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Jakob Boßhart

schweizerischer Erzähler (1862 - 1924)

32 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Wenn ein Volk zu großen idealen Anstrengungen unfähig geworden ist, geht es unter.

  • Der Selbstbetrug ist der häufigste Betrug und auch der schlimmste.

  • Die Jugend macht sich am liebsten an die schwersten, die letzten Probleme, die hat den Zug zum Absoluten, sie überschätzt aber ihre Kraft, sie kennt die Schranken noch nicht.

  • Alter schützt vor Torheit nicht: Mit diesem Wort macht man sich über das Alter lustig und bedenkt nicht, daß gerade die Fähigkeit, noch Torheiten begehen zu können, ein Trost und eine Quelle des Glücks für die Alten ist.

  • Das Genie hat etwas vom Instinkt der Zugvögel.

  • Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen. Man hätte vielleicht nicht einmal einen Namen dafür.

  • Jünglinge, die miteinander die höchsten Fragen diskutieren, reden und benehmen sich oft lächerlich. Sie sind junge Vögel, die mit unfertigen Flügeln fliegen möchten. Aber es ist etwas Herrliches in diesem Ringen.

  • Schlagfertige Menschen sind meistens oberflächlich oder sie werden es infolge ihrer Begabung, die ihnen den äußeren Erfolg mühelos erwirbt.

  • Gehst du durch den Bergwald, so findest du keinen Baum, der nicht leidet. Gehst du durch die Wiese, da ist kein Kraut und Gras, das nicht kämpfen muß. Und könnten die Tiere reden, was würden sie sagen? Das ist traurig, aber tröstlich: Unser Los ist mit dem der ganzen Natur enger verknüpft, als wir meinen.

  • Alle Polemik ist unkünstlerisch.

  • Wer immer von sich selber spricht, will uns in der Regel über sich täuschen.

  • Den Künstler muß nach jedem vollendeten Werk die Angst überfallen, er könne sich nicht mehr übertreffen.

  • Das größte Elend hienieden ist nicht das soziale, sondern die Verkümmerung so mancher Menschenseele.

  • Wer raschen Erfolg hat, muß wenig Persönlichkeit besitzen.

  • Die dramatisch wirksamste Schuld eines tragischen Helden ist die Untreue, begangen an seinem obersten Grundsatz.

  • Menschen mit Phantasie / langweilen sich nie.

  • Wer nie in Banden war, weiß nichts von Freiheit.

  • Extreme Idealisten sind immer Feiglinge, sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

  • Rein durch das Leben zu gehen ist unmöglich. Aber sich zu reinigen ist möglich und höchstes Ziel.

  • Wenn die Jugend das Wort "Ungebundenheit" auf ihre Fahne malt, so verrät sie dadurch nur, daß sie nach Gebundenheit und Führung verlangt.

  • Ein Schauspiel, das einen in niedergeschlagener Stimmung nach Hause gehen läßt, gehört nicht der höchsten Gattung an.

  • Das Gewissen ist eingefleischte Kulturgeschichte.

  • Das Gute ist dem Göttlichen ebenso fremd wie das Böse. Gott hat mit moralischen Werten nichts zu schaffen.

  • Die Ahnung ist die Quelle der Religion.

  • Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.

  • Reichtum des Lebens ist Reichtum der seelischen Anlage.

  • Die Religion muß froh machen.

  • Man überschätze die Klugheit nicht! Sind denn die besten Menschen - die sich für andere opfern - klug?

  • Menschen, die keine Probleme kennen, sind meistens beredt.

  • Man muss nicht das Gescheitere tun, sondern das Bessere.

  • Menschen, die keine Probleme kennen, sind meistens beredt.

  • Das Tier lebt gewiss weniger bewusst als der Mensch, aber tiefer in der Wirklichkeit.

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