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Voltaire

französischer Philosoph und Schriftsteller (1694 - 1778)

121 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

  • Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selber hilft.

  • Die Tugend wohnt im Herzen und sonst nirgends.

  • Der Papst stirbt, das Papsttum aber ist unsterblich.

  • Zu allen Zeiten, in allen Ländern und auf allen Gebieten des Lebens wuchert das Böse, und das Gute bleibt rar.

  • Das jüdische Volk wagt, einen unversöhnlichen Haß gegen alle Völker zur Schau zu tragen. Es empört sich gegen alle seine Meister, immer abergläubisch, immer gierig nach dem Gute anderer, immer barbarisch, kriechend im Unglück und frech im Glück.

  • Wenn sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen sie hinterher. Es gibt bestimmt etwas zu verdienen.

  • Nur wer in allem Maß hält und sich Bewegung macht, fühlt sich wohl, und die Kunst, ausschweifend zu leben und dabei gesund zu bleiben, existiert ebenso wenig wie der Stein der Weisen, die Sterndeuterei und die Theologie der Magier.

  • Diese Welt ist ein einziges großes Bedlam, wo Irre andere Irre in Ketten legen.

  • In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.

  • Wer uns dem Bösen aussetzt, ist der nicht Urheber des Bösen?

  • Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen.

  • Der Offensivkrieg ist der Krieg eines Tyrannen; wer sich jedoch verteidigt, ist im Recht.

  • Um zu sprechen, muss man denken, zumindest annäherungsweise.

  • Zufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursachen existieren.

  • Das Schicksal wird schon seine Gründe haben.

  • Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.

  • Die Zeit heilt alle Wunden.

  • Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths.

  • Die Frau ist ein menschliches Wesen, das sich anzieht, schwatzt und sich wieder auszieht.

  • "Alles ist gut" will weiter nichts besagen als, daß alles durch unwandelbare Gesetze regiert wird.

  • Alle Mönche stehen vor dieser Wahl: entweder der Unglaube macht ihnen ihren Beruf verhasst, oder der Stumpfsinn lässt ihn erträglich werden.

  • Besser man riskiert, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen.

  • Die Menschen suchen ihr Glück, ohne zu wissen, auf welche Art sie es finden können: Wie Betrunkene ihr Haus suchen, im unklaren Bewußtsein, eins zu haben.

  • Der Fanatismus ist für den Aberglauben, was das Delirium für das Fieber, was die Raserei für den Zorn ist.

  • Die Verleumdung ist schnell und die Wahrheit langsam.

  • Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie mit einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt. So möchte jeder das Geld und die Frauen oder Mädchen der anderen haben, mochte er ihr Gebieter sein, sie allen seinen Launen gefügig machen und nichts oder zumindest nur sehr angenehme Dinge tun.

  • Wenn ein Arzt hinter dem Sarg eines Patienten geht, folgt manchmal tatsächlich die Ursache der Wirkung.

  • Die Arbeit hält drei große Übel fern: Die Langeweile, das Laster und die Not.

  • Der Abergläubische ist für den Schurken, was der Sklave für den Tyrannen ist. Ja mehr noch: der Abergläubische wird vom Fanatiker beherrscht und wird selbst zum Fanatiker.

  • Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

  • Wer nicht den Sinn seines Alters begreift, hat alles Unglück seines Alters.

  • Das vollkommene Glück ist unbekannt. Für den Menschen ist es nicht geschaffen.

  • Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.

  • Die Deutschen sind die Greise von Europa, die Engländer die Männer, die Franzosen die Kinder.

  • Unser größter Feind ist die Langeweile.

  • Ich fürchte, mich zu kennen, und kann mich doch nicht ignorieren.

  • Alle Kriege sind nur Raubzüge.

  • Mehr denn je sehe ich ein, dass man niemals etwas nach seiner scheinbaren Größe bemessen darf!

  • Die Geschichte ist nur ein Gemälde von Verbrechern und Drangsalen. Die Menge unschuldiger und friedlicher Menschen tritt auf diesem ungeheuren Schauplatz fast immer in den Hintergrund. Die Hauptpersonen sind nur ehrgeizige Schurken.

  • Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben. Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz.

  • Die Industrie muss gefördert werden, aber die blühende Industrie müsste dann ihrerseits auch den Staat unterstützen.

  • Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich.

  • Es ist ausgemacht, daß Gott die Weiber nur geschaffen hat, um die Männer zu zähmen.

  • Gäbe es keinen Gott, so müßte man ihn erfinden.

  • Anerkennung ist ein wunderbares Ding: Sie bewirkt, dass das, was an anderen herausragend ist, auch zu uns gehört.

  • Es ist gefährlich, in Dingen recht zu haben, in denen die etablierten Autoritäten unrecht haben.

  • Dir fehlen Flügel und du möchtest fliegen? Krieche!

  • Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.

  • Die nützlichsten Bücher sind diejenigen, welche den Leser zu ihrer Ergänzung auffordern.

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