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Carmen Sylva

rumänische Königin und Schriftstellerin (1843 - 1916)

146 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Freude ist das Leben durch einen Sonnenstrahl hindurch gesehen.

  • Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden. Die Klugheit steht zurück, um zu sehen.

  • Der Sturm sprach einst: "Ich kenne / die Welt; denn ich zerpflücke sie." / Da sprach der Reif: "Ich kenne / die Welt; denn ich erdrücke sie." / Die Sonne lacht: "Ich kenne / sie besser. ich beglücke sie."

  • Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu besitzen.

  • Gott gab seiner Schöpfung nur einen einzigen Pfeiler: Liebe.

  • Wenn die Hoffnung uns verläßt, geht sie, unser Grab zu graben.

  • Das Leben ist eine Kunst, in der man nur zu oft ein Dilettant bleibt. Um Meisterschaft zu erringen, muß man sein Herzblut vergießen..

  • Ein Geheimnis ist wie ein Loch im Gewande: Je mehr man es zu verbergen sucht, desto mehr zeigt man es.

  • Der Krieg zwischen zwei gebildeten Völkern ist ein Hochverrat an der Zivilisation.

  • Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen.

  • Es gibt eine Bescheidenheit, die nur der Mantel des Hochmuts ist.

  • In der Freundschaft ist es besser zuzuhören, als Ratschläge zu erteilen.

  • Bescheidenheit - Mantel des Hochmuts.

  • Das Genie ist wie die Sonne, strahlend, befruchtend, verzehrend.

  • Manche Krankheit wäre den Menschen zu ersparen, wenn man ihr Herz befriedigen und froh machen könnte.

  • Verzeihen ist schon fast Gleichgültigkeit. Wenn man liebt, verzeiht man nicht.

  • Bescheidenheit ist keine Tugend, sie ist der Abglanz der Tüchtigkeit.

  • Was Viele an der Kunst erfreut, ist ihre sinnliche Seite.

  • Wenn man einen Menschen lieb hat, dann zweifelt man nie an ihm. Sobald man zweifelt, prüfe man sich selbst: irgend ein Herzenswinkelchen will kalt werden.

  • Die Melancholie, wenn sie nicht Körperschwäche ist, ist eine Art von Rekonvaleszenz, während welcher man sich stets viel kränker fühlt, als während der Krankheit.

  • Diejenigen, welche behaupten, dass besungener Schmerz fast geheilt sei, sind entweder keine Dichter, oder sie haben nie gelitten. Es ist, als sagte man, wenn Einer unter der Folter oder während einer Operation schreit: er leidet nicht.

  • Man kann sich dergestalt an Enttäuschungen gewöhnen, daß man das Wünschen verlernt.

  • Geduld ist eine Tat. Geduld ist eine Kette von Taten, Geduld ist gipfelnde Willensstärke.

  • Nach einem großen Unglück geht die Ehe leicht auseinander. Man muß sich sehr lieb haben, wenn man dann nicht kalt und fremd werden soll.

  • Die Freundschaft nimmt ab, wenn einerseits zu viel Glück, andrerseits zu viel Unglück ist.

  • Hoffen ist ein Ermüden, das eine Enttäuschung zum Ziele hat.

  • Das Lernen befähigt dich dazu, dich zu erheben, die Erziehung lehrt dich, herabzusteigen.

  • Das Glück ist wie das Echo: es antwortet, aber es kommt nicht.

  • Was ein Mädchen sagt und was es denkt, ist dreierlei.

  • Liebe und Politik sind der Freundschaft Tod.

  • In der Politik opfert man Alles: seinen Freund, seinen Bruder, seine Frau, sein Gewissen. Nur sich selber opfert man seltener.

  • Die Erziehung läßt sich in eine Lehre zusammenfassen: Setze dich an deines Nächsten Stelle.

  • Es gäbe keine Märtyrer ohne die Masse.

  • Wahrheit muß es doch wohl geben. - Wir hätten sie nicht erfunden.

  • Liebe fordert, Freundschaft gibt. Die Liebe sieht die Fehler nicht, die Freundschaft hat die Fehler lieb.

  • Das Glück ist stets dasselbe; darum ist es nicht zu erzählen, während das Unglück so viel Erscheinungen hat, als es Herzen bewohnt.

  • Vor lauter Leben fürchtet man endlich selbst den Himmel, als letzte und bitterste Enttäuschung.

  • Früher kam man an den Pranger, heute in die Zeitung.

  • In der Jugend ist man eine mittelalterliche Feste mit geheimnisvollen Winkeln, Burgverließen, versteckten Gängen, Wällen und Gräben. Später wird man ein moderner Palast, vergoldet, elegant und reich, der sich nur Auserwählten öffnet. Zuletzt ist man eine weite Halle, die aller Welt offen steht, und die ein Markt ist, oder ein Museum, oder ein Dom, oder ein Friedhof.

  • Weiße Haare sind die Schaumspitzen, die das Meer nach dem Sturme bedecken.

  • Man ist stets der Märtyrer seiner eigenen Fehler.

  • Zweifelst du an der Wahrhaftigkeit einer Empfindung, frage eine aufgeklärte Frau; sie kennt alle.

  • Wenn man versteht, dass man mit seinem Schmerze den ganzen Rest seines Daseins leben muss, dann kommt die Auflehnung wider ihn.

  • Die Freundschaft, die nur auf Dankbarkeit sich baut, ist wie eine Photographie: sie bleicht mit der Zeit.

  • Feinde sind immer klein; denn sie machen uns zu Helden oder zu Märtyrern, in beiden Fällen größer als sich.

  • Der Jugend Güte ist engelhaft, des Alters Güte ist göttlicher Natur.

  • Pflichttreue ist eines der schönsten Wörter der lieben deutschen Sprache: sie kann stolz sein, es zu besitzen.

  • Das Leiden ist ein trauriger Begleiter, aber es ist doch Einer für die einsame Seele.

  • Je unglücklicher man ist, je weniger kann man gegen sich selbst mitleidig sein.

  • Fröhlichkeit kommt von Gott, Heiterkeit geht zu Gott.

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