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Gottfried Keller

schweizerischer Schriftsteller (1819 - 1890)

46 Zitate, Sprüche & Aphorismen

  • Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluß der Welt!

  • Kleider machen Leute.

  • Alles Große und Edle ist einfacher Art.

  • Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, darnach den Charakter und endlich sein Schicksal.

  • Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

  • Ich bin von jeher gewöhnt, alle falschen Verhältnisse, wie ungezogene Kinder ihre Strümpfe, abzustrampeln. Man wird nur schlecht und falsch, wenn man in dergleichen Wirrsal fortlebt.

  • Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!

  • Im Notfall bindet der Bauer den Schuh mit Seide.

  • Das Menschenleben ist eine ständige Schule.

  • Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen!

  • Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an wie das, was er besitzt.

  • Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.

  • Auch der demütigste Mensch glaubt und hofft innerlich immer mehr, als er auszusprechen wagt.

  • Der Gedanke ist es, der das Wort adelt.

  • An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.

  • Ich kann nicht begreifen, wie gewisse Leute Anspruch auf Geistesbildung oder auf Seelengröße und Charakter machen wollen und doch nicht das mindeste Gefühl für das Alleinsein haben. Denn die Einsamkeit, verbunden mit dem ruhigen Anschauen der Natur, mit einem klaren, heiteren Bewußtsein seines Glaubens über Schöpfung und Schöpfer und verbunden mit einigen Widerwärtigkeiten von außen, ist, ich behaupte es, die einzige wahre Schule für den Geist von edlen Anlagen.

  • Es ist doch sonderbar, wie auch der vortrefflichste Mensch schlechte Eigenschaften haben muß, gleich einem stolz segelnden Schiffe, welches Ballast braucht, um zu seiner guten Fahrt gehörig schwer zu sein.

  • Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt.

  • Wer nicht arbeitet, soll nicht nur nicht essen, sondern braucht auch nicht zu lieben.

  • Ich habe mich überzeugt, daß nur rauhe Bewegung und wechselvolles Geschick einen nach allen Seiten hin tüchtigen Charakter hervorbringen können. Darum leben hoch Ebbe und Flut, Freude und Leid, Glück und Elend!

  • Am Donner des schäumenden Wasserfalls oder beim Glanze jener leuchtenden Systeme, die sich über uns kreuzen, findet der wahre Mensch seine heiligsten Stunden.

  • Briefe soll man, wie jedes andere Vergnügen, nach getaner Arbeit sich gestatten.

  • Ich habe bis jetzt keine Ursache, an der Vorsehung zu zweifeln.

  • Die Ruhe zieht das Leben an.

  • Die Grobheit spare wie Gold! Wenn du sie in gerechter Entrüstung einmal hervorkehrst, muß es ein Ereignis sein und den Gegner wie ein unvorhergesehener Blitzstrahl treffen.

  • Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist; das Tier lacht nicht.

  • Das Dasein eines Schöpfers zu leugnen, ist größerer Unsinn als der finsterste Aberglaube.

  • Während man dem Geist immer mehr Nahrung gibt und die Köpfe erhellt, läßt man nicht selten das Herz erkalten.

  • Immer machen einige gute Menschen ein warmes Stübchen aus, auch ohne Ofen, Dach und Fenster.

  • Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.

  • Ein guter Witz geht immer für ein Stück Brot.

  • Der Mensch soll nicht tugendhaft, sondern nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.

  • Wenn du es kannst, so lasse ab vom Kleinen und suche das Große!

  • Bitte keinen zweimal, der Dir nicht borgen will!

  • In geborgtem Geld ist kein Segen.

  • Nur durch den Winter wird der Lenz errungen.

  • Für mich waren es sehr feierliche und nachdenkliche Stunden, als ich anfing, mich an den Gedanken des wahrhaften Todes zu gewöhnen.

  • Mit einem Menschen, welcher den gekreuzigten Gottmenschen verehrt, ist immer noch mehr anzufangen als mit einem, der weder an die Menschen noch an die Götter glaubt.

  • Wer nicht Meister sein will, muß eben Gesell bleiben und Vorgesetzte haben sein Leben lang.

  • Wohlwollen und Liebe können nicht gehegt werden, ohne den Träger zu veredeln, und sie tun dieses am glänzendsten, wenn sie dem gelten, was man einen Feind oder Widersacher nennt.

  • O wie lieb ist die Arbeit, wenn man dabei an etwas Liebes zu denken hat und sicher ist, am Sonntag mit ihm zusammen zu sein.

  • Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen, als im Alter.

  • Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter.

  • Diene deinen Freunden, ohne zu rechnen.

  • Mag's in der Brust stürmen und wogen, der Atem in der Kehle stocken! Der Kopf soll oben bleiben bis in den Tod!

  • Je mehr ich lerne, desto mehr sehe ich ein, wie nur eine gute Grundlage in der Jugend das Glück der späteren Tage hervorrufen kann.

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