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Carl Hilty

schweizerischer Staatsrechtler (1833 - 1909)

56 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Das Glück des Lebens besteht nicht sowohl darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.

  • Die Bildung kommt nicht bloß vom Lesen, sondern vom Lesen und darüber Denken her.

  • Die schlechteste Charaktereigenschaft eines Menschen ist die natürliche Untreue. Dagegen helfen alle sonstigen sogenannten guten Eigenschaften nicht. Sie machen ihn nur gefährlicher.

  • Der eigentliche Wendepunkt des menschlichen Lebens ist der, in welchem man Arbeit, selbst Mühsal und Kampf der Ruhe und dem Genuß vorzieht.

  • Die Freundschaft ist das edelste Gefühl, dessen das Menschenherz fähig ist.

  • Ein Durchgang durch Schmach ist namentlich für Menschen notwendig, die nachher viel Ehre ohne Schaden ertragen sollen.

  • Personen, die sich sehr untertänig gebärden, ist nie ganz zu trauen. Sie sind auch anderer Stimmungen fähig. Es lebt in ihrem Innern ein verborgener Haß oder Neid gegen die, welche sie zu verehren scheinen, ja selbst wirklich verehren.

  • Etwas, was manchen sehr wackeren Leuten spät oder auch nie aufgeht, ist, daß man nicht bloß brav, sondern auch liebenswürdig sein muß. Daher gibt oft die Welt den liebenswürdigen Leuten, die gar nicht brav sind, den Vorzug vor den größten Tugendmustern.

  • Zum Vorwärtskommen gehört Unangenehmes. Wenn du höher hinauf willst als die große Menge, so mache dich zum Leiden bereit.

  • Leiden machen den Menschen stark. Oder sie zerbrechen ihn.

  • Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, daß man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluß.

  • Einer der besten Prüfsteine für das Vorhandensein von Edelmut ist das Verhalten des Menschen gegenüber lange andauerndem oder hoffnungslosem Unglück. Diejenigen, die wenig davon besitzen, ermüden und überlassen bald den Unglücklichen seinem Schicksal.

  • Namentlich die ganz guten Bücher, die unbestritten zum unsterblichen Geisteserbe der Menschheit gehören, wo immer möglich, selbst zu besitzen, sollte man sich zur Pflicht und Ehre rechnen, wie man es sich zur Ehre rechnen würde, die besten Menschen seiner Zeit persönlich gekannt zu haben.

  • Jeder außerordentliche Vorzug isoliert.

  • Ein großer Teil der Sorge besteht aus unbegründeter Furcht.

  • Richtige Verwendung des Geldes, mit strikter Ehrlichkeit, völliger, aufrichtiger Geringschätzung desselben als Lebenszweck und doch richtiger Schätzung als Mittel, um höhere Ziele zu erreichen, ist vielleicht eines der allersichersten Anzeichen eines ganz durchgebildeten Menschen, während Jagen nach Gewinn und Verehrung des Reichtums am sichersten den Ungebildeten verrät.

  • Die Körperkraft kann nicht zunehmen über eine gewisse Mittagshöhe des Lebens hinaus, die geistige Kraft aber kann es unbeschränkt. Das ist der wahre Trost des Alternden.

  • Das allerbeste Zeichen des inneren Fortschrittes ist es, wenn es einem in möglichst guter und hochgesinnter Gesellschaft wohl ist und in gewöhnlicher immer weniger.

  • Kein Buch der Welt hat schon so viele Kritiker gehabt und keines ist, wie die Bibel, allen ohne Ausnahme überlegen geblieben.

  • Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen.

  • Die Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid.

  • Steter Erfolg ist nur für Feiglinge notwendig.

  • Menschenkenntnis ohne Liebe ist stets ein Unglück und der Grund der tiefen Schwermut mancher Weisen aller Zeiten.

  • Ein Mensch mit der allerbesten Erziehung wird nichts Rechtes ohne nachfolgende Selbsterziehung.

  • Bis auf einen gewissen Grad wird auch das Christentum stets einen nationalen Typus annehmen.

  • Gegen den Geiz wirkt am sichersten die Erfahrung, daß das beste Mittel, mehr zu bekommen, fröhliches Geben ist.

  • Ein kleiner Staat muß heute eine moralische Macht sein, wenn er das Recht zum Fortbestand besitzen will.

  • Ohne ein ganz persönliches Verhältnis zu Gott hat das Beten überhaupt eigentlich gar keinen Sinn.

  • Die meisten großen Fortschritte im inneren Menschenleben werden durch eine Entsagung eingeleitet, die ihren Preis bildet.

  • Kinder brauchen viel Liebe und Beispiel und sehr wenig Religionslehren.

  • Kränklichkeit ist gar kein Hindernis zu guten Taten. Die größten Dinge sind schon von Invaliden geleistet worden.

  • Die Arbeit ist eine Quelle der Gesundheit.

  • Das Leben kann und soll im Alter immer schöner und großartiger werden, leichter aber wird es nicht.

  • Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.

  • Man kann nicht etwas ganz anderes aus sich machen, als wozu die Anlage vorhanden ist.

  • Die Grundlage des Charakters muss in dem Kinde gelegt sein, bevor es in die Schule kommt.

  • Nicht sinnen und sorgen, sondern bitten und arbeiten ist in allen schwierigen Verhältnissen das Richtige.

  • Genusssucht ist stets ein Zeichen der mangelnden Bildung, die allein gründlich davor schützen kann.

  • Der Egoismus ist stets eine Schwäche und erzeugt lauter Schwächen.

  • Die christliche Erziehung ist wesentlich Selbsterziehung und kann erst beginnen, wenn die Überzeugung von der Unzulänglichkeit der menschlichen Vernunft und Kraft dem Menschen durch Erfahrung klar geworden ist.

  • Es sind das die Leiden der Jugend, für die man später am dankbarsten wird.

  • Wer nichts leiden will, ver zichtet auf die größten Gaben Gottes und begnügt sich ohne Notwendigkeit mit Geringerem;

  • Mit der Furcht geht auch der Zorn davon, der in den meisten Fällen nur versteckte Furcht ist.

  • Alle sehr gebildeten Leute, die ihre Bildung nur für sich besitzen und sie nicht beständig durch das Handeln auf ihren Wert kontrolieren, stehen in Gefahr, entweder Pessimisten zu werden, die nur mit sich selbst zufrieden sind, oder, wenn sie klug genug dazu sind, auch ihren eigenen Wissenserwerb, wie der weiseste aller Könige, zuletzt für »Eitelkeit der Eitelkeiten« anzusehen.

  • Die rechte Natürlichkeit in der Sprache hält stets die richtige Mitte zwischen dem Trivialen und dem gesucht Pathetischen.

  • Eitelkeit und Ehrgeiz sind immer ein schlimmes Anzeichen, denn beide beruhen im Grunde auf einer Selbstverurteilung, die die mangelnde innere Befriedigung durch den äußern. Schein, oder das günstige Urteil. Anderer ersetzen will.

  • Gründliche Pessimisten sind stets eitel.

  • Liebe ist etwas ganz anderes als Freundschaft.

  • Sei nicht stolz auf einen Vorzug, der nicht dein eigen ist.

  • Ein deutliches Kennzeichen eines im Grunde unedlen Menschen ist [..] Undankbarkeit.

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