Wer früh erwirbt, lernt früh den hohen Wert / der holden Güter dieses Lebens schätzen; / wer früh genießt, entbehrt in seinem Leben / mit Willen nicht, was er einmal besaß.
Wer geboren ist in bös'ren Tagen, / Dem werden selbst die bösen behagen.
Wer gegen sich selbst und andere wahr ist und bleibt, besitzt die schönste Eigenschaft der größten Talente.
Wer gesteht sich frei, / daß diese Liebe nun die letzte sei, / daß sich kein Auge mehr mit froher Glut / zu unserm wendet, kein erregtes Blut, / das überraschtem Herzen leicht entqoll, / verrätrisch mehr die Wange färben soll, / daß kein Begegnen möglich, das entzückt, / kein Wiedersehn zu hoffen, das beglückt?
Wer glücklich war, der wiederholt sein Glück im Schmerz.
Wer Gott vertraut, / ist schon auferbaut.
Wer Gründe anhört, kommt in Gefahr, nachzugeben.
Wer Gutes will, der sei erst gut.
Wer in dem Gestern Heute sah, / dem geht das Heute nicht allzunah, / und wer im Heute sieht das Morgen, / der wird sich rühren, wird nicht sorgen.
Wer in dem Kloster gut zu schwatzen versteht, der wird im Orden erhoben, / wird zum Lesemeister, zum Kustos oder zum Prior. / Andere stehen beiseite. Die Schüsseln werden gar ungleich / aufgetragen; denn einige müssen des Nachts in dem Chore / singen, lesen, die Gräber umgehen; die anderen haben / guten Vorteil und Ruh' und essen die köstlichen Bissen.
Wer in der Weltgeschichte lebt, / dem Augenblick soll er sich richten? / Wer in die Zeiten schaut und strebt, / nur der ist wert, zu sprechen und zu dichten.
Wer in einem gewissen Alter frühere Jugendwünsche und Hoffnungen realisieren will, betrügt sich immer; denn jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.
Wer in Rom bleiben und sich ansiedeln will, muß heiraten und katholisch werden, sonst hält er es nicht aus und hat eine schlechte Existenz.
Wer in sich recht ernstlich hinabsteigt, wird sich immer nur als Hälfte finden; er fasse nachher ein Mädchen oder eine Welt, um sich zum Ganzen zu konstituieren, das ist einerlei.
Wer in Zelten leben kann, steht sich am besten.
Wer ist denn so begabt, dass er vielseitig genießen könne?
Wer ist der glücklichste Mensch? Der fremdes Verdienst zu empfinden / weiß und am fremden Genuß sich wie am eignen zu freun.
Wer ist so gebildet, daß er nicht seine Vorzüge gegen andre manchmal auf eine grausame Weise geltend machte?
Wer jung die Erde verlassen, / wandelt auch ewig jung im Reiche Persephoneias, / ewig jung erscheint er den Künftigen.
Wer kann aber auf sein vergangenes Leben zurückblicken, ohne gewissermaßen irre zu werden, da er meistens finden wird, daß sein Wollen richtig, sein Tun falsch, sein Begehren tadelhaft und sein Erlangen dennoch erwünscht gewesen?
Wer kann den Wert und Unwert irdischer Dinge besser kennen, als der sie zu genießen von Jugend auf im Falle war, und wer kann seinen Geist früher auf das Notwendige, das Nützliche, das Wahre leiten, als der sich von vielen Irrtümern in einem Alter überzeugen muß, wo es ihm noch an Kräften nicht gebricht, ein neues Leben anzufangen.
Wer keine Liebe fühlt, muß schmeicheln lernen, sonst kommt er nicht aus.
Wer keinen Namen hat erwarb noch Edles will, / gehört den Elementen an.
Wer keinen Tiger kennt, der läuft vor keinem Tiger.
Wer klare Begriffe hat, kann befehlen.
Wer klare Begriffe hat, kann befehlen.
Wer klare Begriffe hat, kann befehlen.
Wer klein Spiel spielt, hat immer Freude, auch am kleinen Gewinn, und der kleine Verlust ist zu verschmerzen.
Wer lange bedenkt, der wählt nicht immer das beste.
Wer lange lebt, hat viel erfahren, / Nichts Neues kann für ihn / auf dieser Welt geschehn.
Wer lange lebt, sagte der Alte, sieht manches versammelt und manches auseinanderfallen.
Wer lebenslang dir wohlgetan, / Verletzung rechne dem nicht an.
Wer lügen will, sagt man, muß sich erst selbst überreden.
Wer mag denn gleich Vortreffliches hören? / Nur Mittelmäßige sollten lehren.
Wer mit dem Leben spielt, / kommt nie zurecht. / Wer sich nicht selbst befiehlt, / bleibt immer ein Knecht.
Wer mit seiner Mutter, der Natur, sich hält, / findet im Stengelglas wohl eine Welt.
Wer nicht das Mechanische vom Handwerk kennt, kann nicht urteilen.
Wer nicht die Welt in seinen Freunden sieht, / verdient nicht, daß die Welt von ihm erfahre.
Wer nicht liebt, wird sich des schönen Maien / so gut er kann, doch leider halb nur freuen.
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.
Wer nicht von dreitausend Jahren / sich weiß Rechenschaft zu geben, / bleib im Dunkeln unerfahren, / mag von Tag zu Tage leben.
Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurücke.
Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.
Wer nie sein Brod mit Thränen as, / Wer nie die kummervollen Nächte / Auf seinem Bette weinend sas, / Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
Wer nie sein Brot mit Tränen aß, / wer nie die kummervollen Nächte / auf seinem Bette weinend saß, / der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte. / Ihr führt ins Leben uns hinein, / ihr laßt den Armen schuldig werden, / dann überlaßt ihr ihn der Pein: / Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.
Wer Ohren hat, soll hören, / wer Geld hat, soll's verzehren.
Wer Proportion (das Meßbare) von der Antike nehmen muß, sollte uns nicht gehässig sein, weil wir das Unmeßbare von der Antike nehmen wollen.
Wer recht behalten will und hat nur eine Zunge, / behält's gewiß.
Wer recht will tun, immer und mit Lust, / der hege wahre Lieb in Sinn und Brust!