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Stanislaw Jerzy Lec

polnischer Schriftsteller (1909 - 1966)

51 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Phantasie und Lüge sind zweierlei.

  • Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.

  • Vor der Wirklichkeit kann man seine Augen verschließen, aber nicht vor der Erinnerung.

  • Die erste Vorbedingung für die Unsterblichkeit ist das Sterben.

  • Auch das Happy End ist ein Ende.

  • Es gibt so große leere Worte, daß man darin ganze Völker gefangen halten kann.

  • Marionetten lassen sich sehr leicht in Gehenkte verwandeln. Die Stricke sind schon da.

  • Gedankenlosigkeit tötet. Andere.

  • Auch zum Zögern muß man sich entschließen.

  • Analphabeten müssen diktieren.

  • Die Unkenntnis des Gesetzes befreit nicht von der Verantwortung. Aber die Kenntnis oft.

  • Der Dichter fischt im Strom, der ihn durchfließt.

  • Nur wer gesunden Menschenverstand hat, wird verrückt.

  • Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.

  • Die meisten Menschen sind Mörder. Sie töten einen Menschen. In sich selbst.

  • Seltsam, wie schwer es ist - sogar in leeren Köpfen -, ein Echo hervorzurufen.

  • Der Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung.

  • Auf der Straße des geringsten Widerstandes versagen die stärksten Bremsen.

  • Die Dicken leben zwar kürzer, aber sie essen länger.

  • Am leichtesten entkommt man durch die Lücke im Gedächtnis.

  • Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.

  • Die meisten Denkmäler sind hohl.

  • Einsamkeit, wie bist du übervölkert!

  • Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?

  • Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrat hast.

  • Wir standen uns so nah, daß es zwischen uns keinen Platz mehr gab für Gefühle.

  • Das Paragraphenzeichen allein sieht aus wie ein Folterwerkzeug.

  • Die Verfassung eines Staates sollte so sein, daß sie die Verfassung des Bürgers nicht ruiniere.

  • Aus einer Reihe von Nullen macht man leicht eine Kette.

  • Je kleiner der Bürger, desto größer das Imperium.

  • Auch die Antisemiten erkennt man an ihren Nasen. Den witternden.

  • Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten.

  • Auch zur Bewachung von Gedanken verwendet man Eunuchen.

  • Auch im Rahmen des Weltbildes nisten Wanzen.

  • Was ist der Mensch? Ein Abfallprodukt der Liebe.

  • Auch die Stimme des Gewissens macht einen Stimmbruch mit.

  • Die Zeitenfolge ist trügerisch. Die Menschen fürchten die Vergangenheit, die kommen kann.

  • Wenn überhaupt keine Winde wehen, hat sogar der Wetterhahn auf dem Turm Charakter.

  • Wer in der Hölle Litzen trug, trägt auch im Himmel Achselstücke.

  • Sie steinigten ihn mit einem Denkmal.

  • Unter Blinden wird auch der Einäugige blind.

  • Hat ein Kannibale das Recht, im Namen dessen zu sprechen, den er gefressen hat?

  • Immer schon hatten die Narren am Sockel des Throns gesessen. Deshalb sahen sie auch als erste, wenn er zu wackeln anfing.

  • Keiner ist so dumm, daß er sich nicht hin und wieder einmal dumm stellt.

  • Die Satire hat auszugraben, was das Pathos zugeschüttet hat.

  • Espen zittern unter jedem Regime. Aber zum Kuckuck! Sie grünen auch unter jedem.

  • Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.

  • Was ist Chaos? Es ist jene Ordnung die man bei der Erschaffung der Welt zerstört hat.

  • Siegestrunkene werden leicht süchtig.

  • Blinder Glaube hat einen bösen Blick.

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