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Friedrich Schiller

deutscher Schriftsteller (1759 - 1805)

863 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.

  • Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.

  • Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm' verkaufen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. Der Staat muß untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

  • Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

  • Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.

  • Das ist der Liebe heiliger Götterstrahl, der in die Seele schlägt und trifft und zündet. Wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet, da ist kein Widerstand und keine Wahl: Es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.

  • Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.

  • Der Starke ist am mächtigsten allein.

  • Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

  • Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, mach' es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.

  • Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit. Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.

  • Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glücklich liebend Paar.

  • Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, Verderblich ist des Tigers Zahn; Jedoch der schrecklichste der Schrecken, Das ist der Mensch in seinem Wahn.

  • Ach, umsonst auf allen Länderkarten spähst du nach dem seligen Gebiet, wo der Freiheit ewig grüner Garten, wo der Menschheit schöne Jugend blüht. In des Herzens heilig stille Räume mußt du fliehen aus des Lebens Drang: Freiheit ist nur in dem Raum der Träume, und das Schöne blüht nur im Gesang.

  • Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist, man sieht nur die Herren und Knechte; die Falschheit herrscht, die Hinterlist bei dem feigen Menschengeschlechte. Der dem Tod ins Angesicht schauen kann, der Soldat allein ist der freie Mann!

  • Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ewiger Bund zu flechten.

  • Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule, im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.

  • Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort, Das schwer sich handhabt, wie des Messers Schneide; Aus ihrem heißen Kopfe nimmt sie keck Der Dinge Maß, die nur sich selber richten.

  • Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd' er in Ketten geboren.

  • Und drinnen waltet Die züchtige Hausfrau, Die Mutter der Kinder, Und herrschet weise Im häuslichen Kreise, Und lehret die Mädchen Und wehret den Knaben, Und reget ohn’ Ende Die fleißigen Hände, Und mehrt den Gewinn Mit ordnendem Sinn, Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden, Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden, Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein, Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer, Und ruhet nimmer.

  • Des Menschen Engel ist die Zeit. Die rasche Vollstreckung an das Urteil anzuheften, ziemt nur dem unveränderlichen Gott.

  • Es ist der Geist, der sich den Körper baut.

  • Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen! Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft.

  • Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.

  • Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit euch, mit euch wird sie sich heben.

  • Nicht Fleisch und Blut, das Herz macht uns zu Vätern und Söhnen. Liebt Ihr ihn nicht mehr, so ist diese Abart auch Euer Sohn nicht mehr.

  • Wo rohe Kräfte sinnlos walten, Da kann sich kein Gebild gestalten.

  • Goethe verlangt von einem schönen Gebäude, daß es nicht bloß auf das Auge berechnet sei, sondern auch einem Menschen, der mit verbundenen Augen hindurchgeführt würde, noch empfindsam sein und ihm gefallen müsse.

  • Die Zeit bringt Rat. Erwartet's in Geduld! Man muß dem Augenblick auch was vertraun.

  • Alle Kunst ist der Freude gewidmet.

  • Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt.

  • Mut zeiget auch der Mameluck, Gehorsam ist des Christen Schmuck.

  • Vivos voco. Mortuos plango. Fulgura frango. Lebende rufe ich. Tote beklage ich. Blitze zerbreche ich.

  • Verrat trennt alle Bande.

  • Alles wiederholt sich nur im Leben, ewig jung ist nur die Phantasie: Was sich nie und nirgends hat begeben, das allein veraltet nie.

  • Rasch tritt der Tod den Menschen an. Es ist ihm keine Frist gegeben.

  • Früh übt sich, was ein Meister werden will.

  • Arm in Arm mit dir, so fordr' ich mein Jahrhundert in die Schranken.

  • Der Mann muß hinaus Ins feindliche Leben, Muß wirken und streben Und pflanzen und schaffen, Erlisten, erraffen, Muß wetten und wagen, Das Glück zu erjagen.

  • Auf den Bergen ist Freiheit. Der Hauch der Grüfte steigt nicht hinauf in die reinen Lüfte.

  • ... Beschäftigung, die nie ermattet, die langsam schafft, doch nie zerstört, die zu dem Bau der Ewigkeiten zwar Sandkorn nur für Sandkorn reicht, doch von der großen Schuld der Zeiten Minuten, Tage, Jahre streicht.

  • Ehret die Frauen! Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben, flechten der Liebe beglückendes Bad, und in der Grazie züchtigem Schleier nähren sie wachsam das ewige Feuer schöner Gefühle mit heiliger Hand.

  • Ein schönes Herz hat bald sich heimgefunden, es schafft sich selbst, still wirkend, seine Welt.

  • Ich hab` hier bloß ein Amt und keine Meinung.

  • Mein bester Sohn! Es ist nicht immer möglich, im Leben sich so kinderrein zu halten, wie's uns die Stimme lehrt im Innersten. In steter Notwehr gegen arge List bleibt auch das redliche Gemüt nicht wahr. Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.

  • Das Leben ist der Güter höchstes nicht. Der Übel größtes aber ist die Schuld

  • Seht ihr den Regenbogen in der Luft? Der Himmel öffnet seine goldnen Tore, im Chor der Engel steht sie glänzend da, sie hält den ew'gen Sohn an ihrer Brust, die Arme streckt sie lächelnd mir entgegen. Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich - der schwere Panzer wird zum Flügelkleie. Hinauf - hinauf - Die Erde flieht zurück. Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude.

  • Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme.

  • Immer strebe zum Ganzen und, kannst du selber kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an!

  • Der kluge Mann baut vor.

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