William Shakespeare

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Die Liebe ist so toll wie Ajax: Sie tötet Schafe.

Die Liebe, die uns folgt, wird oft uns lästig, / doch dankt man ihr als Liebe.

Die Macht der Schönheit wird eher die Tugend in eine Kupplerin verwandeln, als die Kraft der Tugend die Schönheit sich ähnlich machen kann.

Die Nacht, die uns der Augen Dienst entzieht, / macht, daß dem Ohr kein leister Laut entflieht. / Was dem Gesicht an Schärfe wird benommen, / muß doppelt dem Gehör zugute kommen.

Die neue Würde engt ihn, / wie fremd Gewand sich auch nur durch Gewohnheit / dem Körper fügt.

Die Not bringt einen zu seltsamen Schlafgesellen.

Die Not ist der Gewährung bester Grund.

Die Partei des Jungfrauentums nehmen, heißt seine Mutter anklagen, welches offenbare Empörung wäre.

Die Pflicht, die der Vasall dem Fürsten zollt, / die ist die Frau auch schuldig ihrem Gatten. / Und ist sie trotzend, launisch, trüb' und bitter / und nicht gehorsam billigem Gebot, / was ist sie als ein tückischer Rebell, / sünd'ger Verräter an dem lieben Herrn?

Die Pflicht, die fest an Toren hält macht Treue / zur Torheit.

Die Raschheit meiner heft’gen Liebe lief schneller als die zögernde Vernunft.

Die rauhen Weg' und hohen wilden Hügel / ziehn unsre Meilen mühsam in die Länge, / doch euer schön Gespräch macht, wie ein Zucker, / den schweren Weg süß und vergnüglich mir.

Die Schauspieler sind der Spiegel und die abgekürzte Chronik des Zeitalters.

Die Schwachheit des Alters, die den vernünftigen Mann herunterbringt, macht den Narren immer besser.

Die schwangre Erde / ist mit 'ner Art von Kolik oft geplagt, / durch Einschließung des ungestümen Windes / in ihrem Schoß, der, nach Befreiung strebend, / Altmutter Erde ruckt und niederwirft / Kirchtürm' und moosige Burgen.

Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern.

Die Seele scheidet friedlich nun zum Himmel, / da ich den Freunden Frieden gab auf Erden.

Die Sonn' ist Dieb, beraubt durch ziehnde Kraft / die weite See. Ein Erzdieb ist der Mond, / da er wegschnappt sein blasses Licht der Sonne. / Das Meer ist Dieb, des nasse Woge auflöst / den Mond in salz'ge Tränen. Erd' ist Dieb, / sie zehrt und zeugt aus Schlamm nur, weggestohlen / von allgemeinem Auswurf: Dieb ist alles. / Gesetz, euch Peitsch' und Zaum, stiehlt trotzig selbst / und ungestraft.

Die Stirn, die Augen sind nach ihm geformt, / der kleine Auszug hier enthält das Ganze, / das starb mit Gottfried, und die Hand der Zeit / wird ihn entfalten zu gleich großer Schrift.

Die Süßigkeit / des Honigs wildert durch ihr Übermaß, / und im Geschmack erstickt sie unsre Lust. / Drum liebe mäßig, solche Lieb' ist stet: / Zu hastig und zu träge kommt gleich spät.

Die wache Sorge lauscht im Auge jedes Alten, / und Schlummer bettet nie sich da, wo Sorgen walten. / Doch da wohnt goldner Schlaf, wo mit gesundem Blut / und grillenfreiem Hirn die frische Jugend ruht.

Die Weise noch einmal! Sie starb so hin. / O, sie beschlich mein Ohr, dem Weste gleich, / der auf ein Veilchenbette lieblich haucht / und Düfte stiehlt und gibt.

Die Welt war nimmer froh / seit niedres Heucheln galt für Artigkeit.

Die Welt wird immerdar durch Zier berückt. / Im Recht, wo ist ein Handel so verderbt, / der nicht, geschmückt von einer holden Stimme, / des Bösen Schein verdeckt? Im Gottesdienst, / wo ist ein Irrwahn, den ein ehrbar Haupt / nicht heiligte, mit Sprüchen nicht belegte / und bürge die Verdammlichkeit durch Schmuck? / Kein Laster ist so blöde, das von Tugend / im äußern Tun nicht Zeichen an sich nähme.

Die Zeit ist Amm' und Mutter alles Guten.

Die Zeit ist aus den Fugen; Fluch der Pein, / Muß ich sie herzustelln geboren sein!

Die Zeit trägt einen Ranzen auf dem Rücken, / worin sie Brocken wirft für das Vergessen, / dies große Scheusal von Undankbarkeit.

Die, so auf Ehrgeiz zielen, sinnen aus / Unglaubliches: Mit diesen schwachen Nägeln / sich Bahn zu brechen durch die Kieselrippen / der harten Welt hier, dieser Kerkerwände, / und weil's unmöglich, härmt ihr Stolz sie tot.

Dienst so wie Lehnspflicht lohnt sich selbst im Tun.

Dies arme Kind, / getrennt von sich und ihrem edlen Urteil, / ohn' welches wir nur Bilder sind, nur Tiere.

Dies England lag noch nie und wird auch nie / zu eines Siegers stolzen Füßen liegen, / als wenn es erst sich selbst verwunden half.

Dies ist der Narr, der Geld umsonst auslieh. / Acht auf ihn, Schließer!

Dies Lodern, Tochter, / mehr leuchtend als erwärmend und erloschen / selbst im Versprechen, während es geschieht, / nehmt keineswegs für Feuer!

Dies war der beste Römer unter allen: / Denn jeder der Verschwornen, bis auf ihn, / tat, was er tat, aus Mißgunst gegen Cäsar: / Nur er verband aus reinem Biedersinn / und zum gemeinen Wohl sich mit den andern. / Sanft war sein Leben, und so mischten sich / die Element' in ihm, daß die Natur / aufstehen durfte und der Welt verkünden: / Dies war ein Mann!

Dies über alles: Sei dir selber treu! / Und daraus folgt so wie die Nacht dem Tage, / du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.

Diese Gesellen von endloser Zunge, die sich in die Gunst der Frauen hineinreimen können, wissen sich auch immer herauszuvernünfteln.

Diese Neubekehrten, sie geben viel zu hören und zu lernen.

Dinge leicht wie Luft / sind für die Eifersucht Beweis, so stark / wie Bibelsprüche.

Doch dünkt mich keine Sünde, den betrügen, / der als ein falscher Spieler hofft zu siegen.

Doch sag mir, Clifford, hast du nicht gehört, / daß schlecht Erworbnes immer schlecht gerät?

Doch so ist sein Verdienst: / Wer davon spricht, entweiht es schon. So fällt / stets unser Wert der Zeiten Deutung heim, / und Macht, die an sich selbst zu loben ist, / hat kein so unverkennbar Grab, als wenn / von Rednerbühnen wird ihr Tun gepriesen.

Doch weiß ich, durch die Zeit beginnt die Liebe, / und seh' ich an Proben der Erfahrung auch, / daß Zeit derselben Glut und Funken mäßigt. / Im Innersten der Liebesflamme lebt / eine Art von Docht und Schnuppe, die sie dämpft.

Doch wenn sich alles vor Gebräuchen schmiegt, / wird nie der Staub des Alters abgestreift, / berghoher Irrtum wird so aufgehäuft, / daß Wahrheit nie ihn überragt.

Doch werde ich an Euch einen vortrefflichen Zug von Bescheidenheit gewahr, daß Ihr mich nicht abnötigen wollt, was ich zu verschweigen wünsche. Umso eher verbindet mich gute Sitte, mich Euch zu offenbaren.

Du bist ein gesegneter Bursch, daß du denkst, wie jedermann denkt.

Du bist Gott einen Tod schuldig.

Du bist mir so ein Zeisig, der, sobald er die Schwelle eines Wirtshauses betritt, mit dem Degen auf den Tisch schlägt und ausruft: Gebe Gott, daß ich dich nicht nötig habe!

Du hättest nicht alt werden sollen, / ehe du klug geworden warst.

Du kannst von dem, was du nicht fühlst, nicht reden.

Du machtest erträglichen Wind von deinen Reisen. Das möchte hingehen. Aber die Wimpel und Fähnchen an dir brachten mich doch mehr als einmal davon ab, dich für ein Schiff von zu großer Ladung zu achten.

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