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Erinnerung Zitate

71 Zitate, Sprüche & Aphorismen über Erinnerung

  • Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

  • Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.

  • Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung.

  • Manches Gehörte oder Erlebte rückt erst Jahre später wieder in unser Bewusstsein und gibt uns einen Impuls, der unser Leben in eine andere Richtung driften lässt.

  • Die Vergangenheit, die mich immer wieder dazu zwingt, mich an dich zu erinnern, ist für die Gegenwart nicht von Bedeutung. Sie hinterlässt in der Zukunft nur Spuren des Schmerzes.

  • Erinnerung ist eine Form der Begegnung.

  • Nichts ruft die Erinnerungen an die Vergangenheit so lebhaft wach, wie die Musik.

  • Die Erinnerung an alte Liebe erwacht gar schnell, wenn man sich in der Nähe des Wesens befindet, das sie einst in uns entzündete, die Begierden werden unwiderstehlich, wenn die Illusion nicht durch die Abwesenheit aller Reize gestört wird.

  • Die Erinnerung an Abwesende wird durch die Zeit nicht ausgelöscht, aber doch verdeckt. Die Zerstreuungen unseres Lebens, die Bekanntschaft mit neuen Gegenständen, kurz jede Veränderung unseres Zustandes tun unserem Herzen das, was Staub und Rauch mit einem Gemälde tun.

  • Kein größerer Schmerz, als sich erinnern glücklich heiterer Zeit im Unglück.

  • Erinnerung heißt die Kunst, einmal Genossenes nicht nur festzuhalten, sondern es immer reiner auszuformen.

  • Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, daß es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.

  • Eine liebevolle Aufmerksamkeit auf das, was der Mensch besitzt, macht ihn reich, indem er sich einen Schatz der Erinnerung an gleichgültigen Dingen dadurch anhäuft. Ich habe einen jungen Mann gekannt, der eine Stecknadel dem geliebten Mädchen, Abschied nehmend, entwendete, den Busenstreif täglich damit zusteckte und diesen gehegten und gepflegten Schatz von einer großen, mehrjährigen Fahrt wieder zurückbrachte.

  • Erinnern heißt auswählen.

  • Eine Parfümflasche ist zerbrochen, das gute Laken hat einen grünlichen Fleck; ein Geruch steigt auf, und jetzt erinnert sich die Nase. Die hat das beste Gedächtnis von allen! Sie bewahrt Tage auf und ganze Lebenszeiten. Personen, Strandbilder, Lieder, Verse, an die du nie mehr gedacht hast, sind auf einmal da.

  • Vergessenkönnen ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung.

  • Ein treu Gedenken, lieb Erinnern, / das ist der goldne Zauberring, / der auferstehen macht im Innern, / was uns nach außen unterging.

  • Keine Frau sollte mit der Gabe, sich zu erinnern, behaftet sein. Eine Frau, die sich erinnert, neigt bereits dazu, sich zu vernachlässigen. Man sieht es dem Hut einer Frau an, ob sie in Erinnerungen lebt.

  • Wer so lebt, daß er mit Vergnügen auf sein vergangenes Leben zurückblicken kann, lebt zweimal.

  • Wer viel denkt, und zwar sachlich denkt, vergißt leicht seine eigenen Erlebnisse, aber nicht so die Gedanken, welche durch jene hervorgerufen wurden.

  • Für angenehme Erinnerungen muß man im voraus sorgen.

  • Die Erinnerung steht immer dem Herzen zu Diensten.

  • Von erloschenen Sternen fällt der Strahl / immer noch wie einst auf Berg und Tal. / Und so leuchten mir noch aus der Ferne / meiner Jugend längst erlosch'nen Sterne.

  • Erinnern kann nicht ungeschehen machen, aber die Wiederholungswahrscheinlichkeit verringern.

  • Wer kann aber auf sein vergangenes Leben zurückblicken, ohne gewissermaßen irre zu werden, da er meistens finden wird, daß sein Wollen richtig, sein Tun falsch, sein Begehren tadelhaft und sein Erlangen dennoch erwünscht gewesen?

  • Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.

  • Ob du's im Tagebuch anmerkst? Handle! War es was Böses, / fühl' es, o Freund, und vergiß! Gutes? Vergiß es noch ehr!

  • Sätze wie: In der Welt überwiegt die Summe des Leidens die Summe des Glücks - was sind sie im letzten Grunde anderes als Wortspielereinen vor dem in Leid wie in Lust furchtbaren, ganz und gar übergewaltigen Charakter des Weltalls! Sollten in diesem ganz unfaßbaren Komplex des Lebens nicht Leid und Lust so untrennbar, so organisch, so durch und durch ineinander verschlungen und verwirkt sein, daß man schon ein Prachtstück an Trockenheit und Pedanterie sein muß, um hier mit einer Waage...

  • Vergessen ist Mangel an Treue.

  • Man erzählt von Hallern, daß, als er einmal eine Treppe herunter und auf den Kopf gefallen war, er sogleich, nachdem er aufgestanden, sich die Namen der chinesischen Kaiser nach der Reihe hergesagt, um zu versuchen, ob sein Gedächtnis gelitten habe.

  • Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner.

  • Die Erinnerung ist die Erfahrung vom Wirken Gottes in der Geschichte.

  • Das Gedächtnis des Menschen ist das Vermögen, den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechend die Vergangenheit umzudeuten.

  • Man denkt an das, was man verließ, / was man gewohnt war, bleibt ein Paradies.

  • Oft sind Erinnerungen ganz vortreffliche Balancierstäbe, mit welchen man sich über die schlimme Gegenwart hinwegsetzen kann.

  • Bedenke, daß der erste Grundsatz aller Lebensweisheit und Ökonomie ist, jede gute Stunde an einem luftigen und trockenen Orte vorsorglich sicherzustellen, auf daß man sie habe und sie sofort vom Brett herunternehmen könne, wenn einmal die Zeiten teuer und die frischen Gemüse rar werden sollten.

  • Ein gutes Gedächtnis ist ein Fluch, der einem Segen ähnlich sieht.

  • Das Gedächtnis ist der Diener unserer Interessen.

  • Methode ist die Mutter des Gedächtnisses.

  • Das Vergessen kann eine große produktive Tat sein.

  • Erinnerungen sind wie manche Konserven: ein bischen schöngefärbt und deshalb nicht ganz ungefährlich.

  • Der Reichtum des Lebens besteht aus vergessenen, aber gemeinsamen Erinnerungen.

  • Man verringert seine Freuden allzusehr, wenn man nur von denen einen Genuß zu haben glaubt, die man hat und sieht. Bald verläßt uns ja jede Lust. Darum muß man die Seele in die Vergangenheit zurückweisen und, was uns je ergötzt hat, heraufbeschwören und es sich dadurch, daß man es sich oft vorstellt, recht zu eigen machen.

  • Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?

  • Die Erfahrung lehrt vielmehr, daß die Leute von gutem Gedächtnis gerne ein wenig schwach von Verstande sind.

  • Wenn ich nach einigen Jahren eine Person wiedersah, die ich jung gekannt hatte, kam es mir beim ersten Blick immer so vor, als begegnete ich jemand, der irgendein großes Unglück erlitten hätte.

  • Ach, mein Gott, wenn man ganz ehrlich zu sich ist, färbt die Zeit die Erinnerungen natürlich schön.

  • Gedächtnis haben kalte Seelen, / die fühlenden Erinnerung.

  • Die Erinnerung ist der irdische Kampf mit der Zeit.

  • So viele klagen über ihr Gedächtnis und sollten lieber über ihren Verstand klagen.

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