Zitate mit "undank"

56 Fundstellen

Nichts schmerzt so sehr, als der Undank derer, denen wir wohl gethan haben.

Undankbaren erweise nichts Gutes. Wie auf felsigem Boden der Samen verloren ist, so ist auch an undankbaren Menschen das Gute verloren.

Das Feuer macht das Wasser kochen. Aber das Wasser löscht das Feuer: Erwärme keinen Undankbaren, er wird dich auslöschen.

Die Undankbarkeit ist eine Tochter des Stolzes.

Undank ist ein arger Gast, / aber an den angetanen / Liebesdienst den Freund zu mahnen, / ist so arg wie Undank fast.

Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.

Die Welt ist undankbar, sagen viele. Ich habe noch nicht gefunden, daß sie undankbar sei, wenn man auf die rechte Art etwas für sie zu tun weiß.

Beide Geschlechter besitzen eine Grausamkeit gegeneinander, die sich vielleicht in jedem Individuum zu Zeiten regt, ohne gerade ausgelassen werden zu können: Bei den Männern die Grausamkeit der Wollust, bei den Weibern die des Undanks, der Unempfindlichkeit, des Quälens.

Sittlich bedeutende Menschen werden meist undankbar gescholten, weil ihnen die Sache höher steht als die Person und sie zugunsten persönlicher Dankbarkeit ihrer sachlichen Pflicht auch nicht ein Titelchen abbrechen mögen. In Wahrheit aber sind sie viel dankbarer, weil sie nicht danach streben, ihre Dankesschuld nur recht bald und billig loszuwerden, sondern ruhig abwarten, bis eine Gelegenheit kommt, ihrem Wohltäter Gutes zu tun.

Der Arme, der sich ganz von unten heraufarbeiten muß, wird, wenn wirklich etwas Bedeutendes in ihm liegt, wohl immer undankbar gescholten werden. Denn er hat eine Legion von Wohltätern und begegnet bei jedem Schritt einem, der von ihm verlangt, daß er sich bücken soll.

Einen verdienten Mann im Alter seinem Schicksal zu überlassen, ist eine Undankbarkeit, von der auch die Wilden nichts wissen, bei denen das Alter geehrt ist und der Jugend mit seinem geprüften Rate dienet.

Mit ihrem Neid und ihrer Undankbarkeit leidet die Demokratie keine Größen.

Ein deutliches Kennzeichen eines im Grunde unedlen Menschen ist [..] Undankbarkeit.

Wohltätigkeiten, die der Undank auslösen kann, ist keine Tugend, sondern wie ein schlechter und lockerer Zunder, auf den die Eitelkeit einen Funken geworfen hat, der eben so schnell erlöscht, als er gezündet hat.

Wer sich viel über Undankbarkeit beschwert, ist ein Taugenichts, der niemals aus Menschlichkeit, sondern aus Eigennutz andern gedient hat.

Es ist besser, sich der Undankbarkeit auszusetzen, als Unglücklichen Unrecht zu tun.

Allzu große Eile, sich von Verbindlichkeiten zu befreien, ist eine Art Undank.

Es ist kein großes Unglück, sich Undankbare zu verpflichten, aber ein unerträgliches, einem schlechten Menschen verpflichtet zu sein.

Fast alle Menschen tragen gerne kleine Verbindlichkeiten ab; viele empfinden Erkenntlichkeit für größere, aber fast niemand hat für die großen etwas anderes als Undankbarkeit.

Mancher ist undankbar und hat doch weniger Schuld an seiner Undankbarkeit als sein Wohltäter.

Nichts zieht den Undank so unausbleiblich nach sich als Gefälligkeiten, für die kein Dank zu groß wäre.

Ich mache mit jeder Ernennung 99 Unzufriedene und einen Undankbaren.

Man sollte sich über Eitelkeit beklagen. Nur ausgesprochene Schurken sind wissentlicher Undankbarkeit fähig; fast jedermann aber denkt, er habe mehr getan, als der andere verdient, während der andre denkt, er habe weniger empfangen, als er verdiene.

Ein einziger Undankbarer schadet allen Armen.

Wer nicht Undank leiden kann, / ist der Welt ein unnützer Mann.

Wer dient, bis dass er wird unwert, / Dem ist Undank zum Lohn beschert.

Den Undank ans Licht ziehen geht nicht ohne Beschämung ab; denn die Klage über eine verlorene Wohltat ist ein Beweis, daß es beim Geben gefehlt hat. Soviel wie möglich müssen wir den Undankbaren bei uns selbst verteidigen.

Es wird keiner sein, der sich nicht über einen Undankbaren zu beschweren hätte. Es wäre aber nicht möglich, daß sich alle beschwerten, wenn man sich nicht über alle zu beschweren hätte. Folglich sind alle undankbar.

Es ist nichts Rühmliches daran, dankbar zu sein, wenn man nicht ohne Gefahr undankbar sein kann.

Den Altgesellen / ist nun der Undank einmal einverleibt. / Ihr Blut ist Gallert, kalt und fließt nur dünn. / Es ist nicht frisch und warm; sie fühlen nichts, / und die Natur, der Erd' entgegen wachsend, / ist, wie das Reiseziel, schon dumpf und schwer.

In Weltgeschäften nennt man's undankbar, / mit trägem Widerwillen Schulden zahlen, / die eine milde Hand uns freundlich lieh.

Ich hasse Undank mehr an einem Menschen, / als Lügen, Hoffart, laute Trunkenheit, / als jedes Laster, dessen starkes Gift / das schwache Blut bewohnt.

Undankbarkeit, du marmorherziger Teufel, / abscheulicher, wenn du dich zeigst im Kinde.

Die Zeit trägt einen Ranzen auf dem Rücken, / worin sie Brocken wirft für das Vergessen, / dies große Scheusal von Undankbarkeit.

Die hassenswerteste, aber allgemeinste und älteste Undankbarkeit ist die der Kinder gegen ihre Väter.

Die wahrsten Tugenden sind die übermäßigen: Mitleid nicht mit den guten, sondern mit den Bösen, Großmut gegen die Undankbaren, Treue ohne förmliche Verpflichtung.

Lieber ein dankbarer Hund als ein undankbarer Mensch.

Er übt allein, / was alle andern einzeln nur verüben, er / lügt, er raubt, betrügt, schwört falsche Eide, / verrät und tötet! - Undank.

Undank gräbt tiefer als des Totengräbers Spaten.

Da wir Deutschen die einzige Nation sind, für die "von gestern" ein Schimpfwort ist: sind wir auch die undankbarste gegenüber Menschen, die Verdienste haben: Graue Haare sind hierzulande ehrenrührig.

Der Weise vergißt die Beleidigungen wie ein Undankbarer die Wohltaten.

Es ist alles verloren, was man dem Undankbaren tut.

Wenn man einen Undankbaren trunken macht, speit er's einem in den Busen.

Undank berechtigt nicht zu Undienstfertigkeit.

Ein Undankbarer schadet zehen Armen.

Undank schadet auch dem Unschuldigen.

Undank / Ist ein gemeiner Stank.

Undank haut der Wohltat den Zapfen ab.

Undank / Macht Wohltun krank.

Man diene, wie man wolle, so ist Undank der Lohn.

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