfristig doch lieber auf ihre Kandidatur.
Wahre Freiheit bedarf eines so hohen Grades an Verantwortung, dass er die Freiheit schon wieder unattraktiv macht.
Wahrheit und Wirklichkeit wird auch in klugen Köpfen höchst unterschiedlich begründet.
Wahrheit unterliegt keinem Verfallsdatum!
Walnussernte im März und Krokusblüte im November? - Könnte es sein dass auf der Erde etwas schief gelaufen ist?
Warum das Messen der Zeit, wenn nicht einmal zwei Menschen auf die gleiche Weise ticken?
Warum unnütze Dinge, die nicht mal der Mühe wert sind angedacht zu werden, trotzdem erfolgreich vermarktet werden, ist erklärbar durch die Notwendigkeit, dass das behauptete Paradox auch ein paar handfeste wirtschaftliche Beweise braucht.
Warum unterwirfst du dich nicht endlich der Bescheidenheit der Frage, statt unbescheiden nur auf Antworten zu hoffen, die mangels Fragen nicht einmal schwanger werden konnten.
Was böse ist, definiert jeder Mensch anders.
Was man erleidet, erlebt man! Was zur leibhaftigen Erfahrung wurde, schafft Kompetenzen.
Was man will, aber nicht genug tut, tut man nicht, weil man es einfach nicht genug will.
Was soll das Denken in die Zukunft hinein, wenn das Hirn nicht einmal mit der Gegenwart klarkommt.
Was spät kommt, hat trotzdem eine Chance!
Was vermögen Freunde? Die eigene Einsamkeit zu steigern! Was vermag der Allerliebste? Die Einsamkeit auf ihren letzten Höhepunkt zu treiben!
Was vorher schon fehlt, kann nachher schlecht vorhanden sein.
Was wir heute für wichtig erachten, ist morgen schon Treibsand in der Geschichte.
Weil das Erwünschte nicht in jedem Fall auch immer richtig und gut ist und das Unerwünschte nicht immer falsch oder schlecht sein muss, kann das Richtige sowohl unerwünscht oder erwünscht sein, während für das Falsche natürlich das gleiche gilt.
Weil das Unerwünschte nicht immer das »Falsche« ist, ist das Erwünschte deshalb auch nicht immer das »Richtige«.
Weil die meisten Leute noch immer die falschen Dinge glauben, warten die richtigen Ereignisse noch immer auf ihren Kopfsprung ins Leben.
Weil Kunst Können voraussetzt, können so wenige Kunst.
Weil mein Fernweh der Gegenwart gehört, konnte mir die Zukunft schon in der Vergangenheit gestohlen bleiben, weshalb ich meine einzige Reise ins immerwährende Jetzt fortsetze.