Zitate mit "verliebt"

55 Fundstellen

Wenn der Mensch verliebt ist, zeigt er sich so, wie er immer sein sollte.

Ein Verliebter will stets liebenswerter sein, als er ist. Darum sind fast alle Verliebten lächerlich.

Sieh da, wie der verliebte Mann / ins Vogelbauer ist getan, / die Stangen hin und wider springt / und stets dasselbe Liedchen singt.

Im Dorfe war ein groß Gelag, / man sagt', es sei ein Hochzeitstag. / Ich zwängte mich in den Schenken-Saal, / da drehten die Pärchen allzumal, / ein jedes Mädchen mit seinem Wicht; / da gab es manch verliebt Gesicht. / Nun fragt ich endlich nach der Braut - / mir einer starr ins Angesicht schaut: / "Das mögt Ihr von einem andern hören. / Wir aber tanzen ihr zu Ehren, / wir tanzen schon drei Tag und Nacht, / und hat noch niemand an sie gedacht."

Man kann in Versen nicht galant sein, ohne verliebt zu scheinen.

Es gibt Leute, die so in ihren Geist verliebt sind, daß sie darüber den Verstand verlieren.

Schönheit: Was sich aus der Welt in uns verliebt, das wird Schönheit.

Niemand weiß, wie schwer mir's fällt, / Flammen in der Brust zu hegen / und sie dennoch vor der Welt, / nicht ans freie Licht zu legen. / Feuer läßt sich nicht verhehlen, / denn sein Glanz ist allzu klar, / und die Glut verliebter Seelen / macht sich selber offenbar.

Das hat man doch nicht in seiner Macht, in wen man sich verliebt!

Ein ernstlich Verliebter ist in Gegenwart seiner Geliebten verlegen, ungeschickt und wenig einnehmend.

Verliebte gehen aufeinander zu, sie treffen einander; Verheiratete sind parallel ausgerichtet; sie begegnen einander erst wieder bei Scheidung oder Tod.

Zuversicht wie ein Berg so groß, dem Tadel verschanzt sein, / vielverliebt in sich selbst: Daran erkenn' ich den Geck.

Ein vornehmer Mann verliebt sich wie ein Narr, aber nicht wie ein Dummkopf

Manche würden sich niemals verliebt haben, wenn sie nie etwas von der Liebe gehört hätten.

Manche Menschen sind so von sich erfüllt, daß sie noch in der Verliebtheit Wege finden, sich statt mit der Person, die sie lieben, mit ihrer Leidenschaft zu beschäftigen.

Verliebten ist das Zusammensein darum nicht langweilig, weil sie immer von sich sprechen.

Mancher Mann, der in ein Grübchen verliebt ist, begeht den Fehler, das ganze Mädchen zu heiraten.

Wer in sich selbst verliebt ist, hat wenigstens bei seiner Liebe den Vorteil, daß er nicht viele Nebenbuhler erhalten wird.

Granada ist eine Stadt der Muße, eine Stadt für die Beschaulichkeit und die Phantasie, eine Stadt, darin der Verliebte besser als irgendwo anders den Namen seiner Liebe auf den Boden schreibt. Die Stunden sind dort länger und gehaltvoller als in jeder anderen Stadt Spaniens.

Man verliebt sich oft nur in einen Zustand des anderen, in seine Heiterkeit oder in seine Schwermut. Schwindet dieser Zustand dann, so ist damit auch der feine besondere Reiz jenes Menschen geschwunden. Daher die vielen Enttäuschungen.

der Liebende gibt sich dem andern; der Verliebte nimmt sich den andern.

Es sollte nicht erlaubt sein, im Zustande der Verliebtheit einen Entschluß über sein Leben zu fassen und einer heftigen Grille wegen den Charakter seiner Gesellschaft ein für allemal festzusetzen: Man sollte die Schwüre der Liebenden öffentlich für ungültig erklären und ihnen die Ehe verweigern: Weil man die Ehe unsäglich wichtiger nehmen sollte!

Man soll vom Leben scheiden, wie Odysseus von Nausikaa schied: Mehr segnend als verliebt.

In Frauen wird man oft aus Langeweile verliebt - man weiß nichts mit ihnen weiter anzufangen.

Nichtverliebte Menschen können nicht verstehen, wieso ein intelligenter Mann wegen einer ganz gewöhnlichen Frau leiden kann. Das ist, als ob man überrascht ist, daß jemand der Cholera zum Opfer fällt wegen einer so unbedeutenden Kreatur, wie es der Kommabazillus ist.

Oft ist der Weiber Andachtsglut / Nichts weiter als verliebtes Blut.

Alle Verliebtheit, wie ätherisch sie sich auch gebärden mag, wurzelt allein im Geschlechtstriebe, ja ist durchaus nur ein näher bestimmter, spezialisierter, wohl gar im strengsten Sinne individualisierter Geschlechtstrieb.

Man sagt, daß auch Feige, wenn sie verliebt sind, sich zu höherer Gesinnung erheben.

Sein Leben lang spielt einer manche Rollen / durch sieben Akte hin: Zuerst das Kind, / das in der Wärtrin Armen greint und sprudelt; / der weinerliche Bube, der mit Bündel / und glattem Morgenantlitz wie die Schnecke / ungern zur Schule kriecht; dann der Verliebte, / der wie ein Ofen seufzt mit Jammerlied / auf seiner Liebsten Brau'n; dann der Soldat / voll toller Flüch' und wie ein Pardel bärtig, / auf Ehre eifersüchtig, schnell zu Händeln, / bis in die Mündung der Kanone suchend / die Seifenblase Ruhm. Und dann der Richter / im runden Bauche, mit Kapaun gestopft, / mit strengem Blick und regelrechtem Bart, / voll abgedroschner Beispiel', weiser Sprüche, / spielt seine Rolle so. Das sechste Alter / macht den besockten hagern Pantalon, / Brill' auf der Nase, Beutel an der Seite, / die jugendliche Hose wohl geschont, / 'ne Welt zu weit für die verschrumpften Lenden, / die tiefe Männerstimme, umgewandelt / zum kindischen Diskante, pfeift und quäkt / in seinem Ton. Der letzte Akt, mit dem / die seltsam wechselnde Geschichte schließt, / ist zweite Kindheit, gänzliches Vergessen, / ohn' Augen, ohne Zahn, Geschmack und alles.

Verliebten gnügt zu der geheimen Weihe / das Licht der eignen Schönheit.

Ich, roh geprägt, entblößt von Liebes-Majestät, / vor leicht sich dreh'nden Nymphen mich zu brüsten; / ich, um dies schöne Ebenmaß verkürzt, / von der Natur um Bildung falsch betrogen, / entstellt, verwahrlost, vor der Zeit gesandt / in diese Welt des Atmens, halb kaum fertig / gemacht, und zwar so lahm und ungeziemend, / daß Hunde bellen, hink' ich wo vorbei: / Ich nun, in dieser schlaffen Friedenszeit, / weiß keine Lust, die Zeit mir zu vertreiben, / als meinen Schatten in der Sonne spähn / und meine eigne Mißgestalt erörtern. / Und darum, weil ich nicht als ein Verliebter / kann kürzen diese fein beredten Tage, / bin ich gewillt, ein Bösewicht zu werden.

Seht ihr doch / so manchen pflichtigen, kniegebeugten Schuft, / der, ganz verliebt in seine Sklavenfessel, / ausharrt, recht wie der Esel seines Herrn, / ums Heu und wird im Alter fortgejagt. / Peitscht mir solch redlich Volk! Dann gibt es andere, / die, ausstaffiert mit Blick und Form der Demut, / ein Herz bewahren, das nur sich bedenkt, / die nur Scheindienste liefern ihren Oberen, / durch sie gedeih'n, und wann ihr Pelz gefüttert, / sich selbst Gebieter sind.

Liebe ist eine bloße Tollheit, und ich sage Euch, verdient ebensogut eine dunkle Zelle und Peitsche wie andere Tolle. Und die Ursache, warum sie nicht so gezüchtigt und geheilt wird, ist, weil sich diese Mondsucht so gemein gemacht hat, daß die Zuchtmeister selbst verliebt sind.

Verliebte Neigung schmält man nicht hinweg.

Rosalinde: Es ist keins von meines Onkels Merkmalen an Euch zu finden. Er lehrte mich einen Verliebte zu erkennen; ich weiß gewiß, Ihr seid kein Gefangener in diesem Käficht. / Orlando: Was waren seine Merkmale? / Rosalinde: Eingefallene Wangen, die Ihr nicht habt; Augen mit blauen Rändern, die Ihr nicht habt; ein ungeselliger Sinn, den Ihr nicht habt. Doch den erlasse ich Euch, denn aufrichtig, was Ihr an Bart besitze, ist eines jüngeren Brüders Einkommen. Dann sollten Eure Kniegürtel lose hängen, Eure Mütze nicht gebunden sein, Eure Ärmel aufgeknöpft, Eure Schuhe nicht zugeschnürt, und alles und jedes an Euch müßte eine nachlässige Trostlosigkeit verraten.

Verliebte sehen nährt Verliebter Sinn.

Verliebte sehen nicht / die artigen Kinderlein, die sie begehen.

Oft beginnt sein Werben ein Galan, / wo's ihm der Müh nicht wert scheint: Dennoch wirbt er / und schwört, er sei verliebt.

Wenn du schwörst, / so kannst du treulos werden. Wie sie sagen, / lacht Jupiter des Meineids der Verliebten.

Romeo: Frau Mab, wer ist sie? / Mercutio: Sie ist der Feenwelt Entbinderin. / Sie kommt, nicht größer als der Edelstein / am Zeigefinger eines Aldermanns, / und führt mit 'nem Gespann von Sonnenstäubchen / den Schlafenden quer auf der Nase hin. / Die Speichen sind gemacht aus Spinnenbeinen, / des Wagens Deck' aus eines Heupferds Flügeln, / aus feinem Spinnengewebe das Geschirr, / die Zügel aus des Mondes feuchtem Strahl. / Aus Heimchenknochen ist der Peitsche Griff, / die Schnur aus Fasern. Eine kleine Mücke / im grauen Mantel sitzt als Fuhrmann vorn, / nicht halb so groß als wie ein kleines Würmchen, / das in des Mädchens müßigem Finger nistet. / Die Kutsch' ist eine hohle Haselnuß, / vom Tischler Eichhorn oder Meister Wurm / zurechtgemacht, die seit uralten Zeiten / der Feen Wagner sind. In diesem Staat / trabt sie dann Nacht für Nacht, befährt das Hirn / Verliebter, und sie träumen dann von Liebe, / des Schranzen Knie, der schnell von Reverenzen, / des Anwalts Finger, der von Sporteln gleich, / der Schönen Lippen, die von Küssen träumen. / (Oft plagt die böse Mab mit Bläschen diese, / weil ihren Odem Näscherei verdarb.) / Bald trabt sie über eines Hofmanns Nase, / dann wittert er im Traum sich Ämter aus. / Bald kitzelt sie mit eines Zinshahns Federn / des Pfarrers Nase, wenn er schlafend liegt: / Von einer bessern Pfründe träumt ihm dann. / Bald fährt sie über des Soldaten Nacken: / Der träumt sofort von Niedersäbeln träumt / von Breschen, Hinterhalten, Damaszenern, / von manchem klaftertiefen Ehrentrunk. / Nun trommelt's ihm ins Ohr. Da fährt er auf / und flucht in seinem Schreck ein paar Gebete / und schläft von neuem. Eben diese Mab / verwirrt der Pferde Mähnen in der Nacht / und flicht in struppiges Haar die Weichselzöpfe, / die, wiederum entwirrt, auf Unglück deuten. / Dies ist die Hexe, welche Mädchen drückt, / die auf dem Rücken ruhn, und ihnen lehrt, / als Weiber einst die Männer zu ertragen.

Wer auf einem Ball die Masken beobachtet hat, wie sie verliebt miteinander tanzen, einander an den Händen halten und sich im nächsten Augenblick ohne das geringste Bedauern auf Nimmerwiedersehen trennen, der kann sich eine Vorstellung vom Wesen der Welt machen.

Gib dich jeder Frau gegenüber so, als seist du in sie verliebt, und jedem Manne, als sei er dir überlegen! Bald wirst du dich im Rufe des vollendeten Gentleman befinden.

Wenn man verliebt ist, beginnt man sich selbst zu betrügen. Und endet damit, dass man andere betrügt.

Der Zugang zur Macht muß Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.

Des Verliebten Seele lebt in einem fremden Leibe.

Der Verliebte hat keine Zeit, geistreich zu sein.

Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.

Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.

Den Augen eines Verliebten sind selbst Pockennarben Grübchen.

Wenn zwei Verliebte streiten, kümmert es nicht einmal einen Hund.

 Top