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Oscar Wilde

irischer Schriftsteller (1854 - 1900)

334 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Alles, was ich weiß, ist, daß man das Leben nicht verstehen kann ohne viel Güte, daß man es nicht leben kann ohne viel Güte.

  • Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst perönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt.

  • Alle anziehenden Leute sind immer im Kern verdorben. Darin liegt das Geheimnis ihrer sympathischen Kraft.

  • Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert.

  • Frauen sind da, um geliebt, nicht um verstanden zu werden.

  • Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.

  • Man versehe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige kann ich verzichten.

  • Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

  • Reisen veredelt wunderbar den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf.

  • Die Leute, die nur einmal im Leben wirklich lieben, sind die wirklich Oberflächlichen. Was sie ihre Treue nennen, nenne ich entweder die erschlaffende Wirkung der Gewohnheit oder einen Mangel an Einbildungskraft.

  • Die Ehe ist eine gegenseitige Freiheitsberaubung in beiderseitigem Einvernehmen.

  • Kinder lieben anfangs ihre Eltern. Wenn sie älter werden, beurteilen sie sie. Bisweilen verzeihen sie ihnen.

  • Charakterlosigkeit ist ein Mythos, den biedere Individuen geschaffen haben, um damit die Faszinationskraft anderer Leute erklären zu können.

  • Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung.

  • Gedächtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen.

  • Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!

  • Gar nichts tun, das ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt.

  • London ist allzusehr erfüllt von Nebel und ernsthaften Leuten. Ob die Nebel die ernsthaften Leute oder die ernsthaften Leute die Nebel hervorbringen, weiß ich nicht genau.

  • Denkst Du wirklich, es ist Schwäche, einer Versuchung nachzugeben? Es gibt furchtbare Versuchungen, denen zu unterliegen Kraft verlangt. Kraft und Mut. Sein ganzes Leben in einem einzigen Moment aufs Spiel zu setzen, alles in einem Wurf zu wagen - das ist keine Schwäche.

  • Ungewißheit allein ist die Quelle romantischer Empfindung.

  • Die Moral ist immer die letzte Zuflucht der Leute, welche die Schönheit nicht begreifen.

  • In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Lande zur Unterhaltung der anderen.

  • Pünktlichkeit stiehlt uns die beste Zeit.

  • Sich selbst zu überraschen ist, was das Leben lebenswert macht.

  • Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Munde zu sprechen. Aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

  • Man kann immer nett gegen die sein, die einen nichts angehen.

  • Bei einer bezaubernden Frau ist das Geschlecht eine Herausforderung, keine Verteidigung.

  • Der Kultivierte bedauert nie einen Genuß. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuß ist.

  • Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg.

  • Unsere Gesichter sind Masken, die uns die Natur verlieh, damit wir unseren Charakter dahinter verbergen.

  • Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer.

  • Am Anfang widersteht eine Frau dem Ansturm des Mannes, und am Ende verhindert sie seinen Rückzug.

  • Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.

  • Der Glückliche ist mit sich und seiner Umgebung einig.

  • Nur die Oberflächlichen kennen sich selbst.

  • Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen.

  • Natürlich sein heißt allzu verständlich sein. Und allzu verständlich sein heißt unkünstlerisch sein.

  • Das Leben ahmt die Kunst weit mehr nach als die Kunst das Leben. Die Griechen mit ihrem hurtigen, künstlerischen Instinkt haben dies sehr wohl erkannt. Darum stellten sie in das Brautgemach die Bildsäule des Hermes oder des Apoll, auf daß dieses junge Weib Kinder gebäre von solchem Liebreiz wie die Werke der Kunst, auf die der Blick der Frau in ihren Verzückungen und Qualen fiel.

  • Den idealen Gatten gibt es nicht. Der ideale Gatte bleibt ledig.

  • Die Tragödie des Alters ist nicht, daß man alt ist, sondern das man jung ist.

  • Gut sein heißt, mit sich selber im Einklang sein.

  • Mode ist so unerträglich häßlich, daß wir sie alle Halbjahre ändern müssen.

  • Der Fleiß ist die Wurzel aller Häßlichkeit.

  • Was ist Wahrheit? In Fragen der Religion jene Anschauung, welche den Sieg gewann. In der Wissenschaft bedeutet Wahrheit die jüngste Erfahrung, die eben Aufsehen macht. In der Kunst nennen wir unsere Stimmungen so.

  • Es ist ein schlechter Trost zu wissen, daß jemand, der uns ein schlechtes Mittagessen servierte oder eine mindere Weinsorte aufgewartet hat, ein völlig einwandfreies Privatleben führt. Auch Kardinaltugenden entschädigen nicht für kalte Vorspeisen.

  • Wir alle schreiten durch die Gasse, aber einige wenige blicken zu den Sternen auf.

  • Ein ewig heiterer Gesichtsausdruck ermüdet und auf die Dauer weit mehr als ein ständiges Stirnrunzeln.

  • Die Öffentlichkeit hat eine unersättliche Neugier, alles zu wissen, nur nicht das Wissenswerte.

  • Eine feinfühlige Person ist eine Person, die immer anderen auf die Füße tritt, weil sie selbst Hühneraugen hat.

  • Schicksalsschläge lassen sich ertragen - sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden - das ist der Stachel des Lebens.

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