Man muss nur von genug Ängsten oder Mutlosigkeit heimgesucht werden, dann weiß man die Alternative zu schätzen.
Manager sind die Kardinäle eines sozial fehlgeleiteten Kapitalismus.
Manch »grüne« Politiker grünen sich nicht nur biodynamisch durch Parteienlandschaften und Wahl-Jahreszeiten, sondern sprießen urplötzlich auch in Vorstandsetagen multinationaler Konzerne ins »Un«-Kraut.
Manche Diebe sind Menschen, die nur deshalb stehlen, weil sie den Eigentumsbegriff ganz strikt verneinen.
Manche Edle sind Menschen, die ihre Edelmütigkeit ausschließlich vor laufenden Kameras in den Blick der Öffentlichkeit rücken.
Manche Ehemänner sind Menschen, die ihren treuesten Zechkumpan am besten gleich geehelicht hätten.
Manche Eltern sind Menschen, die sich erst dann wieder an ihre Verantwortung erinnern, wenn man ihnen das Kindergeld zu streichen droht.
Manche Erfinder sind Menschen, die Dinge erfinden, die niemand braucht und die auch niemand jemals haben wollte.
Manche Gelbliberale mit grünen Themen, die mit roten Finanzvorschlägen voll ins Schwarze treffen wollen, erzeugen damit häufig nur Farbkleckse, die nicht einmal einen weißblauen Hintergrund vertragen.
Manche Großväter sind Menschen, die in ihren Enkeln sich ihre eigene Fortsetzung – fernab von ihren Söhnen – neu erhoffen.
Manche Heiratswillige sind Menschen, die in unverbrüchlicher Naivität fest daran glauben, dass Mann und Frau irgendwie zusammenpassen.
Manche Helden zeichnen sich dadurch aus, dass sie lieber ein Leben retten als viele, weil sie im Affekt eine kleine mathematische Gleichung übersahen.
Manche Kinder brauchen weniger die Disziplin eines Klassenzimmers, als die einer nachahmungswerten Autorität.
Manche Lehrer sind Menschen, die Weisheit mit Intellektualismus verwechseln, Pädagogik mit Penetranz und fest davon überzeugt sind, den Unterschied zwischen all dem auch noch klar zu erkennen.
Manche Melancholiker sind Menschen, die nur noch als Clown in dieser Welt eine Überlebenschance haben.
Manche Menschen spalten das Atom. Andere Menschen spalten die Wahrheit. / Welche Halbwertzeit des giftigen Abbauprozesses wirkt sich letztlich verheerender aus?
Manche Menschen suchen sich selbst, ohne zu wissen, wen sie denn da wo suchen sollen.
Manche Mütter sind Menschen, deren Kinder im Zoo eine vermutlich natürlichere Erziehung bekämen als unter der Fuchtel der Gesellschaftsnorm.
Manche Männer starren Frauen ähnlich fasziniert an wie den Zünder eines Blindgängers vor seiner Entschärfung.
Manche Philosophen sind Menschen, die im ehrlichen Bemühen um wahrheitsgemäße Antworten manch einen fragenden Zeitgenossen noch tiefer als bisher in die Irre führen.
Manche Quasselstrippen sind Menschen, die mit leeren Wortgeschossen verheerender sind als alle Armeen der Welt.
Manche Schauspieler sind Menschen, denen die Bühne das Leben an sich ist, währen das Leben an sich ihnen einfach keine Bühne schenkt.
Manche Talkmaster sind Menschen, die Menschen nur dazu benutzen, um anderen Menschen zu zeigen, wie sie selbst niemals leben möchten.
Manche Touristen sind Menschen, die nach ihrem Urlaub nichts brauchen als Ferien und Ruhe.
Manche Wissenschaftler sind Menschen, die ihre Lehrformel nach kurzer Zeit selbst zur Leerformel erklären.
Manche »Edle« sind Menschen, die ihren so genannten Edelmut ausschließlich nur vor laufenden Kameras in den Blick der Öffentlichkeit rücken und inflationär durch den Orbit twittern.
Manchmal ist der Preis fürs Geld so hoch, dass der Zugewinn zum Minus wird.
Manchmal ist die Wahrheit so beeindruckend schlicht, dass diese Schlichtheit wahrhaft beeindruckt!
Manchmal kommt ihr mit euren Gefühlen gefährlich nah an die Wahrheit heran. Zuviel Wahrheit ist wie zu viel Sonne! Man verbrennt sich sehr schnell den Pelz, wenn man es damit übertreibt! Dosiert eure Wahrheitsliebe gemäß eurer psychischen und physischen Konstitution und erweitert dieselbe durch Dehnung beständig aus.
Manchmal muss man ganz tief fallen, um zu erleben, wie schützend man doch in den Händen höherer Mächte lebt. Und diese Mächte bedienen sich gern der Hände liebender Menschen.
Manchmal muss man gehen, um sich nicht zu entfernen.
Manchmal schmieden Geist und Seele ein Komplott und der Körper wehrt sich mit Fieber oder einer anderen Erkrankung.
Marotten gehören zu den erfindungsreichsten Tricks des kreativen Egos, dem Partner einen Säbel in den Sitz seiner Gefühle zu rammen, ohne jemals einen Säbel dabei benutzt zu haben.
Marotten sind fast immer Antworten auf noch nicht gestellte Fragen, die man doch bewusst unterließ.
Marotten sind wie Haare an der absolut falschen Stelle des Körpers. Verzichtbar, lästig aber ganz zuverlässig vorhanden.
Marotten zählen zu den natürlichen Waffen des Menschen im Kampf der Liebe umeinander. Es ist ein meist unbewusster Test aus der Tiefe des eigenen Seins, der in der Frage gipfelt: "Liebst du mich trotzdem?"
Maskiert sich das alltägliche Chaos neuerdings in Ordnung, sollte man weniger die neue Ordnung als vielmehr den Maskenbildner hinterfragen.
Mehr Transparenz über Geheimdiensttätigkeiten für echte Spionagearbeit zu fordern, ist so sinnvoll wie die Heiligsprechung des Teufels für die Kirche.
Meine dunkle Vergangenheit wird licht, wenn das Licht aus dem Dunkel der Zukunft in die Gegenwart bricht.
Meine eigenen Lieblingsbücher sind die, die ich noch nicht geschrieben habe.
Meine Würde behalte ich nur, wenn ich das tu, was ich auch will und mir meine eigene Grenze stecke und mich keinesfalls nach den Grenzen anderer richte. Würde und innere Freiheit sind für mich untrennbar verbunden.
Melancholie ist die notwendige Grundstimmung für die Arbeit guter Humoristen.
Menschen berichtigen ihre Fehler oft allein durch ihre Vorstellungskraft vom Richtigen und Perfekten, vergessen leider aber häufig, diese notwendige Korrektur dann auch am Objekt anzubringen, statt nur in ihren Gedanken nachzuvollziehen.
Menschen neigen zu Übertreibungen und Überhöhungen, wenn sie etwas erfahren, was neu und anders für sie selbst ist.
Menschen sind sterblich; Talente nicht.
Menschen, die Wa(aaa)hnsinn ständig mit drei weiteren zusätzlichen »a«'s aussprechen, lassen den Verdacht zu, dass sie sich ihm leise und stetig nähern.
Menschenkenner zu sein heißt nicht zwangsläufig auch, sich selbst gut zu kennen!
Mich haben ausgerechnet der Ungehorsam, die Lüge und der Zweifel Gott näher gebracht als alles andere im Leben. Denn alle Irrtümer, die ich beging, zeigten mir den Weg zur Wahrheit, wie ich sie heute verstehe.
Missverständnisse sind schwerwiegende Behinderungen.
Mit den Floskeln der Alltäglichkeit baggerst du Worte in deine Zeit hinein die den reichen satten Mutterboden deiner Seelensprache ins Schuttloch der Beliebigkeit entsorgen.