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Peter Ustinov

englischer Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller (1921 - 2004)

59 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Urlaub ist eine lebenswichtige Erinnerungsstütze daran, was der Mensch war, ehe der menschliche Einfallsreichtum mit unendlich vielen Ablenkungen in sein Refugium einfiel.

  • Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt.

  • Eine Versuchung, der man sofort nachgibt, ist keine Versuchung mehr. Die richtige Versuchung kommt erst, wenn man sich die Sache nochmals überlegt hat.

  • Beim Theater gibt es so etwas wie die ideale Fehlbesetzung.

  • Als Gast bei einer Einladung sollte man vernünftig, aber nicht zu gut essen - und man sollte gut, aber nicht zu vernünftig reden.

  • Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.

  • Ich bereue nicht. Damit verschwendet man nur die Zeit, die immer wertvoller wird.

  • Wann immer sich alte Männer schändlich benehmen, liegt es unweigerlich an ihren jugendlichen Seelen, die entweder irrtümlich oder absichtlich das Ausmaß ihrer physischen Hinfälligkeit verdrängen.

  • Es läßt sich nicht leugnen, daß in jenen Teilen der Welt, wo das Leben per definitionem immer hart gewesen ist, die Freundschaft eine zusätzliche Dimension hat.

  • Ich mag keine Räume, die von Innenarchitekten gestaltet worden sind. Da habe ich immer das Gefühl, ich sitze auf der Bühne - gleich geht der Vorhang auf, und ich kann meinen Text nicht.

  • Um sanft, tolerant, weise und vernünftig zu sein, muß man über eine gehörige Portion Härte verfügen.

  • Viele Frauen wissen nicht, was sie wollen, aber sie sind fest entschlossen, es zu bekommen.

  • Freiheit ist vielleicht das wichtigste Element im Leben einer ausgeglichenen Gesellschaft, aber mit dem Luxus der Freiheit wächst auch die menschliche Verantwortung unermeßlich. Sie ist eine Form des Erwachsenseins, eine normale Fortentwicklung von der Unterwürfigkeit in den Klassenzimmern doktrinärer Regimes.

  • In einer Zeit zunehmender Unsicherheit, gewinnen Dinge an Bedeutung, die zu normalen Zeiten kaum das Heben der Augenbraue wert wären.

  • Antiquitäten sind ehemaliger Kitsch - allerdings zwei Jahrhunderte später.

  • Das Letzte, was die Welt braucht, ist ein UNO-Gebäude mit 300 verschiedenen Flaggen.

  • 1933 wollten viele aus Deutschland raus. Heute wollen viel rein. Das muß doch etwas bedeuten.

  • Der graduelle Verfall des bewohnten Körpers strapaziert im normalen Verlauf der Dinge kaum den Geist.

  • Wenn Europa Realität werden will, müssen wir in der Lage sein, mit uns selbst und mit unseren Brüdern und Schwestern zu leben.

  • Die Menschen, die etwas von heute auf morgen verschieben, sind dieselben, die es bereits von gestern auf heute verschoben haben.

  • Freiheit ist nicht nur etwas Ersehntes, wenn man sie nicht besitzt, man nimmt sie leider auch zu leicht als selbstverständlich hin, wenn sie eine normale Lebensbedingung bildet.

  • Es ist so ausgesprochen schön, einen Preis zu bekommen, weil man so lange gelebt hat.

  • Meine Gedanken sind dieselben wie vor fünfzig Jahren, nur, daß mir heute die Leute zuhören.

  • Europa ist unglücklich, weil es kein reines Gewissen hat.

  • Wenn Frauen von Stoffwechsel reden, meinen sie damit ein neues Kleid.

  • Für mich war der Weihnachtsmann immer so etwas wie ein reaktionäres Symbol für Trost und Überfluss.

  • Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht.

  • Anbetung an sich ist wichtig und nicht das, was man verehrt. Ein Heide, der einen Berg oder einen Baum anbetet, findet präzise heraus, welche Stellung er selbst gegenüber dem Universum einnimmt, und er erkennt eine über sich stehende Instanz an, eine unabdingbare Voraussetzung des Menschseins.

  • Wegen des Anpassungsdrucks gibt es in Amerika Wahlfreiheit, aber nichts, woraus man wählen könnte.

  • Ab und an sind die Vereinigten Staaten ungefähr so elegant wie ein Elefant beim Spitzentanz.

  • Religion ist Aberglaube. Das macht einem Menschen die Alternativen bewusst.

  • Pariserinnen sind wahrhaft elegant. Sie bekommen keinen Schreck, wenn sie dreißig werden.

  • Die beste Frage nützt nichts, wenn sie so lange dauert, dass keine Zeit zum Antworten bleibt.

  • Schon oft habe ich gedacht, dass Menschen die Spitze der Karriereleiter erklimmen, weil sie nicht die Qualifikationen haben, die sie am Boden halten würden. In der Regel bleibt ein sehr guter Anwalt seinem Beruf treu. Wer nicht ganz so begabt ist, wird Richard Nixon.

  • Je älter ich werde, desto mehr hört man mir zu, obwohl ich, meiner Meinung nach, das Gleiche sage wie immer.

  • Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.

  • Beim Filmen erweist sich ein Bart als praktisch. Jeden Morgen spart man eine Stunde bei der Maske und kann deshalb länger schlafen. Nimmt man einen durchschnittlichen Film, summiert sich das auf etwa hundert zusätzliche Stunden Schlaf. Kein Film gestattet seinem Publikum, so lange zu schlafen.

  • Am unerträglichsten finde ich, dass es Armut in reichen Ländern und reiche Menschen in armen Ländern gibt. In beiden Fällen sind sie fehl am Platz.

  • Niemand sollte sich allein gewaltigen Herausforderungen stellen. Selbst auf Noahs Arche gab es unter den Tieren weder Junggesellen noch Jungfern.

  • Zu viele Autoren gleichen Fischen oder Vögeln, die in dieselbe Richtung schwimmen oder fliegen wollen, gleichzeitig den Kurs ändern und sich in derselben Jahreszeit gleich verhalten.

  • Autos sind das moderne Äquivalent des Bades, obwohl es weitaus gefährlicher ist, wenn man aus einem fahrenden Auto springt und "Heureka!" ruft.

  • Ein Dramatiker hat die Aufgabe, Fragen zu stellen - nicht, sie zu beantworten.

  • Ich glaube, Generäle verabscheuen Generäle auf ihrer eigenen Seite weit mehr als den Feind.

  • Ich stelle mir vor, dass es im Außenministerium ein Zimmerchen gibt, in dem man Mitarbeitern das Stottern beibringt.

  • Es gibt nichts Älteres als einen jungen Franzosen. Sie alle sind geistig vorzeitig gealtert.

  • Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen.

  • Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, dass man sie an Kinder vergeudet.

  • Schreiben ist hart; man kommt nur schwer dahinter, wann man aufhören muss.

  • Es gibt Leute in Amerika, die Wichtigeres zu tun haben, als Präsident zu sein.

  • Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht.

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