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Peter Rosegger

österreichischer Schriftsteller (1843 - 1918)

48 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe. Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.

  • Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollten.

  • Falsche Liebe fürchtet die Ehe, echte sucht sie.

  • Wer nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet, der wird nie zur Zufriedenheit gelangen.

  • Das Glück trennt die Menschen, aber das Leid macht sie zu Brüdern.

  • Wer gern tanzt, dem ist leicht gegeigt.

  • Der Kinder Herzen sind wie Wachs, und ein Stück Wachs läßt sich um die Finger wickeln, wenn es erwärmt wird.

  • Nur der Einsame findet den Wald; wo ihn mehrere suchen, da flieht er, und nur die Bäume bleiben zurück.

  • Vor Gott muß man sich beugen, weil er so groß ist, vor dem Kinde, weil es so klein ist.

  • Die Kinder sind die wirklichen Lehrmeister der Menschheit.

  • Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr als der Dumme vom Klugen.

  • Ein Talent hat jeder Mensch, nur gehört zumeist das Licht der Bildung dazu, um es aufzufinden.

  • Oaner is a Mensch, mehra sein's Leut, viel sein's scho Viecher.

  • Es gibt Eheleute, die ihr Glück auswärts suchen, und in ihrem Hause liegt es aufgebahrt, scheintot. Auferstehen würde es durch den Ruf eines einzigen liebevollen Wortes, aber dieses Wort wird nicht gesprochen.

  • Gute Menschen sind ansteckend.

  • Was es auch Großes und Unsterbliches zu erstreben gibt: Dem Mitmenschen Freude zu machen, ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

  • Leute, die einen Namen haben, müssen gefaßt sein auf Zuschriften, die keinen haben.

  • Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.

  • Ein häßliches Kind wird nie soviel Liebe erfahren wie ein wohlgestaltetes; es kann sich also in ihm die Liebe auch nicht sammeln und entfalten.

  • Was ich aus Trutz vollbracht, / wuchs voll Pracht / über Nacht / und ward verregnet. / Was ich aus Lieb' gesät, / keimte stet, / reifte spät / und ist gesegnet.

  • Über drei Dinge wird in unseren Tagen zuviel geschrieben und geredet: Über Kunst, Gesundheit und Erziehung. Folge davon, daß wir unkünstlerisch, kränkelnd und ungezogen geworden sind.

  • Manches Vergnügen besteht darin, daß man mit Vergnügen darauf verzichtet.

  • Jeden Morgen sich ins Sterben hineindenken, das lehrt uns den neuen Tag richtig schätzen - nicht zu gering, weil er ein köstliches Geschenk ist, nicht zu hoch, weil er heute noch vergeht.

  • Weisheit entspringt nicht so sehr aus dem Verstande als aus dem Herzen.

  • Man kann sich viel leichter krank faulenzen als krank arbeiten.

  • Alltagsmenschen suchen den Himmel. Sonntagsmenschen aber, die tiefen und auserwählten Geister, suchen Gott.

  • Das Kind lügt selten früher, als bis es bei anderen die Lüge entdeckt hat.

  • Des Geldes wegen wird Raubbau, um nicht zu sagen. perverse Naturkraftverschwendung getrieben. Das gibt eine Zukunftswüste, für die einige Geviertkilometer Naturschutzpark kein Ersatz sein können.

  • Es ist immer gewagt, Menschenkenner bei sich zu Gaste zu laden, und es ist immer lohnend für Menschenkenner, in eines Nachbars Haus zu treten. Völker wie Personen verkörpern in ihren Wohnräumen ihren Charakter.

  • Es ist leichter, alle zu lieben als einen. Die Liebe zur ganzen Menschheit kostet gewöhnlich nichts als eine Phrase; die Liebe zum Nächsten fordert Opfer.

  • Wer Kindern was verspricht, sei es ein Spiel, ein Geschenk oder sei es die Rute, der halte es wie einen Eid.

  • Die Welt ist ein Transparent Gottes.

  • Der Mensch ist in seinem Dasein nur zweimal ein völlig Ganzes: Im gedankenlosen Genusse der Jugend und in der bedingungslosen Ergebung des Alters.

  • Der, dessen Vergangenheit frei ist von Schuld, kann sich in ihr ergehen wie in einem friedlichen Garten.

  • Der Mensch mag die Göttlichen verehren, aber Hilfe verlangen kann man nur von sich selbst.

  • Bei an Weib Glück habn, / das kann jeder Bua, / aber mit an Weib glücklich sein, / da ghört viel dazua.

  • Unter Umständen ist es für manches Kind am besten, wenn es gar nicht erzogen wird.

  • Unrecht, durch Unrecht bekämpft, wird noch mächtiger.

  • Die vielen Wohltätigkeiten sind ein Zeichen des bösen Gewissens. Wenn die Leute einander nicht so Viel Böses antäten, brauchten sie einander nicht so viel Gutes zu tun.

  • Nicht darauf kommt es an, daß man ein argloses Menschenkind mit Schätzen überhäuft, als vielmehr einzig nur darauf, daß man seinen oft recht bescheidenen Wunsch erfüllt.

  • Wo das Leid ist, da kommt leicht auch die Liebe und der Glaube.

  • Sonst leidlich vernünftige Leute sobald sie aufs Kampffeld der politischen Parteien kommen, sind sie blinde Zänker, Spitzbuben und Toren.

  • Sonst hat der leichtsinnige Sohn Schulden gemacht, die der Vater bezahlen mußte; heute macht der leichtsinnige Vater Schulden, die der Sohn wird bezahlen müssen.

  • Wer dem Volke sein Lied - das entschwindende - wieder gibt, gibt ihm seine Seele wieder.

  • Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, / Das Tier hat Freude und Schmerz wie du, / Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du, / Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.

  • Menschenaugen, die auf solchen Bergen glänzen, können nie ganz kurzsichtig, Herzen, die auf solchen Höhen wachsen, nie ganz engherzig werden.

  • Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.

  • Völker wie Personen verkörpern in ihren Wohnräumen ihren Charakter.

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