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Martin Luther

deutscher Reformator (1483 - 1546)

126 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Tritt frisch auf! / Tu's Maul auf! / Hör bald auf!

  • Wer sich die Musik erkiest, / hat ein himmlisch Werk gewonnen; / denn ihr erster Ursprung ist / von dem Himmel selbst genommen, / weil die lieben Engelein / selber Musikanten sein.

  • Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.

  • Wie man nicht wehren kann, daß einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, daß sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, daß sie in uns einwurzeln.

  • Christus, da er den Menschen ziehen wollte, mußte Mensch werden. Sollen wir Kinder ziehen, so müssen wir auch Kinder mit ihnen werden.

  • Musika ist eine halbe Disziplin und Zuchtmeisterin, so die Leute gelinder und sanftmütiger, sittsamer und vernünftiger macht.

  • Der Wein ist stark, der König ist stärker, die Weiber noch stärker, die Wahrheit am allerstärksten.

  • Wer nicht liebt Wein, Weiber und Gesang, / der bleibt ein Narr sein Leben lang.

  • Wenn der Bürgermeister seine Pflicht tut, werden kaum vier da sein, die ihn mögen.

  • Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.

  • Eine jegliche Person in der Ehe soll ihr Amt tun, das ihr gebührt. Der Mann soll erwerben, das Weib aber soll ersparen.

  • Wer treu arbeitet, betet doppelt. Wer untreu arbeitet, flucht doppelt.

  • Ein Schulmeister muß singen können.

  • Wir sind Bettler, das ist wahr.

  • Wer im zwanzigsten Jahr nicht schön, im dreißigsten nicht stark, im vierzigsten nicht klug, im fünfzigsten nicht reich ist, der darf danach nicht hoffen.

  • Man muß also strafen, daß der Apfel bei der Rute sei.

  • Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.

  • Es muß ein jeglich Land seinen eigenen Teufel haben, Welschland seinen, Frankreich seinen. Unser deutscher Teufel wird ein guter Weinschlauch sein und muß Sauf heißen, daß er so durstig und höllisch ist, der mit so großem Saufen Weins und Biers nicht kann gekühlt werden.

  • Glaube ohne Liebe ist nichts wert.

  • Es ist nichts Helleres denn die Sonne, das ist die Schrift. Ist aber eine Wolke davorgetreten, so ist doch nichts anderes dahinter denn dieselbe helle Sonne. Ist ein dunkler Spruch in der Schrift, so zweifelt nur nicht, es ist gewißlich dieselbe Wahrheit dahinter, die am andern Ort klar ist, und wer das Dunkle nicht verstehen kann, der bleibt bei dem Lichten.

  • Für die Toten Wein, für die Lebenden Wasser: Das ist eine Vorschrift für Fische.

  • Die äußerliche Vergebung, so ich mit der Tat erzeige, ist ein gewiß Zeichen, daß ich selbst Vergebung der Sünde bei Gott habe.

  • Jugend ist wie ein Most. Der läßt sich nicht halten. Er muß vergären und überlaufen.

  • Der Bauern Arbeit ist am fröhlichsten und voller Hoffnung.

  • Lernst Du wohl, / wirst Du gebratener Hühner voll. / Lernst Du übel, / mußt Du mit der Sau zum Kübel.

  • Von Arbeit stirbet kein Mensch. Aber von ledig und müßig gehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.

  • Des Menschen Herz ist gleich wie Quecksilber, das jetzt da, bald anderswo ist, heut also, morgen anders gesinnt.

  • Gute Werke sind des Glaubens Siegel und Prob; denn gleich wie die Briefe müssen ein Siegel haben, damit sie bekräftigt werden, also muß der Glaube auch gute Werke haben.

  • Man muß die Mutter im Haus, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markte drumb fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden.

  • Die rechte, wahre Kirche ist gar ein kleines Häuflein, hat kein oder gar wenig Ansehn, liegt unter dem Kreuze. Aber die falsche Kirche ist prächtig, blühet und hat ein schön groß Ansehen wie Sodom.

  • Zu der brüderlichen Vergebung gehört auch, daß der Bruder, dem ich vergeben soll, seine Fehler bekenne; denn die Sünde, welche nicht bekannt wird, kann ich nicht vergeben.

  • Ohne Verstand, Weisheit und Gesetze können weder Türken noch Tataren leben und haushalten.

  • Eine Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

  • Liebe Tochter, halte dich also gegen deinen Mann, daß er fröhlich wird, wenn er auf dem Heimwege des Hauses Spitzen sieht.

  • Die Juden trinken aus den Quellen, die Griechen aus dem Ablauf und die Römer oder Lateiner aus den Pfützen.

  • Kinder sind das lieblichste Pfand in der Ehe. Sie binden und erhalten das Band der Liebe.

  • Gott will nicht, daß man nicht Geld und Gut haben und nehmen soll, oder daß man es, wenn man's hat, wegwerfen solle, wie etliche Narren unter den Philosophen und tolle Heilige unter den Christen gelehrt und getan haben.

  • Es soll keiner einen für seinen vertrauten Freund halten, er habe denn zuvor einen Scheffel Salz mit ihm gegessen.

  • Ich fürchte nichts, weil ich nichts habe.

  • Ich habe kein besser Werk denn Zorn und Eifer; denn wenn ich wohl dichten, schreiben, beten und predigen will, so muß ich zornig sein. Da erfrischet sich mein ganzes Geblüt, mein Verstand wird geschärft. und alle unlustigen Gedanken und Anfechtungen weichen.

  • Rechte Demut weiß nimmer, daß sie demütig ist; denn wo sie es wüßte, so würde sie hochmütig.

  • Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat.

  • Ein großes Licht wird sein, und alles, was hier schön ist, wird dort nichts sein. Unsere Augen werden glänzen wie fein Silber, unser Leib wird leicht dem Willen folgen wie ein Flaum.

  • Ein Vater schilt, straft und stäubt sein Kind und ist ihm doch nicht feind; der ist ihm aber feind, der seiner Bosheit schweigt und nicht schilt noch straft.

  • Drei Dinge machen einen Theologen: Die Meditation, das Gebet und die Anfechtung.

  • Nicht viel lesen, sondern gut Ding viel und oft lesen macht fromm und klug dazu.

  • Jungen Leuten ist Freude und Ergötzen so vonnöten wie Essen und Trinken.

  • Ein Mensch, sonderlich ein Christ, muß ein Kriegsmann sein und mit den Feinden in Haaren liegen.

  • Reichtum ist das geringste Ding auf Erden und die allerkleinste Gabe, die Gott dem Menschen geben kann. Darum gibt unser Herrgott gemeiniglich Reichtum den groben Eseln, denen er sonst nichts gönnt.

  • Pfaffen sollen beten und nicht regieren.

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